Pandemie

Corona: Variante BQ.1. – Das sind die "Höllenhund"-Symptome

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Isolationspflicht für Corona-Positive in vier Bundesländern aufgehoben

Isolationspflicht für Corona-Positive in vier Bundesländern aufgehoben

Übergangsphase von der Pandemie in Richtung Endemie: Diesen Grund nennen vier Bundesländer, die die Corona-Isolationspflicht für positiv getestete Menschen aufgehoben haben.

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Berlin.  Die Corona-Varianten BQ 1. und BQ 1.1. sollen für erhöhte Fallzahlen in Deutschland sorgen. Jetzt wurden neue Symptome entdeckt.

Die Omikron-Varianten BQ 1. und BQ 1.1. könnten die sich am schnellsten verbreitende Coronavirus-Variante werden. Die Quote der Omikron-Sublinien BQ.1 und BQ 1.1. an den aktuellen Corona-Fallzahlen steigt in den letzten Wochen auch in Deutschland stetig an.

Der Anteil von BQ.1.1 in einer Stichprobe habe vorvergangene Woche bei über acht Prozent gelegen, "was einer Vervierfachung des Anteils in den letzten vier Wochen entspricht“, schreibt das Robert Koch-Instituts (RKI) in seinem Covid-19-Wochenbericht von Donnerstagabend. BQ.1 hingegen stagnierte demnach mit einem Anteil von unter vier Prozent. Berücksichtigt man den Verzug in den RKI-Daten, ist aktuell bereits von höheren Anteilen auszugehen als im Bericht angegeben.

Nach Modellierungen der europäischen Seuchenschutzbehörde ECDC werden beide Varianten Beginn von 2023 mehr als 80 Prozent der Fälle verursachen. Welche Symptome deuten auf eine Infektion mit den Sublinien hin?

Neue Omikron-Variante nach "Höllenhund" der griechische Mythologie benannt

Die beiden Varianten haben ihren Ursprung in der Omikron-Variante BA.5, die seit Monaten für das Gros der Ansteckungen hierzulande sorgt. Inoffiziell sind BQ 1. und BQ 1.1. auch unter der Bezeichnung "Höllenhund" oder "Cerberus" bekannt. Die Namen sind eine Ableitung vom Höllenhund Kerberos aus der griechischen Mythologie.

Grund für diese Begriffswahl ist wohl vor allem die hohe Ansteckungsrate der Corona-Varianten. Nach Angaben britischer Gesundheitsbehörden sollen die Subytpen um 29 Prozent infektiöser sein als die vorherigen Varianten. Zusätzlich deuten Daten daraufhin, dass die Sublinien dazu in der Lage sind, das Immunsystem auszutricksen. Impfungen oder durchgemachte Infektionen bieten dann weniger Schutz vor einer erneuten Ansteckung.

Anzahl der schweren Krankheitsverläufe nimmt ab

Trotz dieser Eigenschaften sollen BQ 1. und BQ 1.1. aber nicht zu schlimmeren Krankheitsverläufen führen. Das RKI betont, dass "mit der Verbreitung von BQ.1.1 bisher keine Erhöhung der Krankheitslast beobachtet wird." So nahm die Zahl der schweren Verläufe laut dem Institut in letzter Zeit eher ab.

Lesen Sie auch: Corona-Variante BQ.1.1: Ausbreitung nicht mehr zu stoppen

Die sich rasch ausbreitenden Omikron-Varianten bringen auch neue Symptome mit sich. Neben den für eine Corona-Infektion typischen Anzeichen wie Halsschmerzen und Husten können laut der französischen Zeitung "L'Indépendant" auch Herzrhytmusstörungen und starke Kopfschmerzen ein Hinweis auf eine Infektion sein.

Folgende Symptome sind typisch für eine Ansteckung:

  • Allgemeines Unwohlsein
  • Grippeähnliche Symptome
  • Starke Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Gliederschmerzen
  • Schnupfen und Niesen
  • Durchfall
  • Atembeschwerden und veränderter Herzrhythmus

(rs/dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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