Haussanierung

Corona als Beschleuniger für den Klimaschutz

Frank Meßing

Frank Meßing

Foto: Kai Kitschenberg / Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Der Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie kann als Beschleuniger für den Klimaschutz wirken. Politik und Wirtschaft müssen es nur wollen.

Kaum ein Flugzeug am Himmel, endlich saubere Luft und keine Fridays-for-future-Demos, die regelmäßig an unser Umwelt-Gewissen appellieren. Klimawandel – war da was? Die Corona-Pandemie hat unsere Maßstäbe verschoben. Doch der allmählich aufweichende Shutdown hat nur für einen Blickwechsel gesorgt. Erderwärmung und Trockenheit schreiten weiter voran. Allein: Wir haben im Moment andere Sorgen.

Umso wichtiger ist es, dass immer mehr mahnende Stimmen laut werden, den Klimawandel nicht zu vergessen. Dabei könnte Corona aus der Not heraus ein Beschleuniger für den Umweltschutz werden. Wenn es gelingt, das erwartete Konjunkturprogramm der Bundesregierung an Ziele zu knüpfen, die der Einsparung von CO2 zugute kommen, wäre viel gewonnen.

Das Ruhrgebiet könnte von der ökologischen Finanzspritze in besonderem Maße profitieren: Wasserstoff statt Kohle nicht nur bei der Stahlerzeugung, dezentrale Energieerzeugung und natürlich das riesige Feld von Fassadendämmung und Dachsanierung. In der Region sitzen die großen Konzerne, die Wohnungen vermieten und Energie erzeugen. Innovation City in Bottrop ist zum Vorbild für andere Regionen und Länder geworden.

Jetzt fehlen allein der politische Wille und der Geist der Gemeinsamkeit, um aus der schwersten Krise seit dem Krieg ein Projekt für die Zukunft zu machen.

Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben