Kardinal Woelki

Donnerhall des Streits mit NRW reicht bis nach Rom

NRZ-Kommentar_Michael Minholz

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Foto: Michael Minholz / funkegrafiik nrw

Neue Probleme für Kardinal Woelki: Nach dem Missbrauchsskandal gibt’s nun Streit mit dem Land NRW. Der Vatikan wird ihn aufmerksam verfolgen.

Kölns Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki steht vor dem nächsten Flächenbrand seiner Karriere. So wie aussieht, wird es ihm auch diesmal nicht gelingen, ihn zu löschen.

Nach seiner höchst inakzeptablen Art der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals steht er nun vor dem Problem, dass sich nicht nur viele Gläubige in seinem Erzbistum von ihm abwenden, sondern auch ein handfester juristischer Konflikt mit dem Land Nordrhein-Westfalen entstanden ist.

Kirchenpolitischer Eklat

Wenn eine Wissenschaftsministerin einem Kirchenchef in reichlich schroffem Ton untersagt, auf eigene Faust Priester auszubilden, ist das jedenfalls scharfer Tobak. Doch offenkundig unterläuft Woelki mit seinem eigenen Priesterseminar die jahrzehntelang gültigen Vereinbarungen zwischen Kirche und Staat.

Der kirchenpolitische Eklat ist jedenfalls in der Welt – und der Donnerhall, den er ausgelöst hat, wird sicher auch im Vatikan gehört werden. Dort wird man sehr aufmerksam verfolgen, ob sich die Wogen wieder glätten. Denn noch immer steht eine Entscheidung aus, ob Woelki nicht doch abberufen werden soll.

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