Mönchengladbach. Nach anonymen Drohungen waren zwei Schulen in Mönchengladbach vorsorglich geschlossen worden. Inzwischen hat die Polizei einen Verdächtigen (15).

Nach neuen Drohungen waren zwei Schulen in Mönchengladbach am Freitag und Samstag vorsorglich geschlossen geblieben. Nach Angaben der Polizei hatte ein anfangs Unbekannter „erneut Straftaten im Schulzusammenhang angedroht“. Am Donnerstag hatte die Polizei die Gemeinschaftsgrundschule und die Gesamtschule im Stadtteil Hardt nach einer Bombendrohung geräumt. Beamte suchten die Gebäude mit Hunden ab, verdächtige Gegenstände wurden aber nicht gefunden. Nach Abschluss des Einsatzes habe es dann neue Drohungen gegeben.

Am Samstag meldete die Mönchengladbacher Polizei, einen Verdächtigen ermittelt zu haben. Es handele sich um einen 15-Jährigen, der aus dem Ausland heraus Drohmails verschickt haben soll. Zwei Schülerinnen (12/13) hatten die Polizei auf die Spur des Jugendlichen gebracht. Nähere Angaben machte die Behörde nicht.

Unterricht soll am Montag wieder aufgenommen werden

Angaben zu Art und Inhalt der Kontaktaufnahme durch den Täter wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Die Entwicklung veranlasse die Polizei jedoch zu „lageangepassten gefahrenabwehrenden Maßnahmen“, hieß es. Näheres dazu werde nicht mitgeteilt.

In Abstimmung mit den Schulleitungen blieben die beiden Schulen nun vorsichtshalber geschlossen. Der Unterricht solle am Montag wieder aufgenommen werden. (dpa)