Soziales

Mehr als nur Putzen

Haushaltshilfen unterstützen ihre Klienten nicht nur beim Saubermachen der Wohnung, sondern übernehmen noch viele andere Aufgaben.Foto:dpa

Haushaltshilfen unterstützen ihre Klienten nicht nur beim Saubermachen der Wohnung, sondern übernehmen noch viele andere Aufgaben.Foto:dpa

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Hagen.   Alte oder kranke Menschen benötigen oftmals eine Haushaltshilfe. Doch die Gespräche sind oftmals wichtiger als die Hilfe im Haushalt, weiß Jasmin Metz.

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Alte Menschen können aufgrund von körperlichen Einschränkungen oftmals ihren Haushalt nicht mehr alleine führen. In einem solchen Fall kann eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen werden. Es gibt viele verschiedene Träger, zu deren Leistungsspektrum ein Hauswirtschaftsdienst gehört, wie zum Beispiel die Diakonie, Caritas oder die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe (FAN). Wer eine Haushaltshilfe benötigt, kann sich an diese und andere Träger wenden.

Haushaltshilfen putzen nicht nur die Wohnung, sondern sie gehen auch für die Leute und mit den Leuten einkaufen, waschen deren Wäsche, bereiten ihnen warmes Essen zu und begleiten bei Arztbesuchen oder Behördengängen. Ganz wichtig bei der Arbeit einer Haushaltshilfe ist es aber auch, sich mit den Menschen zu unterhalten, ihnen auch nur einfach mal zuzuhören oder sie vielleicht zu trösten.

Unterhaltung ist oft wichtiger als das Putzen

Oft sind die Menschen, die von einer Haushaltshilfe unterstützt werden, alleine und freuen sich darauf, wenn die Unterstützung kommt. Die Unterhaltung ist oft wichtiger als das Putzen selbst, denn für manche ist es die einzige Verbindung zur Außenwelt.

Aber nicht nur alte Menschen brauchen einen Hauswirtschaftsdienst, auch junge Kranke können diesen in Anspruch nehmen, zum Beispiel MS-Patienten, Schlaganfall-Patienten mit Einschränkungen der Beweglichkeit, aber auch Menschen, die beispielsweise nach einer Krankenhausbehandlung oder Entbindung ihren Haushalt vorübergehend nicht alleine führen können. Ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, eine Haushaltshilfe in Anspruch zu nehmen, wird im Einzelfall geprüft.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie der hauswirtschaftliche Dienst bezahlt werden kann. Wenn derjenige, der eine Haushaltshilfe benötigt, beispielsweise eine Pflegestufe hat, werden die Kosten von der Pflegekasse übernommen. Bei einer Krankenhausbehandlung, die den Einsatz einer Haushaltshilfe notwendig macht, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Eine Haushaltshilfe kann aber auch unter bestimmten Voraussetzungen als Teil der Sozialhilfe in Anspruch genommen werden. Wer selbst einen Angehörigen zu Hause pflegt und mal eine Auszeit oder Hilfe im Haushalt benötigt, kann eine Entlastungsleistung beantragen.

MediaCampus-Reporterin Jasmin Metz, Klasse 8f, Gesamtschule Haspe, Hagen

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