Kohle-Proteste

Klimaschutz: Armin Laschet muss Druck machen

NRZ Redakteur Holger Dumke kommentiert.

NRZ Redakteur Holger Dumke kommentiert.

Foto: NRZ

Eine tolle Aufgabe für jemanden, der Kanzler werden will. Es geht um unsere Zukunft.

Rekordhitze von bis zu 38 Grad ist für die nächsten Tage angesagt, auch an Rhein und Ruhr. Der Klimawandel mit seinen zunehmenden Wetterextremen wird nicht in Vergessenheit geraten, da sorgt er schon selbst für. Er verursacht dramatische Veränderungen in der Natur, treibt Menschen in die Flucht und kostet schon jetzt selbst bei uns unfassbar viel Geld (z. B. in der Landwirtschaft, in den Wäldern).

„Es muss sich etwas ändern“: Diese Botschaft kommt so langsam in Politik und Wirtschaft an. Es mangelt nicht an Ankündigungen und Willensbekundungen. Was aber immer noch fehlt, ja bitter vermisst wird, das sind echte Weichenstellungen, besser noch Taten. Und das treibt immer mehr Menschen um. Das Aktionswochenende im Rheinischen Revier und Aachen hat gezeigt: Die Klimabewegung macht weiter Druck. Hier sorgen sich nicht nur junge Menschen um die Zukunft, und es sind viele.

Keine Missverständnisse: Hausfriedensbruch oder gar Körperverletzung sind von Versammlungs- oder Meinungsfreiheit nicht gedeckt. Wer Straftaten begeht, darf sich nicht über Konsequenzen wundern. Ändern muss sich aber was. Drei Gigawatt schmutzige Kohlekraftwerkskapazität müssen bis Ende 2022 vom Netz. NRW-Ministerpräsident und CDU-Bundesvize Laschet muss Druck machen – eine tolle Aufgabe für jemanden, der Kanzler werden will. Es geht um nichts weniger als unsere Zukunft.

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