Kommentar

Zu viele Unfälle mit E-Scootern: Bitte den Übermut bremsen!

NRZ-Kommentar_Michael Minholz

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Foto: Michael Minholz / funkegrafiik nrw

Die Unfallzahlen mit E-Scootern steigen, und das wilde Abstellen nervt. Wenigstens in dieser Hinsicht ließe sich was ändern.

Seit Sommer 2019 rollen – gefühlt: rasen – die E-Scooter durch die Städte. Anfangs angepriesen als schicke Alternative zu Bus und Bahn, schnell und elegant, keine Fußmärsche mehr von A nach B erfordernd, sollten die Elektroflitzer zum Umstieg vom Auto überzeugen. Ein bisschen Klimaschutz – und auch noch im Trend.

Die Ernüchterung ist groß. Zumindest bei jenem Teil der Bevölkerung, der sich weiterhin zu Fuß oder auf dem Rad fortbewegt. Denn E-Scooter sind auf Straßen und (verbotener Maßen) Gehwegen zum nervenden Begleiter geworden. Man hört sie nicht, sie sind flink, so mancher steuert sein Gefährt vor allem ziemlich rücksichtslos durch die Gegend.

Übles Hindernis für jeden Kinderwagen

Fast dreimal so viele Unfallopfer mit E-Scootern gab es in NRW im Vergleich zum Vorjahr. Zudem: Die Dinger stehen ständig auf dem Bürgersteig im Weg, weil sie wild abgestellt werden. Ein übles Hindernis für jeden Kinderwagen.

Aus dem Verkehr ziehen lässt sich der E-Scooter wohl nicht mehr. Aber vielleicht die Nutzung disziplinieren? In Nürnberg werden bald feste Abstellplätze vorgeschrieben. Und die Verleihgebühr läuft dort so lange weiter, bis das Gefährt ordnungsgemäß abgestellt ist. Was die Rücksichtnahme angeht, bleibt nur der Appell an die E-Scooter-Piloten: bitte den Übermut bremsen!

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