Auktion

Zwangsversteigerung: Boris Beckers Pokale unterm Hammer

So wurde Boris Becker zur Tennis-Legende
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London  Vor einem Jahr konnte Boris Becker die Zwangsversteigerung noch stoppen. Ab heute kommen seine Trophäen nun doch unter den Hammer.

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Lange hat er sich dagegen gewehrt, nun werden rund 80 Gegenstände aus der Karriere von Boris Becker doch noch zwangsversteigert. Ab diesem Montag (24. Juni) wird die Online-Auktion des britischen Auktionshauses Wyles Hardy & Co für Gebote freigeschaltet. Sie endet am 11. Juli mit dem Verkauf an die Höchstbietenden.

Die Versteigerung wird auch eine Leistungsschau eines der bekanntesten Tennis-Spieler der Welt. Denn: Unter den Hammer kommen auch einige Pokale. Anstatt in seiner eigenen „Hall of Fame“ über seine vergangenen die Erfolgsgeschichte Beckers nachzuzeichnen, werden sie – möglicherweise – in die ganze Welt getragen.

Doch welche Pokale werden versteigert? In der Sammlung enthalten sind die Trophäen vom US Open und Daviscup. Das Gebot liegt hier bei etwa 4570 Euro. Hinzu kommen auch noch Auszeichnung von Bambi, Goldene Kamera und dem Deutschen Fernsehpreis. Besonders hohe Einnahmen erhofft sich das Auktionshaus von den Renshaws-Cups, die Becker für seinen Sieg in Wimbledon bekam.

Dass sich Becker darüber freut, dass die Auszeichnungen nun versteigert werden, ist unwahrscheinlich – im Gegenteil. Denn es sollte schon einmal geschehen – Becker hatte dagegen gekämpft.

Boris Becker pleite – Tennisstar verhinderte zunächst Auktion

Im Sommer 2018

Der mehrfache Wimbledonsieger sah durch die Auktion seine Würde verletzt.

2017 war Boris Becker von einem britischen Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden. Um Gläubiger auszuzahlen, sollten deshalb Pokale und andere Auszeichnungen, aber auch Persönliches wie Uhren und sogar eine Socke des Ex-Tennisstars versteigert werden.

Zunächst erfolgreich: Ende Juni 2018 wurde die Auktion in letzter Minute abgeblasen. Dieses Mal hatte er weniger Erfolg.

Danach entbrannte ein Streit über eine etwaige Immunität Beckers durch eine diplomatische Tätigkeit für den Staat Zentralafrika, weshalb er angeblich nicht vom Insolvenzverfahren belangt werden könne. Schließlich verlängerte ein Gericht dann aber Ende 2018 den Insolvenzstatus auf unbestimmte Zeit. (sdo/dpa)

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