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Corona-Lockdown: Wann dürfen Friseure wieder öffnen?

Haare richtig waschen - 4 absolute Don'ts

Diese 4 Gewohnheiten, sollten beim Haare waschen lieber abgelegt werden.

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Berlin  Seit 16. Dezember sind die Friseure in Deutschland geschlossen. Ist eine Öffnung in Sicht? Wie kommt man jetzt an einen Haarschnitt?

  • Kurz vor Weihnachten ging Deutschland in den harten Lockdown - auch Friseure mussten schließen
  • Wie lange die Friseure in Deutschland noch geschlossen bleiben müssen, ist noch unklar
  • Allerdings ist aufgrund der aktuellen Corona-Lage in Deutschland nicht von einer zeitnahen Öffnung auszugehen

Die Spitzen schneiden, neue Frisur ausprobieren, den Bart trimmen: All das ist derzeit höchstens vor dem heimischen Badezimmerspiegel möglich, denn die Friseursalons bleiben wegen des andauernden Corona-Lockdowns noch geschlossen.

Bereits zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie dürfen die Friseure bundesweit nicht öffnen – eine Katastrophe für die Branche. Wann ist der Gang zum Friseur wieder möglich, wie geht es der Branche, und was ist zu tun, wenn ein neuer Haarschnitt nötig ist? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Corona: Wann öffnen die Friseure wieder?

Wie lange die Friseure in Deutschland geschlossen bleiben müssen, ist noch unklar. Bund und Länder haben den Lockdown bis zum 31. Januar verlängert - und auch die Friseursalons dürfen weiterhin nicht öffnen. Auch Kosmetikstudios und ähnliche Betriebe bleiben damit bis auf Weiteres geschlossen.

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Sollte man sich im Lockdown selbst die Haare schneiden?

Angesichts geschlossener Friseursalons, wuchernder Mähnen und zahlreicher YouTube-Anleitungen ist die Versuchung groß, selbst Schere anzulegen. Davon raten Profis grundsätzlich ab. Wer es trotzdem versuchen will, sollte eine sehr gute Schere verwenden, wie Jens Dagné von der Friseurvereinigung Intercoiffure Mondial empfiehlt. Auf keinen Fall sollte eine Haushalts- oder Bastelschere verwendet werden, denn Scheren minderer Qualität quetschen die Haare und erzeugen nach weiteren ein bis zwei Wochen Spliss, so der Fachmann.

Der Schnitt sollte so simpel wie möglich sein. Experten raten deshalb, höchstens ein paar Zentimeter zu schneiden – denn was ab ist, ist ab. Die Haare sollten dabei trocken sein, denn im nassen Zustand erscheinen sie länger, wodurch der neue Schnitt schnell zu kurz wird. Eine detaillierte Anleitung finden Sie hier: Haare schneiden zu Hause – Diese Tipps helfen dabei

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Darf ein Friseur im Lockdown nach Hause kommen und Haare schneiden?

Vielen ist der Do-It-Yourself-Haarschnitt zu riskant – doch ist es eigentlich rechtlich möglich, sich den Friseur einfach nach Hause zu holen? Die Antwort ist ganz klar: Nein. Die Corona-Verordnungen der Länder sehen vor, dass die Friseurdienstleistung an sich untersagt ist, wie eine Rechtsanwältin gegenüber RTL klarstellte. Bei Missachtung würden saftige Bußgelder drohen.

Corona-Regeln: Welche Hygienevorschriften gelten beim Friseur?

Schon während des ersten Lockdowns ab März mussten die Friseure in Deutschland schließen. Danach durften sie allerdings vorübergehend wieder öffnen – sofern bestimmte Hygienevorschriften eingehalten wurden. So war beispielsweise neben dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz das Haarewaschen für alle Kunden Pflicht. Zudem waren Dienstleistungen wie Wimpern- und Augenbrauenfärben, Rasieren und Bartpflege verboten.

Friseure in der Corona-Krise: Wie geht es mit der Branche weiter?

Viele Menschen sorgen sich, ob der Friseursalon ihres Vertrauens nach der Corona-Krise noch existieren wird. Die Furcht ist berechtigt: Laut einer Befragung des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks zu den Folgen der Corona-Krise haben 70 Prozent der Friseure im Jahr 2020 Umsatzverluste von mindestens 30 Prozent befürchtet. Mehr als die Hälfte litt unter starken oder sehr starken Existenznöten.

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Nach Angaben des Verbands gibt es in Deutschland mehr als 80.000 Friseursalons mit über 240.000 Beschäftigten und rund 20.000 Auszubildenden.

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dringt darauf, dass Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise schnell und zielgenau bei Betrieben ankommen. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Viele Betriebe sind schon beim ersten Lockdown ans Eingemachte gegangen und haben ihre Eigenkapitaldecke fast aufgebraucht. Erspartes ist jetzt nahezu vollständig aufgezehrt.“ (raer/mit dpa)

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