Ruhrgebiet. Für viele Eltern in NRW hat nachhaltige Ernährung im Alltag keine große Bedeutung. Das zeigt die neue Familienstudie der AOK. Die Infos.

Viele Eltern sehen die Zukunft ihrer Kinder durch die Klimakrise zwar bedroht, doch nur knapp jeder Dritte (29 Prozent) in NRW misst nachhaltiger Ernährung eine hohe Bedeutung bei. Das zeigen Zahlen der AOK-Familienstudie, die das IGES Institut im Auftrag der AOK durchgeführt hat. So glauben in Westfalen-Lippe 34 Prozent der befragten Eltern, dass nachhaltige Ernährung ungesund sei. Im Rheinland zeigt sich bei 38 Prozent eine „problematische Ernährungskompetenz“.

>>> Lesen Sie auch: Erst Corona, dann Inflation: Essen Kinder ungesünder?

„Im Ernährungsverhalten liegen klimafreundliches und gesundes Handeln ganz nah beieinander“, erklärt Gesundheitsexpertin Anja Nacken von der AOK Rheinland/Hamburg. Regional, saisonal und fleischreduziert ließen sich Klima und Umwelt im Alltag aktiv schützen und gingen mit einer gesunden Ernährung einher.

Wissen bei sozial Benachteiligten gering

Vor allem sozial- und einkommensschwachen Familien fehlt es laut Studie jedoch häufig an Wissen über nachhaltige Ernährung. „Hier wäre wichtig, dass die Gesundheitsbildung bundesweit bereits ab der ersten bis zur zehnten Klasse in den regulären Unterricht integriert wird“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest. Nachhaltige Ernährung bestehe vor allem aus pflanzlichen Produkten.