Corona-Impfung

Corona trotz Impfung: Diese Gruppen sind besonders gefährdet

| Lesedauer: 3 Minuten
Omikron-Subtyp BA.2 legt laut RKI weiter zu

Omikron-Subtyp BA.2 legt laut RKI weiter zu

Ein Omikron-Subtyp verunsichert viele: Ist BA.2 neuer Treibstoff für die Pandemie? Das RKI nimmt die Entwicklung in den Blick – und mahnt zum Schutz gefährdeter Gruppen angesichts geplanter Öffnungsschritte.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Impfdurchbrüche kommen immer häufiger vor. Wer hat ein besonderes Risiko, trotz Impfung an Covid-19 zu erkranken? Wie schützt man sich?

  • Erkrankt eine vollständig geimpfte Person an Corona, spricht man von einem Impfdurchbruch
  • Bei Omikron kommt es vermehrt zu solchen Impfdurchbrüchen
  • Die Wahrscheinlichkeit, schwer an Corona zu erkranken, ist bei den vollständig Geimpften viel geringer

Wenn sich Menschen trotz Corona-Impfung mit Corona inifzieren, spricht man von Impfdurchbrüchen. Unter dem Begriff versteht man Fälle, bei denen Menschen an Corona erkranken, also Krankheitssymptome der Infektion zeigen. Nicht als Impfdurchbrüche gelten sogenannte asymptomatische Verläufe bei Geimpften — also Fälle, in denen sich die geimpfte Person nachweislich infiziert hat, aber keine Symptome zeigt.

Keiner der Corona-Impfstoffe hat eine Wirksamkeit von 100 Prozent, weshalb es zu Impfdurchbrüchen kommen kann. Aktuell dominiert in Deutschland die Omikron-Variante. Erste Studienergebnisse weisen darauf hin, dass die Wirksamkeit der Covid-19-Impfstoffe gegen Omikron geringer ist als die zuvor dominierende Variante, Delta. Doch weiterhin gilt, wer geimpft und geboostert ist, reduziert das Risiko an Covid zu versterben oder auf der Intensivstation zu landen drastisch. Das RKI spricht von einem Unterschied von 90% gegenüber nicht geimpften Personen.

Das sind die häufigsten Corona-Symptome bei Geimpften:

Generell lässt sich sagen, ein Impfdurchbruch ähnelt in vielen Fällen einer Erkältung:

  • Niesen: Im Gegensatz zu Ungeimpften, bei denen Niesen oder eine laufende Nase kaum auftreten, sind diese Symptome bei Geimpften häufig.
  • Kopfschmerzen: Unter (besonders starken) Kopfschmerzen haben viele Geimpfte zu leiden.
  • Kurzatmigkeit: Dieses Symptom tritt sowohl bei Geimpften als auch bei Ungeimpften auf.
  • Angeschwollene Lymphknoten: Wie bei vielen viralen und bakteriellen Infektionen treten auch bei Geimpften mit Covid-19 angeschwollene Lymphknoten auf. Meistens schwellen die Lymphknoten am Hals, im Nacken oder in der Achselhöhle.

Corona trotz Impfung: Das sind die gefährdeten Gruppen

Das Risiko, trotz doppelter Corona-Impfung zu erkranken, ist nicht für alle Menschen gleich hoch und abhängig von der dominierenden Variante. Bei Delta galten besonders Personen mit einem geschwächten Immunsystem als gefährdet- das betrifft etwa Ältere und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, Immunschwäche oder Immunsuppression. Bei diesen Personengruppen kann es passieren, dass die Impfung nicht so gut oder gar nicht anschlägt oder kein lang anhaltender Schutz aufgebaut werden kann.

Deswegen empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) weiterhin besonders Senioren über 70 Jahren, medizinischem Personal und Pflegepersonal die zweite Corona-Auffrischimpfung. Bei gesundheitlich gefährdeten Menschen soll der zweite Booster frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischimpfung erfolgen, das Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen solle den zweiten Booster frühestens nach sechs Monaten erhalten.

Generell wird eine dritte, also Booster-Impfung, für alle Menschen empfohlen, da die derzeit vorherrschende Omikron-Variante so infektiös ist. Auch bei jungen und gesunden Menschen gibt es ein erhöhtes Risiko für Impfdurchbrüche, wenn sie auch gut vor schweren Verläufen geschützt sind.

Was kann man tun, um sich zu schützen?

Auch wenn die Corona-Impfungen generell einen sehr guten Schutz vor Infektionen, schweren Verläufen und Todesfällen bieten, bietet keines der Vakzine einen hundertprozentigen Schutz. Daher ist es auch nach einer doppelten Impfung wichtig, Hygieneregeln einzuhalten. Das können Sie tun, um sich vor einer Infektion trotz Impfung zu schützen:

  • Abstands- und Hygieneregeln einhalten
  • Mund-Nasen-Schutz tragen
  • Boosterimpfung durchführen lassen, wenn Sie dafür qualifiziert sind
  • Bei Erkältungssymptomen testen lassen - besonders, wenn man viel mit anderen Menschen zusammen ist

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Panorama

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben