Falschmeldung

Bundesregierung: Flüchtlinge erhalten kein Weihnachtsgeld

Einige Nutzer sozialer Medien fielen auf die Falschmeldung herein, dass Flüchtlinge Weihnachtsgeld bekommen sollten (Symbolbild).

Einige Nutzer sozialer Medien fielen auf die Falschmeldung herein, dass Flüchtlinge Weihnachtsgeld bekommen sollten (Symbolbild).

Foto: Thomas Trutschel / imago/photothek

Berlin  Im Internet kursiert die Falschmeldung, Flüchtlinge erhielten Weihnachtsgeld. Das sei nicht der Fall, schreibt die Bundesregierung.

Bekommen Flüchtlinge wirklich Weihnachtsgeld? Nachdem in sozialen Netzwerken eine Meldung viral ging, in der behauptet wurde, Flüchtlinge bekämen vom deutschen Staat Weihnachtsgeld, nimmt die Bundesregierung nun auf ihrer Facebook-Seite Stellung. Sie schreibt: „Flüchtlinge erhalten kein Weihnachtsgeld.“

Ursprünglich publiziert wurde die Behauptung auf dem Portal „Nachrichten.de.com“.

Dabei handelt es sich um eine Website, die eigenen Angaben zufolge „zur Unterhaltung dienen“ soll. Die Inhaber schreiben, alle Inhalte der Seite seien „frei erfunden und fiktiv“. Und sie werben damit, dass Nutzer dort „Witze“ verfassen könnten, um ihre Freunde hereinzulegen.

Flüchtlinge bekommen kein Weihnachtsgeld

Dennoch nahmen zahlreiche Nutzer die Meldung wohl ernst, teilten sie in sozialen Netzwerken, schrieben teilweise Hasskommentare darunter. Gelesen haben die Geschichte offenbar die wenigsten.

Mit dem Facebook-Beitrag versucht die Bundesregierung nun, den Gerüchten und Falschmeldungen entschieden entgegenzutreten Mehr als 2600 Mal wurde der Beitrag inzwischen geteilt.

Denn im Impressum der Homepage steht nicht nur, dass es sich um frei erfundene Inhaltehandelt, dort sind auch keine Personen aufgeführt, die die juristische Verantwortung für die Seite tragen. Die Meldung ist zudem mit Rechtschreibfehlern gespickt und verlinkt nicht auf seriöse Quellen.

Zwar wird dort behauptet, Kanzlerin Angela Merkel selbst habe gesagt, das Weihnachtsgeld sei „das mindeste (sic!) das (sic!) man für Menschen aus den Kriegsgebieten aufbringen muss.“ Dieses angebliche Zitat stammt jedoch nicht aus einem tatsächlich geführten Interview. (leve)

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