Kreis Euskirchen. Bei einem Unfall im Kreis Euskirchen sind zwei Männer gestorben. Sie waren auf dem Rückweg von einer Karnevalsparty. Die Polizei sucht Zeugen.

Zwei Fußgänger sind auf dem Rückweg von einer Karnevalsparty auf einer Landstraße in Weilerswist-Metternich im Kreis Euskirchen von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Ein 20-Jähriger starb noch an der Unfallstelle, sein 18-jähriger Begleiter erlag später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei in Euskirchen am Montag mitteilte. Der Verkehrsunfall ereignete sich am späten Sonntag.

Tödlicher Unfall: Fahrer und Insassen erlitten einen Schock

Demnach war ein 33-jähriger Autofahrer auf der Landstraße 163 im Kreis Euskirchen unterwegs, während die beiden Männer zu Fuß in gleicher Richtung liefen. Dabei erfasste der 33-Jährige die beiden Männer. Entlang der Landstraße seien den ganzen Tag über Karnevalisten zu Fuß unterwegs gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Strecke führt vom Hauptort Weilerswist in den Ortsteil Metternich, in dem am Sonntag ein großer Karnevalsumzug stattfand. Anschließend wurde im Festzelt am Dorfplatz weitergefeiert.

Viele Menschen aus Weilerswist nutzten den gut ausgebauter Fuß- und Radweg entlang der Landstraße, der Fußweg ist durch ein kleines Stück Wiese von der Fahrbahn abgetrennt und deshalb eigentlich ungefährlich für die Karnevalisten. Doch als die beiden 18- und 20-Jährigen dort kurz vor Mitternacht auf dem Heimweg waren, gingen sie den Ermittlungen zufolge nicht auf dem Fußweg, sondern auf der Fahrbahn der Landstraße. Autos dürfen dort 100 Kilometer pro Stunde fahren, Straßenlaternen gibt es nicht.

Polizei sucht nach Zeugen

Der 33-jährige Autofahrer habe die beiden Männer erfasst und sei erst ein ganzes Stück hinter der Unfallstelle zum Stehen gekommen. Er erlitt ebenso wie weitere Zeugen des Unfalls einen Schock. Wie schnell der Autofahrer unterwegs war, werde noch ermittelt, sagte der Polizeisprecher.

Ein Verkehrsunfall-Aufnahmeteam sei am Montag vor Ort gewesen. Der Unglücksort werde so genau untersucht wie der Tatort bei einem Tötungsdelikt. So solle geklärt werden, wer die Schuld an dem Unfall trägt. Auch auf Aussagen von Zeugen hoffen die Ermittler. Wer Hinweise zum Unfall geben kann, soll sich telefonisch unter 02251 799-460 oder 02251 799-0 oder per E-Mail an poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de melden. Ein zweites Auto, das an der Unfallstelle stehen blieb, gibt der Polizei noch einige Rätsel auf. Die Ermittler haben das Fahrzeug vorsorglich beschlagnahmt. Ob die Fahrerin etwas mit dem Unfall zu tun hat, werde noch ermittelt. (mit dpa/AFP)

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