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Corona-Maskenaffäre: Jens Spahn wehrt sich gegen Vorwürfe

Lesedauer: 64 Minuten
Schwere Vorwürfe gegen Spahn in der Maskenaffäre

Schwere Vorwürfe gegen Spahn in der Maskenaffäre

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) steht nach einem Medienbericht über fragwürdige Vorgänge rund um die massenhafte Beschaffung von minderwertigen Corona-Schutzmasken im vergangenen Jahr massiv in der Kritik. Sowohl der Koalitionspartner SPD als auch die Opposition werfen dem Minister schweres Fehlverhalten vor. of Jens Spahn

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Spahn weist die Vorwürfe um angeblich minderwertige Corona-Masken für Menschen mit Behinderung und Obdachlose zurück. Mehr im Blog.

  • RKI meldet sinkende Fallzahlen - die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt unter 25 und sinkt weiter
  • Die Slowakei startet als zweites EU-Land Corona-Impfungen mit Sputnik V
  • Jens Spahn wehrt sich gegen die Vorwürfe der SPD zur Maskenaffäre
  • Die Impfpriorisierung ist gefallen
  • Hausärzte dämpfen aber die Erwartungen der Impfwilligen, weil Termine und Impfstoff weiter rar sind
  • Im Skandal um minderwertige Masken fordert die SPD den Rücktritt von Jens Spahn, sollten sich die Vorwürfe gegen ihn bewahrheiten

Berlin. Die Impfpriorisierung ist gefallen. Ab diesem Montag können sich alle Impfwilligen in Deutschland ab 12 Jahren unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe um einen Impftermin bemühen. Gleichzeitig steigen nun auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne ein. Doch angesichts der weiterhin herrschenden Knappheit bei den Vakzinen und begrenzter Kapazitäten in Arztpraxen dürfte es weiter schwierig bleiben, einen Impftermin zu bekommen.

Dennoch gibt es Grund zur Freude. Nicht zuletzt der Impffortschritt trägt dazu bei, dass die deutschlandweite Sieben-Tage-Inzidenz kontinuierlich sinkt. An diesem Montag liegt sie zum zweiten Mal in Folge bei unter 25. Immer mehr Lockerungen sind möglich - vor allem bei Freizeit- und Urlaubsaktivitäten: Die Restaurants, Biergärten und Co. - mancherorts nicht nur die Außen-, sondern sogar die Innengastronomie, locken Besucher an, Kinos und Fitnessstudios dürfen wieder öffnen. In mehreren Bundesländern nehmen Freizeitparks den Betrieb auf. Es sieht alles nach einem entspannten Start in den Sommer aus.

Unterdessen gerät Gesundheitsminister Jens Spahn in der neuen Maskenaffäre zunehmend unter Druck. Laut einem Bericht des "Spiegels" wollte das Bundesgesundheitsministerium unbrauchbare Masken an Behinderte und Obdachlose ausgeben. Linken-Chefin Janine Wissler spricht von einem "menschenverachtenden Verhalten". Die SPD fordert Spahn indirekt zum Rücktritt auf - am Montag weist dieser die Vorwürfe allerdings entschieden zurück: "Es war übrigens eine Idee des Arbeitsministeriums selbst, mit einem Sonderkontingent an Obdachlose und Eingliederungshilfe Masken zu verteilen", so Spahn in Berlin vor den Beratungen der CDU-Spitze.

RKI meldet aktuelle Zahlen: Inzidenz wieder gesunken

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1117 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1978 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 24,3 an (Vortag: 24,7; Vorwoche: 35,1).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 22 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 36 Tote. Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Dieser Corona-Newsblog ist geschlossen. Wir halten sie aber natürlich weiter auf dem Laufenden: Hier geht es zum neuen Corona-Newsblog: Corona-Maskenaffäre: Merkel und Laschet verteidigen Spahn

Corona-News von Montag, 7. Juni: Thailand: Geimpfte sollen ohne Quarantäne ins Land dürfen

14.02 Uhr: Um den Tourismus wieder in Gang zu bringen, hat Thailand am Montag eine landesweite Massenimpfaktion gegen das Coronavirus gestartet. Das südostasiatische Land will noch in diesem Monat insgesamt etwa sechs Millionen Impfdosen verabreichen. Am Montag wurden in der Hauptstadt Bangkok 25 Impfstellen eingerichtet, unter anderem in Einkaufszentren und Supermärkten. Dort sollen täglich bis zu 70.000 Menschen geimpft werden, zumeist mit im eigenen Land produzierten Impfstoff von Astrazeneca.

Die Aktion konzentriert sich zunächst auf die Hauptstadt Bangkok und die bei Touristen beliebte Insel Phuket. Die Behörden erhoffen sich durch die Impfaktion eine Lockerung der strikten Reisebeschränkungen, beginnend auf Phuket im kommenden Monat. Ziel ist es, 70 Prozent der Bevölkerung von Phuket zu impfen und vollständig geimpften Touristen einen Aufenthalt ohne Quarantäne zu erlauben.

Stiko-Empfehlung zu Kinder-Impfungen erscheint am Donnerstag

13.42 Uhr: Die zum Thema Kinder ergänzte Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) soll am Donnerstag publiziert werden. Die neue Fassung werde dann im sogenannten Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) erscheinen, sagte eine RKI-Sprecherin am Montag auf Anfrage. Es wird erwartet, dass das Expertengremium mangels ausreichender Datenbasis keine generelle Impfempfehlung für alle Kinder ausspricht, sondern den Impfstoff zunächst vor allem etwa für vorerkrankte Kinder vorsieht. Ein Entwurf für den Stiko-Beschluss war am Freitag an Länder und Fachgesellschaften gegangen. Diese können noch Änderungen einbringen, bevor die Stiko den Beschluss fasst.

Corona-Impfungen: Fast 55 Millionen Dosen verimpft

13.28 Uhr: In Deutschland sind inzwischen 54,9 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 11.25 Uhr) sind 38 Millionen Menschen (45,7 Prozent) mindestens einmal geimpft worden, 17,7 Millionen Menschen (21,3 Prozent) sind vollständig geimpft. Am Sonntag wurden laut RKI 273.355 Dosen gespritzt.Impfwillige können sich ab diesem Montag unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen. Gleichzeitig steigen Tausende Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Montag auf Twitter: "Ab heute impfen die Betriebsärzte flächendeckend mit - das hilft, manchen Unentschlossenen besser zu erreichen."

Seit Montag hat das RKI seine Zählweise leicht verändert. Nun werden Menschen, die mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson geimpft werden, schon bei der ersten Impfung mitgezählt – vorher nur bei den vollständig Geimpften.

EM-Turnierchef: Diskussion mit deutscher Regierung über Einreise

13.05 Uhr: Die Europäische Fußball-Union UEFA setzt vor der EM weiter auf eine Lösung in der offenen Frage zur Einreise von Menschen aus England nach Deutschland. Man diskutiere "derzeit mit der deutschen Regierung" die Einreisebestimmungen angesichts der Coronavirus-Pandemie, sagte Turnierdirektor Martin Kallen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Die deutsche Regierung präsentierte uns eine Lösung. Wir haben sie noch nicht konkret auf dem Tisch. Aber klar ist: Unser Ziel muss sein, dass keine Quarantäne verordnet wird. Mit negativen Tests sollte das möglich sein."

Großbritannien gilt wegen der Verbreitung der Variante Delta (B.1.617.2), die zuerst in Indien entdeckt wurde, als Virusvariantengebiet. Aus diesen dürfen derzeit nur noch deutsche Staatsangehörige und Menschen mit Wohnsitz in Deutschland in die Bundesrepublik einreisen. Alle müssen verpflichtend für 14 Tage in Quarantäne, niemand kann sich mit einem negativen Corona-Test davon befreien. "Das könnte zum Problem werden, wenn eine Mannschaft in London gespielt hat und darauf zum Viertelfinale nach München reisen muss", sagte Kallen, Chef-Organisator der UEFA für die Endrunde.

Beirat beim Wirtschaftsministerium mahnt nach Corona-Krise Rentenreform an

12.45 Uhr: Durch die Corona-Pandemie verschlechtert sich die finanzielle Lage der Rentenversicherung in Deutschland - jetzt mahnen die wissenschaftlichen Berater von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Reformen an. Der wissenschaftliche Beirat bei dem Ministerium legte am Montag ein Gutachten vor, das längeres Arbeiten im Alter und eine Begrenzung der Rentenerhöhungen vorsieht. Wegen der bevorstehenden Verrentung der Menschen aus den Babyboomer-Jahren steuere die Rente auf einen "Finanzierungsschock" zu, sagte der Beiratsvorsitzende Klaus Schmidt bei der Vorstellung des Gutachtens. "Die Pandemie hat dazu geführt, dass der Schock früher einsetzt und dass er stärker ausgeprägt sein wird."

Schmidt äußerte sich kritisch zu den von der großen Koalition 2018 eingeführten Haltelinien. Sie legen fest, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinkt und die Beiträge nicht über 20 Prozent steigen. Bleibe es bei diesen Regelungen, müssten stark steigende Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt in die Rentenkasse fließen. "Das ginge zulasten von Zukunftsinvestitionen zum Beispiel in Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz und würde die Tragfähigkeit unseres Sozialsystems untergraben." Der Beirat hält die Koppelung des Renteneintrittsalters an die Entwicklung der Lebenserwartung für unumgänglich. "Das geschieht am besten durch eine dynamische Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung, sodass das Verhältnis der in Arbeit und in Rente verbrachten Lebenszeit konstant bleibt", sagte der Autor des Gutachtens, Axel Börsch-Supan.

Studie: Kombination von Corona-Impfstoffen verbessert Immunreaktion deutlich

12.28 Uhr: Eine Kombination der Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Biontech/Pfizer erhöht nach vorläufigen Erkenntnissen von Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes die Immunantwort des Körpers deutlich. Wie die Universität am Montag in Saarbrücken mitteilte, untersuchten die Forscher die Abwehrreaktionen von 250 Menschen in verschiedenen Testgruppen. Von diesen erhielt ein Teil beide Impfungen mit nur einem Wirkstoff. Bei anderen wurde hingegen erst Astrazeneca, dann Biontech/Pfizer verimpft. Zweifache Biontech/Pfizer-Impfungen oder kombinierte Impfungen mit den Präparaten von Astrazeneca und Biontech/Pfizer zeigten "wesentlich höhere" Wirksamkeiten als doppelte Immunisierungen mit Astrazeneca, wie die Universität mitteilte. Die Ergebnisse der Studie waren demnach allerdings noch nicht wissenschaftlich publiziert und daher zunächst lediglich als vorläufig anzusehen.

Eine Kombination der Impfstoffe führe sogar zu einer geringfügig höheren Abwehrreaktion als eine doppelte Biontech/Pfizer-Impfung allein, berichteten die Wissenschaftler weiter. Sie untersuchten im Detail die Immunantworten der Teilnehmer. Dabei stellten sie fest, dass nach Kombinationsimpfungen wie nach reinen doppelten Impfungen mit Biontech/Pfizer erheblich mehr Antikörper sowie sogenannte T-Zellen auftraten. Die Experten waren nach eigenen Angaben "überrascht" über die Deutlichkeit dieser Unterschiede. Dies sei auch der Grund für ihren Entschluss zur Publikation der zunächst vorläufigen Ergebnisse, erklärten sie laut Universität. Kämen auch andere Forscherteams zu ähnlichen Ergebnissen, sollte „intensiv“ über die regelhafte Kombination von Corona-Impfstoffen beiden Typs nachgedacht werden. Zugleich betonten sie, dass auch Menschen nach zwei Astraczeneca-Impfungen einen ausreichenden Impfschutz hätten. Eine Kombination könne aber anscheinend „das volle Potenzial“ besser ausschöpfen, das in dem Impfstoff liege.

Altmaier: Rund drei Millionen Impfungen durch Betriebsärzte im Monat

12.19 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht in der Einbeziehung der Betriebsärzte in die Impfkampagne einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus. "Das ist ein weiterer großer Fortschritt in der Impfstrategie. Die Betriebsärzte haben auf diesen Tag gewartet und sind bereit, heute loszulegen. Das wird nochmal einen deutlichen Unterschied machen", sagte der CDU-Politiker am Montag im RTL/ntv-"Frühstart". Diese Woche erhielten die Betriebsärzte rund 700 000 Impfdosen. Das sei eine beträchtliche Zahl. Sie werde wachsen, wenn sich das Impfen einspiele. Altmaier ging von rund drei Millionen Impfungen pro Monat durch Betriebsärzte bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Familienangehörigen aus.

Die Betriebsärzte starten an diesem Montag mit den Impfungen, laut Betriebsärzteverband haben rund 6300 Kollegen Impfstoff angefordert. In der ersten Woche sollen sie insgesamt 702 000 Dosen bekommen. Sie starten zunächst mit dem Präparat von Biontech/Pfizer.

Studie: Corona-Krise reduziert Rentenansprüche von Älteren kaum

12.11 Uhr: Der tiefe Wirtschaftseinbruch durch die Corona-Krise wird voraussichtlich nur relativ geringe Auswirkungen auf die Rentenansprüche älterer Beschäftigter haben. Das ist das Ergebnis einer von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach muss die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen verglichen mit einem Szenario ohne Corona-Krise einen"leichten Rückgang von etwa einem Prozent der Rentenanwartschaften" hinnehmen. Durch die Pandemie war 2020 das Bruttoinlandprodukt um fast fünf Prozent zurückgegangen. Hunderttausende Menschen verloren ihre Jobs, Millionen mussten sich zumindest zeitweise mit Kurzarbeit und reduzierten Entgelten begnügen. Dennoch seien die Auswirkungen auf die Rentenansprüche für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte jenseits der 50 zunächst moderat, betonte Johannes Geyer vom DIW Berlin.

Bundesfinanzhof fällt wegweisendes Urteil gegen Doppelbesteuerung von Renten
Bundesfinanzhof fällt wegweisendes Urteil gegen Doppelbesteuerung von Renten

Österreich verlängert Kurzarbeit - Übergangsmodell bis 2022

12.08 Uhr: In Österreich wird die Möglichkeit von Kurzarbeit wegen der Corona-Krise verlängert. Ab Juli würden zwei Modelle angeboten, teilten Regierung und Sozialpartner am Montag mit. Für besonders von der Pandemie betroffene Branchen mit mindestens 50 Prozent Umsatzausfall wie die Stadthotellerie und die Luftfahrt sollen bis Jahresende im wesentlichen dieselben Bedingungen wie bisher gelten - das heißt, die Arbeitszeit kann bis auf null Prozent sinken. Ein Übergangsmodell für die anderen Wirtschaftsbereiche sieht eine um 15 Prozent reduzierte Förderhöhe vor, die von den Unternehmen zugunsten der Beschäftigten auszugleichen sind. Außerdem gibt es weitere Auflagen wie eine Woche Urlaubsabbau für je zwei Monate Kurzarbeit. Dieses Modell soll bis Sommer 2022 gelten.

130.000 neue Corona-Impftermine in Berlin

12.04 Uhr: Berlin will mit Aufhebung der Impfpriorisierung an diesem Montag rund 130.000 zusätzliche Corona-Erstimpfungstermine freischalten. Damit sei bereits am Sonntag begonnen worden, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Tatsächlich konnten am Montag über die Telefon-Hotline Impftermine für Anfang Juli gebucht werden. Kalayci sagte: "Besser wäre natürlich, wenn es mit mehr Impfstoff einherginge. So eröffnen sich nur begrenzte Spielräume für Impfangebote in den Impfzentren." Trotz deutlich gesunkener Corona-Ansteckungszahlen lehnt Kalayci weitere umfassende Lockerungen der Corona-Regeln in der nächsten Zeit ab, etwa bei der Abstands- und Maskenpflicht in vielen Bereichen. Zuerst müsse man sehen, wie sich die aktuellen Lockerungen

Spanien nun offen für Geimpfte und Kreuzfahrtschiffe

11.47 Uhr: Spanien erleichtert die Einreise von Touristen im Zuge der positiven Entwicklung der Corona-Lage immer mehr. Seit Montag dürfen internationale Kreuzfahrtschiffe nach knapp einjähriger Zwangspause wieder in spanischen Häfen anlegen. Und vollständig geimpfte Besucher aus aller Welt dürfen erstmals ohne Corona-Beschränkungen ins Land. Für nicht Geimpfte herrscht eine Testpflicht - seit Montag sind aber auch Antigentests zugelassen. Lediglich Besucher aus Brasilien, Indien und Südafrika dürfen weiterhin nicht zu touristischen Zwecken in Spanien einreisen.

Slowakei startet Impfungen mit Sputnik V

11.32 Uhr: Als zweites EU-Land nach Ungarn hat die Slowakei mit der Verabreichung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V begonnen. Als Erster erhielt ein Mann aus der Industriestadt Zilina die Spritze, wie der Sender TA3 am Montag berichtete. "Ich habe wirklich auf Sputnik gewartet", sagte der Slowake, der in christlicher Pilgertracht erschien. Russland habe eine lange Tradition bei der Impfstoffentwicklung.

Die Slowakei setzt den Vektorimpfstoff trotz fehlender Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA ein. Ex-Regierungschef Igor Matovic hatte 200.000 Dosen des Wirkstoffs aus Russland gekauft. Die Kontroverse über seinen Alleingang trug zu seinem Sturz als Ministerpräsident bei. Der Impfstoff soll zunächst nur für Menschen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren verwendet werden. Das Angebot ist freiwillig.

Nach Medienberichten bleibt das Interesse an einem Impftermin mit Sputnik V bisher weit hinter den Erwartungen zurück. Matovic, der derzeit Finanzminister ist, machte dafür eine "niederträchtige Kampagne" verantwortlich. In der Slowakei werden derzeit hauptsächlich die Impfstoffe von Pfizer-Biontech und Moderna verabreicht. Seit Beginn der Pandemie gab in dem Land mit knapp 5,5 Millionen Einwohnern mehr als 12.000 Corona-Todesfälle.

Lockerung verbessert Verbraucherstimmung

11.04 Uhr: Die rückläufigen Corona-Infektionszahlen und die Lockerung von Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie haben die Verbraucherstimmung im Juni verbessert. Das geht aus dem Konsumbarometer hervor, das der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag in Berlin veröffentlichte. Dieses verzeichnete im Juni den vierten Monat in Folge ansteigende Werte.

Allerdings lässt die Konsumdynamik laut HDE etwas nach. Auch wenn in vielen Regionen wieder Geschäfte und Restaurants unter Hygieneauflagen geöffnet sind, hielten sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin zurück. Ihre Anschaffungsneigung gehe im Vergleich zum Vormonat sogar leicht zurück, während ihre Sparneigung etwas zulege.

Die Konsumdynamik bleibt demnach aber auf hohem Niveau. Auch äußerte der HDE die Erwartung, dass diese im Sommer insbesondere im Freizeit- und Tourismusbereich an Fahrt gewinnen werde.

Warnungen vor Aufhebung der englischen Corona-Maßnahmen nehmen zu

10.49 Uhr: Zwei Wochen vor der geplanten Aufhebung aller Corona-Maßnahmen in England nehmen die Warnungen von Wissenschaftlern zu. "Ganz zurück zur Normalität zurückkehren, ist sicher nicht im allgemeinen Interesse", sagte der Immunologe Ravindra Gupta von der Universität Cambridge am Montag der BBC. Er sprach sich "für ein paar Wochen eher als ein paar Monate" aus, um die die verbliebenen Restriktionen verlängert werden sollten. Die britische Regierung plant bisher, am 21. Juni alle Maßnahmen aufzuheben. Dann sollen auch Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen. Wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante erwägt Premierminister Boris Johnson, die Lockerungen auszusetzen. Am 14. Juni soll eine Entscheidung verkündet werden. Gastronomie, Wirtschaft und konservative Politiker drängen darauf, den Plan einzuhalten.

Ministerium: Nach Enthüllung sanken gemeldete Testcenter-Zahlen

10.30 Uhr: Bei einem Testcenter-Betreiber in Düsseldorf, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts ermittelt, sind die gemeldeten Zahlen an Tests seit der Enthüllung der mutmaßlichen Praktiken "deutlich eingebrochen", wie es in einem Bericht des Gesundheitsministeriums an den Landtag heißt. "Dies deutet durchaus auf ein tatsächlich illegales Vorgehen hin", so das Ministerium. Die Landesregierung beruft sich auf Zahlen der Kommunen, "die gerade die in den Medien erwähnten Teststellenbetreiber direkt genauer untersucht haben". Ein ähnliches Absinken der Testzahlen habe es bei den landesweiten Testzahlen nicht gegeben - "so dass derzeit nicht davon auszugehen ist, dass eine große Anzahl von Teststellen bei den Zahlen vor der Medienberichterstattung in großem Umfang manipuliert hat (und dann durch die Medienberichterstattung "kalte Füße bekommen" hatte)".

Spahn: Masken-Kontingent an Obdachlose Idee des Arbeitsministeriums

10.04 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Vorwürfe aus SPD und Opposition um angeblich minderwertige Corona-Masken für Menschen mit Behinderung und Obdachlose erneut scharf zurückgewiesen. "Es war übrigens eine Idee des Arbeitsministeriums selbst, mit einem Sonderkontingent an Obdachlose und Eingliederungshilfe Masken zu verteilen", sagte Spahn am Montag in Berlin vor Beratungen der CDU-Spitze, die teils in Präsenz und teils wegen der Corona-Pandemie online organisiert worden waren.

Entscheidend sei, dass es bei allem, was die Regierung tue, um Masken gehe, die sicher seien und den Infektionsschutz gewährleisteten, sagte Spahn. Genau darauf hin seien alle Masken, die verteilt worden seien, geprüft worden. Es seien im vergangenen Jahr Millionen von Masken gleichen Typs auch durch die Länder verteilt worden und hätten Schutz geboten. Auch jene Masken, um die es gehe, seien nachweislich geprüft worden. Sie hätten zwar keine EU-Zertifizierung, seien aber beim Infektionsschutz sicher - "und das ist das Entscheidende".

Auf die Frage, ob es auch ein Vorschlag des Arbeitsministeriums gewesen sei, nicht zertifizierte Masken zu verteilen, sagte Spahn, Millionen von Masken seien Krankenhäusern, Ärzten und der Pflege zur Verfügung gestellt worden. Als Masken dann zur Verfügung gestanden hätten, habe man dies erweitern können auf Kommunen und Landkreise - und auch auf Einrichtungen der Eingliederungs- und der Obdachlosenhilfe. "Als die Idee aufkam, haben wir natürlich gesagt: Klar, sofort und gerne."

Dann habe man "miteinander geschaut, welche Masken dafür in Frage kommen. Und das waren eben aus unserer Sicht auch diese Masken, die den Infektionsschutz gewährleisten." Man habe sich darauf geeinigt, diese Masken nochmals zusätzlich auf bestimmte Arbeitsschutzaspekte zu überprüfen, sagte Spahn weiter. Es habe sich aber herausgestellt, dass dies Monate dauern würde - "und uns ging es um eine schnelle Hilfe". Deswegen habe man am Ende FFP2-Masken im Auftrag des Ministeriums in Deutschland produziert und an die Einrichtungen versandt.

Chinas Außenhandel setzt Erholung nach Corona-Einbruch fort

9.50 Uhr: Chinas Außenhandel hat im Mai erneut zugelegt. Wie die Pekinger Zollbehörde am Montag mitteilte, stiegen die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 27,9 Prozent auf 263,9 Milliarden US-Dollar (etwa 216,9 Milliarden Euro). Die Importe machten einen Sprung um 51,1 Prozent auf 218,4 Milliarden Dollar. Die außergewöhnlich hohen Zuwächse im Vorjahresvergleich erklären sich zum Teil damit, dass der Welthandel wegen der Corona-Pandemie damals stark eingebrochen war. Zwar geht es nun bereits seit Monaten für den Außenhandel weiter bergauf, jedoch hatten Analysten für den Mai im Durchschnitt mit einer noch stärkeren Erholung gerechnet.

Bericht: Deutscher Gruppengegner Portugal muss vorerst in Quarantäne

9.32 Uhr: Nach dem positiven Corona-Befund bei Spaniens Nationalmannschaftskapitän Sergio Busquets muss sich einem Bericht der "As" zufolge auch die portugiesische Auswahl vorerst in Quarantäne begeben. Die Dauer soll dem spanischen Sportblatt zufolge bis zu zwölf Tage betragen. Eine offizielle Bestätigung vonseiten des portugiesischen Fußballverbandes oder der UEFA gab es dafür am Montag zunächst nicht.

Corona-Lockerungen in Irland: Außengastronomie und Kinos öffnen

9.10 Uhr: In Irland sind seit Montag weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. Restaurants, Kneipen und Cafés dürfen ihre Gäste nun wieder bedienen - zunächst aber nur im Freien. Mehr als 4000 Pubs öffnen, viele sind in den kommenden Tagen ausgebucht. Fitnessstudios, Schwimmbäder und Freizeitzentren sind ebenso wieder im Betrieb wie Kinos, Theater und Freizeitparks. Tausende Menschen kehren damit nach Monaten im Homeoffice oder in Kurzarbeit in ihre Arbeitsstätten zurück. Mehrere Straßen etwa in der Hauptstadt Dublin wurden vorübergehend zu Fußgängerzonen erklärt, um volle Bürgersteige zu vermeiden.

Auch für Feiern und private Treffen gelten nun neue Regeln. Zu Hochzeiten sind nun 25 Gäste zugelassen, zu offiziellen Veranstaltungen im Freien bis zu 100 Menschen. Auch für geschlossene Räume gibt es Änderungen: Ein ungeimpfter Haushalt darf nun einen ebenfalls ungeimpften Haushalt empfangen. Weitere Lockerungen wie die Öffnung der Innengastronomie sowie deutlich mehr Teilnehmer an privaten Feiern oder Gottesdiensten sind vom 5. Juli an geplant - wenn die Corona-Lage dies zulässt.

Ifo-Schätzung: 2,3 Millionen Kurzarbeiter im Mai

8.44 Uhr: Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im Mai nach Schätzung des Ifo-Instituts auf 2,3 Millionen gesunken. Das wären noch 6,8 Prozent der Arbeitnehmer, wie die Münchner Ökonomen am Montag mitteilten. Weit überdurchschnittlich waren die Zahlen noch im Gastgewerbe mit geschätzt 489.000 Kurzarbeitern, das wäre ein Anteil von 46 Prozent. Im Einzelhandel war der Anteil der Kurzarbeit demnach mit 9,3 Prozent und 227 000 Beschäftigten ebenfalls noch überdurchschnittlich hoch. In der Industrie hingegen ging die Kurzarbeit zurück.

ARD und ZDF: Kein EM-Kommentator in Großbritannien

7.52 Uhr: Die Corona-Pandemie wirkt sich bei den Fernsehsendern auch auf die Einsatzplanung für die Kommentatoren der Fußball-Europameisterschaft aus. Der ARD-Reporter Gerd Gottlob wird am kommenden Sonntag die Partie England gegen Kroatien nicht aus dem Stadion in London kommentieren, wie EM-Organisator Steffen Simon der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Der Kommentator des Ersten wird demnach im Studio in Köln arbeiten. Die Hörfunkreportage komme hingegen aus London, weil sich der Reporter Armin Lehmann vorab in eine Quarantäne begeben habe, erklärte Simon.

Ähnliche Probleme für die TV-Kommentatoren gibt es beim Zweiten. "Ich gehe nach dem derzeitigen Stand davon aus, dass wir nicht in London und Glasgow vor Ort sein werden", sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann. "Wenn sich die Quarantäne-Bedingungen nicht ändern, müssen wir aus dem Studio kommentieren." Betroffen ist davon Live-Reporter Martin Schneider und Co-Kommentator Hanno Balitsch, die am 18. Juni in Glasgow die Partie von Kroatien gegen Tschechien kommentieren sollten. Für die anschließende Partie von England gegen Schottland in London steht Oliver Schmidt auf dem Plan.

Spanischer Kapitän Busquets positiv auf Coronavirus getestet

7.52 Uhr: Der spanischen Fußball-Nationalmannschaft droht der Ausfall von Kapitän Sergio Busquets für die EM. Der 32-Jährige vom FC Barcelona wurde am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet, wie der spanische Verband am Abend mitteilte. Alle weiteren Spielern seien negativ getestet worden, Busquets habe das Trainingslager in Las Rozas bereits verlassen. Ob der Mittelfeldspieler an Covid-19-Symptomen leidet, wurde zunächst nicht bekannt.

Betriebsärzte-Verband: Große Nachfrage in Firmen nach Impfungen

7.35 Uhr: In den Unternehmen gibt es aus Sicht der Betriebsärzte ein großes Interesse an Corona-Schutzimpfungen. "Wir sind zunächst mal froh, dass es jetzt endlich losgeht, weil die Nachfrage aus den Betrieben ist groß. Daher freuen wir uns", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, am Montag im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2). Allerdings sei die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen noch "überschaubar klein". Die Betriebsärzte starten an diesem Montag mit den Impfungen, laut Panter haben rund 6300 Kollegen Impfstoff angefordert. In der ersten Woche sollen sie insgesamt 702.000 Dosen bekommen. Sie starten zunächst mit dem Präparat von Biontech/Pfizer. Panter riet, in den Betrieben wegen der geringen Mengen zunächst die am stärksten gefährdeten Kollegen zu impfen.

Dauerhafte Homeoffice-Arbeit kann beim Klimaschutz helfen

7.31 Uhr: Würden mehr Menschen dauerhaft im Homeoffice arbeiten, ließen sich dadurch oft klimaschädliche CO2-Emissionen einsparen. Dabei spielen die genauen Arbeits- und Lebensumstände aber eine entscheidende Rolle, genau wie die Jahreszeit. Das geht aus einer Untersuchung der britischen Umweltschutz-Organisation Carbon Trust im Auftrag des Vodafone-Instituts hervor. Die Corona-Krise und der damit verbundene Wechsel ins Homeoffice hat demnach deutliche Spuren in der CO2-Bilanz der deutschen Wirtschaft hinterlassen: Davon ausgehend, dass im Schnitt 18,4 Millionen Menschen zwischen März 2020 und März 2021 rund 3,5 Tage pro Woche im Homeoffice arbeiteten, schrumpfte der CO2-Fußabdruck jedes einzelnen Berufstätigen um 72 Prozent.

Grund für die bessere CO2-Bilanz sind einmal Einsparungen durch weniger Pendelei, deutlich schwerer wiegt aber der gesunkene Energieverbrauch durch nicht mehr oder reduziert betriebene Büros. Dieser Faktor wurde den Angaben zufolge durch sogenannte Rebound-Effekte, also den gleichzeitigen Mehr-Energieverbrauch in der Heimarbeit, nicht ausgeglichen.

Kinder- und Jugendbücher profitieren von Corona-Krise

7 Uhr: Im Corona-Jahr 2020 haben die meisten Bereiche des Buchmarktes rückläufige Umsätze verzeichnet - doch an Kinder- und Jugendbüchern ging die Flaute vorbei. Sie verzeichneten nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verglichen mit 2019 ein Umsatzplus von 4,7 Prozent. Hingegen gingen Belletristik sowie Bücher zu den Themen Geisteswissenschaften, Kunst und Musik um 1,6 beziehungsweise 0,3 Prozent zurück. Größter Verlierer waren Reisebücher mit einem Einbruch von 26,1 Prozent. Neben Kinder - und Jugendbüchern waren dem Börsenverein zufolge Kochbücher Gewinner der Krise mit einem Plus von 7,6 Prozent. Insgesamt schloss der Buchmarkt 2020 mit einem um 2,3 Prozent rückläufigen Umsatz ab.

Auch im laufenden Jahr 2021 erfreuen sich Kinder- und Jugendbücher großer Beliebtheit. Zwischen Januar und April beläuft sich das Umsatzwachstum auf 8,2 Prozent. Nach groben Schätzungen des Börsenvereins in Frankfurt werden jedes Jahr für über eine Milliarde Euro Bücher für Kinder und Jugendliche gekauft. Im Jahr 2019 gab es fast 8000 Erstauflagen.

Spanien öffnet Grenzen für geimpfte Reisende aus aller Welt

6.32 Uhr: Spanien öffnet am Montag seine Grenzen für geimpfte Reisende aus aller Welt. Gegen das Coronavirus geimpfte Menschen „und ihre Familien“ seien im Land willkommen und zwar unabhängig von ihrem Herkunftsland, hatte die Regierung in Madrid Ende Mai erklärt. Auch ausländische Kreuzfahrtschiffe dürfen ab Montag wieder in spanischen Häfen anlegen.

Die Tourismusbranche des Landes setzt nach monatelangem Corona-Lockdown auf das Sommergeschäft. Die Regierung hofft in diesem Jahr auf 45 Millionen ausländische Besucher. Spanien ist nach Frankreich das zweitbeliebteste Reiseziel der Welt und verzeichnete 2019 nach offiziellen Angaben 83,5 Millionen ausländische Besucher. Im vergangenen Jahr brach die Zahl um 77 Prozent ein.

Quarantäne in Dresdener Hochhaus teilweise aufgehoben

5.02 Uhr: Die für ein Hochhaus in Dresden angeordnete Quarantäne nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers ist teilweise aufgehoben. Demnach endete die Quarantäne für alle Bewohnerinnen und Bewohner mit negativem Testergebnis und ohne engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person. Hingegen müssen alle positiv Getesteten oder jene, die als enge Kontaktpersonen gelten, die Quarantäne fortsetzen. Sieben Bewohner des Hochhauses waren positiv getestet worden.

Masken-Affäre: Esken dringt auf Rücktritt des Gesundheitsministers

3.45 Uhr: In der Affäre um angeblich minderwertige Corona-Masken für Obdachlose und Behinderte verstärkt SPD-Chefin Saskia Esken den Druck auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Sollten sich die Vorwürfe gegenüber Jens Spahn und dem Bundesgesundheitsministerium bewahrheiten, ist er in seinem Amt nicht mehr haltbar", sagte dieser Redaktion.

Schwere Vorwürfe gegen Spahn in der Maskenaffäre
Schwere Vorwürfe gegen Spahn in der Maskenaffäre

"Das Verhalten von Jens Spahn ist menschenverachtend. Wer minderwertige Masken an Menschen mit Behinderung, Obdachlose und Pflegeeinrichtungen verteilen will, um sein Versagen zu kaschieren, handelt respektlos."

Hausärzte dämpfen Erwartung an das Ende der Impfpriorisierung

1.28 Uhr: Die deutschen Hausärzte haben die Erwartungen an das Ende der Impfpriorisierung an diesem Montag gedämpft: Für viele werde der 7. Juni ein Tag wie viele andere seit Beginn der Impfkampagne sein, sagte Ulrich Weigelt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, dieser Redaktion. Der Impfstoff sei "noch immer zu knapp für die hohe Nachfrage und wird auch weiterhin zu unzuverlässig geliefert".

Gleichzeitig werde mit der Aufhebung der Priorisierung und der Ankündigung der Kinder- und Jugendimpfungen die Nachfrage noch zunehmen. "Aber das Setting wird das Gleiche bleiben: Wir impfen, so viel wir eben können." Um Enttäuschungen unter den Impfwilligen zu vermeiden, sollten sich die Ankündigungen der Politik künftig stärker an der tatsächlichen Umsetzbarkeit der Impfkampagne orientieren und weniger am beginnenden Bundestagswahlkampf, forderte Weigeldt.

Sonntag, 6. Juni: Lockerungen in Großbritannien könnten sich wegen Mutation verzögern

21.48 Uhr: Wegen der inzwischen in Großbritannien dominierenden Delta-Variante könnte sich die geplante Aufhebung der noch bestehenden Corona-Beschränkungen verzögern. Dies räumte Gesundheitsminister Matt Hancock ein. Er schließe auch nicht aus, dass Maßnahmen wie Maskentragen an öffentlichen Orten und Homeoffice beibehalten werden könnten. Die Delta-Mutante sei im Vergleich zu bestehenden Virusvarianten im Königreich um 40 Prozent ansteckender, erklärte Hancock.

Der Optimismus, dass sich Großbritannien quasi aus der Pandemie herausimpfen kann, bekam in den vergangenen Wochen einen Dämpfer. Denn die Zahl der Neuinfektionen steigt wieder, wofür die zuerst in Indien festgestellte Variante verantwortlich gemacht wird. Mehr als 12.400 Fälle dieser Mutante sind im Königreich gezählt worden. Am Freitag verzeichnete Großbritannien rund 6240 neue Corona-Fälle - die höchste Zahl seit Ende März. Am Samstag waren es 5765. Heute teilten Behörden mit, dass ab kommender Woche Bürger unter 30 Jahren ein Impfangebot erhalten sollen. Damit erhofft sich die britische Regierung den Anstieg von Neuinfektionen eindämmen zu können.

Randale in Innenstädten - Hunderte treffen sich zum Feiern

20.39 Uhr: Randale und illegale Partys haben auch an diesem Wochenende wieder in einigen Städten die Polizei beschäftigt, mehrere Beamte wurden verletzt. In Nürnberg randalierten in der Nacht zum Samstag mehrere Dutzend Menschen. Polizisten wurden mit Flaschen beworfen, mehrere Beamte wurden verletzt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte: "Die Aggressivität und Intoleranz, die wir hier erlebt haben, machen mich fassungslos."

Nach Schließung der Außengastronomie um 23 Uhr habe sich die Stimmung unter den verbliebenen Menschen auf einem Platz in der Stadt immer mehr aufgeheizt, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei setzte schließlich Stöcke und Pfefferspray ein, nahm 13 Menschen in Gewahrsam und leitete Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Steinmeier: "In einer nächsten Pandemie muss vieles anders laufen"

18.25 Uhr: Bei einer Wanderung im Grenzgebiet zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern über die Auswirkungen der Corona-Pandemie geführt. An vier Stationen sprach Steinmeier am Sonntag unter anderem mit Gastronomen und Künstlern. "In einer nächsten Pandemie muss vieles anders laufen", sagte der Bundespräsident etwa im Gespräch mit Gastronomen in einem Ausflugslokal in Lübeck.

Die Gastwirte beklagten unter anderem die Kommunikation, die oft unklar oder sogar widersprüchlich gewesen sei. Eine Hotelbesitzerin sagte, der sogenannte Progressionsvorbehalt im Steuerrecht brächte viele Mitarbeiter aus der Gastronomie in Existenznöte, weil ihr Kurzarbeitergeld zum Jahreseinkommen hinzugerechnet werde. "Das sind ja nun wirklich keine Großverdiener", sagte sie. Steinmeier sagte zu, das Problem im Bundesfinanzministerium anzusprechen.

Polizei löst Partys auf Mallorca auf

17.40 Uhr: Die Einreise nach Spanien wird einfacher: Ein PCR-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. Nun kehren die Touristen nach Mallorca zurück.

Große Impfbereitschaft bei jungen Menschen in Deutschland

14.54 Uhr: Die Bereitschaft jüngerer Menschen in Deutschland zu einer Corona-Impfung ist laut einer Umfrage grundsätzlich hoch. Nach den Ergebnissen der im April durchgeführten Befragung würden sich 58 Prozent der 16- bis 26-Jährigen impfen lassen, wenn sie am nächsten Tag ein Impfangebot bekämen. Die Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der TUI Stiftung lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 47 Prozent dieser Impfwilligen würden sich "ohne jeden Zweifel" impfen lassen, 9 Prozent "mit einem schlechten Gefühl".

Eva Herzig: ARD-Rolle wegen Impfverweigerung verloren?

14.41 Uhr: Eva Herzig ist seit 2018 in der ARD-Reihe "Steirerkrimi" in der Rolle der Spurensicherungs-Expertin Eva Menz zu sehen. In Zukunft gehört sie aber offenbar nicht mehr zum Cast: Die österreichische Schauspielerin soll laut "Bild am Sonntag" in den kommenden Folgen nicht mehr dabei sein. Als Grund für ihr unfreiwilliges Aus bei der Krimireihe führt Herzig die Weigerung an, sich gegen Corona impfen zu lassen.

Bartsch: Kanzlerin Merkel soll sich "umgehend" zu neuer Maskenaffäre positionieren

13.36 Uhr: Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, zu Berichten über die massenhafte Beschaffung minderwertiger Corona-Schutzmasken und deren geplante Verteilung an Obdachlose, Menschen mit Behinderung oder Hartz-IV-Empfänger Stellung zu beziehen. "In der kommenden Woche erwarte ich eine Regierungserklärung zu diesem unfassbaren Vorgang und umgehend eine Positionierung der Bundeskanzlerin", sagte Bartsch unserer Redaktion. "Es ist noch ihre Regierung." Bartsch bezeichnete entsprechende Pläne im Gesundheitsministerium von Jens Spahn (CDU) als schwere Missachtung von Artikel 1 des Grundgesetzes, wonach die Würde des Menschen unantastbar ist.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Vorwürfe um angeblich minderwertige Corona-Masken zurückgewiesen. Die Schutzmasken, um die es in der aktuellen Diskussion gehe, seien intensiv geprüft und hätten alle nötigen Eigenschaften, sagte Spahn am Sonntag in Berlin laut einer Mitteilung.

Obdachlosenvertreter reagieren empört auf Maskenaffäre

12.42 Uhr: Obdachlosenvertreter haben mit Empörung und Unverständnis auf Medienberichte reagiert, nach denen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unzureichend getestete Masken an Obdachlose verteilen wollte. "Wohnungslose Menschen sind und waren in der Pandemie besonders gefährdet", sagte die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW), Werena Rosenke, dieser Redaktion. Sie lebten in eng belegten Gemeinschaftsunterkünften, das Leben auf der Straße mache krank, viele litten an Mehrfacherkrankungen.

"Diese Menschen hätten schnell mit sicheren Masken ausgestattet werden müssen", sagte Rosenke. Mit der Verteilung schlecht geprüfter Masken wäre das Gegenteil passiert: "Man hätte wohnungslose Menschen und mit ihnen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in Hilfeangeboten wissentlich zusätzlich gefährdet. Denn mit diesen schadhaften Masken wäre ihnen eine falsche Sicherheit vorgegaukelt worden. Das ist verwerflich."

Impfreihenfolge wird aufgehoben - was ab Montag gilt

11.42 Uhr: Die Impfpriorisierung wird ab morgen aufgehoben. Bei vielen steigt jetzt die Hoffnung auf den schützenden Pieks. Doch so schnell wird es nicht gehen - der Impfstoff ist noch immer knapp. Vielerorts sind die Impfzentren und Arztpraxen mit der Vergabe von Zweitimpfungen ausgelastet. Was sich nun ab Montag ändert und wann Sie zu Ihrer Impfung kommen könnten, lesen Sie hier.

Bericht: Gesundheitsministerium will Vergütung von Corona-Schnelltests senken

10.16 Uhr: Wegen Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung und Qualität der Corona-Schnelltests plant das Bundesgesundheitsministerium einem Bericht zufolge eine Neufassung der Testverordnung. Diese sehe eine Reduzierung der Vergütung für die Tests vor, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf ein neues Eckpunktepapier. Darin heißt es, die "Vielzahl an unterschiedlichen Vergütungsmöglichkeiten und die Höhe der derzeitigen Vergütungen" biete "Anreize für strategisches Verhalten".

Ein erster Entwurf der neuen Testverordnung soll demnach bereits Anfang nächster Woche vorgelegt werden. Ziel sei es, "die unterschiedlichen Vergütungsoptionen zu vereinheitlichen und in der Höhe anzupassen". Demnach soll die Vergütung der Abstrichnahme auf acht Euro (aktuell bis zu 15 Euro) festgelegt werden. Sachkosten sollen nur noch mit einer Pauschale von drei Euro (bisher bis zu sechs Euro) erstattet werden.

Gesundheitsminister korrigiert Impfprognose nach unten

10.04 Uhr: Angesichts der Aufhebung der Impfpriorisierung am Montag hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bürger um mehr Geduld gebeten und gleichzeitig seine Impfprognose nach unten korrigiert. "80 Prozent der impfwilligen Erwachsenen werden bis Mitte Juli mindestens einmal geimpft sein", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". Bei der Talkshow "Anne Will" vergangene Woche hatte Spahn noch von 90 Prozent bis Mitte Juli gesprochen.

Zur Aufhebung der Impfreihenfolge sagte der Minister: "Nicht alle können gleichzeitig am Montag einen Termin bekommen." Er bitte daher um "Nachsicht mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Arztpraxen und Impfzentren". Noch sei nicht genug Impfstoff für alle da. Aber bei der Wartezeit auf den Impftermin gehe es "jetzt um Wochen, nicht um Monate", betonte Spahn.

Intensivmediziner sehen allmählich Entlastung der Kliniken

9.50 Uhr: Die Belastung in den Kliniken hat sich zuletzt aus Sicht der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) klar verbessert. "Auf den Stationen ist deutliche Entspannung zu spüren", sagte der DIVI-Präsident Gernot Marx dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntagsausgaben). Die Corona-Krise sei "noch nicht geschafft, geht aber in die richtige Richtung".

Diese Woche würden rund 2000 an Covid-19 erkrankte Patientinnen und Patienten behandelt - ein Stand, der laut Marx zuletzt Anfang November vergangenen Jahres gemeldet wurde. Die Intensivbetten seien aber weiterhin konstant ausgelastet, weil abgesagte Operationen nun nachgeholt werden müssten.

Keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen zur EM geplant

9.36 Uhr: Angesichts der Corona-Pandemie sind in deutschen Städten bislang keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen zur Fußball-Europameisterschaft geplant. In Biergärten und Restaurants können Menschen das Turnier, das am Freitag (11. Juni) beginnt, jedoch an vielen Orten verfolgen. In Berlin vor dem Brandenburger Tor, wo bei vergangenen Turnieren Menschenmassen der deutschen Nationalmannschaft die Daumen drückten, wird es in diesem Jahr keine Fanmeile geben. Ein Sprecher des zuständigen Bezirksamtes Mitte sagte der dpa, dass es keine Anträge für Public Viewing im Bezirk gegeben habe - auch nicht für das Brandenburger Tor.

Auch in vielen anderen Städten waren nach Angaben der Behörden keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen geplant. In Hamburg wird es das normalerweise übliche große Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld nach Angaben der Wirtschaftsbehörde nicht geben. München, einziger deutscher Spielort bei dieser EM, hat sich dazu entschlossen, die Vorbereitungen für die geplante "Fan Zone" im Münchner Olympiapark nicht weiter zu verfolgen.

Tierheime befürchten Abgabewelle von Tieren nach Lockdown

9.15 Uhr: Viele Tierheime befürchten eine Abgabewelle von in der Corona-Pandemie angeschafften Haustieren, wenn der Alltag mit Bürotagen und Urlaubsreisen wieder einkehrt. "Grundsätzlich sind Tieraussetzungen und Abgaben bei uns im Tierheim Alltag, beides findet aber noch nicht mehr als sonst statt", sagte der Sprecher des Hamburger Tierheims, Sven Fraaß, der dpa. Die Zahlen stiegen aber sicherlich noch, wenn das Homeoffice beendet ist und Reisen wieder möglich sind.

"Da befürchten wir tatsächlich eine große Abgabewelle und viele ausgesetzte Tiere", sagte Fraaß. Dabei wird es sich nach Angaben von Fraaß sicherlich vornehmlich um Online-Käufe handeln, "denn dann steht das schnelle Geld im Fokus". Das Tierheim - in dem die Anfragen nach einem Tier während der Pandemie deutlich gestiegen sind - vermittele ja weiter mit Fragen und bitte, wenn nötig, um weitere Besuche. "Da sind Fehlvermittlungen seltener."

Schwere Vorwürfe gegen Spahn in neuer Maskenaffäre

7.55 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) steht nach einem Medienbericht über fragwürdige Vorgänge rund um die massenhafte Beschaffung von minderwertigen Corona-Schutzmasken im vergangenen Jahr massiv in der Kritik. Sowohl der Koalitionspartner SPD als auch die Opposition werfen dem Minister schweres Fehlverhalten vor. Der SPD-Ko-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans forderte in der "Bild am Sonntag" CDU-Chef Armin Laschet auf, Spahn von seinem Posten zu entbinden. Grüne und FDP forderten sofortige Aufklärung. Das Gesundheitsministerium verteidigte Spahns Vorgehen.

Hintergrund ist ein "Spiegel"-Bericht vom Freitag. Demnach hatte das Bundesgesundheitsministerium im Frühjahr 2020 für schätzungsweise eine Milliarde Euro unbrauchbare Masken gekauft. Diese seien - auch nach den damals geltenden Sonderregeln der EU - nicht frei verkehrsfähig gewesen und hätten daher vor ihrem Einsatz im Labor überprüft werden müssen. Das Gesundheitsministerium habe zwischenzeitlich vorgehabt, solche Masken an Obdachlose, Behinderte oder Hartz-IV-Empfänger zu verteilen, berichtete das Magazin weiter. Das für die Maskensicherheit zuständige Arbeitsministerium unter SPD-Führung habe dem seine Zustimmung verweigert.

"Es ist unwürdig und menschenverachtend, wenn ein Gesundheitsminister Menschen in zwei Klassen einteilt, nämlich die mit Anspruch auf qualitätsgeprüfte Masken und die, für die absolut untaugliche Masken gut genug sind, um ihr Leben eben nicht zu schützen", sagte Walter-Borjans der "BamS". "Wenn das einem Minister der SPD einfiele, wüssten wir, was zu tun ist." Er forderte Laschet auf, zu überdenken, ob dieses "skandalöse Vorgehen von Jens Spahn für eine Partei mit einem christlichen Etikett noch tragbar ist".

SPD-Ko-Vorsitzende Saskia Esken warf Spahn im "Tagesspiegel" (Sonntagsausgabe) eine "beispiellose Verachtung" für Teile der Gesellschaft vor und forderte indirekt den Rücktritt des Ministers: "Mit dieser menschenunwürdigen Haltung hat man in der Politik nichts verloren."

Familienministerin Lambrecht für gezielte Impfungen von Kindern

1.48 Uhr: Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht hat sich für gezielte Impfungen von Kindern mit Vorerkrankungen ausgesprochen: Wenn ein sicherer Impfstoff für diese Altersgruppe zugelassen und verfügbar sei, könne er einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten, sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion. Denn auch bei Kindern und Jugendlichen könnten gesundheitliche Risiken oder Vorerkrankungen vorliegen. "Ärztinnen und Ärzte können hierbei am besten beurteilen und beraten, für wen eine Impfung am dringlichsten ist." Wichtig sei es, dass Eltern und ihre Kinder gemeinsam mit Ärzten eine verantwortungsbewusste und freiwillige Entscheidung treffen könnten. Dafür brauchten sie vor allem eine umfassende Aufklärung mit fundierten Informationen.

Lambrecht bekräftigte, dass es in Deutschland keine Impfpflicht geben werde, weder für Erwachsene noch für Kinder: "Die Teilnahme am Präsenzunterricht darf auch nicht davon abhängig gemacht werden, ob eine Schülerin oder ein Schüler geimpft ist", so Lambrecht. Wichtig sei zudem, die Impfungen der Betreuer und Lehrkräfte weiter voranzutreiben, denn sie schützten nicht nur diese Personen selbst, sondern trügen zum Schutz der Kinder in Bildungseinrichtungen bei.

Am Montag wird die Impfpriorisierung bundesweit aufgehoben. Nach der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab 12 Jahren können Eltern nun Impftermine für Teenager ausmachen. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission für Impfungen von Kindern ab 12 Jahren gibt es jedoch bislang nicht.

Corona-News von Samstag, 5. Juni: Dänemark lockert für Reisende

  • Wer aus Deutschland nach Dänemark einreist, muss sich nicht mehr in Quarantäne begeben. Es reicht ein negativer Coronatest für die Einreise in das Nachbarland.
  • Italien hat im Kampf gegen das Virus einen Impfrekord gemeldet: Mehr als 600.000 Impfdosen seien am Freitag verabreicht worden, teilten die Behörden mit.
  • Angesichts deutlich sinkender Infektionszahlen im einstigen Corona-Hotspot Indien wagen die Millionenstädte Delhi und Mumbai zusammen mit weiteren Regionen erste Lockerungen..
  • Bei Grundschülern aus ärmeren Familien sind durch die Schulschließungen während der Pandemie einer aktuellen Untersuchung aus England zufolge größere Wissenslücken entstanden als bei anderen.
  • Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht unter den verschiedenen Hypothesen zur Herkunft von Sars-CoV-2 den Weg über die Pelzindustrie als plausibelste an.
  • Nach einem "Spiegel"-Bericht über fragwürdige Vorgänge rund um die massenhafte Beschaffung von Corona-Schutzmasken im vergangenen Jahr sieht sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schweren Vorwürfen ausgesetzt. "Diese Vorgänge im Bundesgesundheitsministerium sind ungeheuerlich und menschenverachtend", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil dem "Spiegel" am Samstag.
  • Der Virologe Christian Drosten und die Wissenschaftsjournalistin und Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim haben die Leibniz-Medaille 2021 verliehen bekommen.
  • Nach Schauspieler Volker Bruch ("Babylon Berlin") taucht nun der nächste prominente Name in der Mitgliedsliste der Corona-Protestpartei "Die Basis" auf.
  • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat in einem Zeitungsinterview weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie in Aussicht gestellt - unter der Voraussetzung dass die Inzidenzwerte stabil bleiben.
  • Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in Tübingen eine Ansammlung von etwa 300 Menschen aufgelöst.
  • Kinos, Museen, Theater und Restaurants - die Niederlande sind am Samstag mit der Wiedereröffnung von Kulturstätten und der Innengastronomie weitere Schritte in Richtung Normalität gegangen.
  • In vielen Teilen Schottlands können sich die Menschen über weitere Corona-Lockerungen freuen.
  • Nach der Aufregung um Abrechnungsbetrug in privat betriebenen Testzentren in mehreren Bundesländern sind nun auch in München vier privat betriebene Teststationen geschlossen worden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, habe es laut bayerischem Gesundheitsministerium Zweifel an der Zuverlässigkeit der Testergebnisse gegeben.
  • Bei Schauspielerin Meret Becker ("Tatort") hat der erste Kinobesuch nach dem Corona-Lockdown zu einem Gefühlsausbruch geführt. "Kürzlich hatte ich meinen ersten Kinobesuch. Da kamen mir die Tränen. Ich bin so dicht am Wasser gebaut", sagte die 52-Jährige der "Augsburger Allgemeinen".
  • Die Virologin Melanie Brinkmann hält Fußballspiele mit Zuschauern in der aktuellen Corona-Lage für verzichtbar.
  • Die deutschen Intensivmediziner rechnen damit, dass sich die zuerst in Indien entdeckte Delta-Virusvariante in Deutschland durchsetzen wird. "Der große Unsicherheitsfaktor ist gerade die neue Mutation B.1.617.2, die noch ansteckender als die derzeit dominierende Variante B.1.1.7 sein soll", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Eine Verschärfung der Lage auf den Intensivstationen sei nicht ausgeschlossen.
  • Trotz der generellen Öffnung der Corona-Impfungen für alle an diesem Montag halten einige Bundesländer in ihren Impfzentren am Vorrang für Risikogruppen fest. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Bayern soll die Priorisierung dort vorerst bestehen bleiben.In Bremen arbeiten die Impfzentren die Vorranglisten zunächst weiter ab. Im Saarland sollen Menschen der bisherigen Priorisierungsgruppen dort nach wie vor vorrangig bei Terminen bedacht werden.
  • Die Ärzte rechnen mit Freigabe der Impfreihenfolge ab Montag mit einem großen Andrang in den Praxen und rufen Impfwillige zu Geduld auf.
  • Vor dem Einstieg der Betriebsärzte in die Corona-Impfungen warnt der zuständige Verband vor zu hohen Erwartungen. Der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, verwies zur Begründung auf die geringen Impfstoffmengen.
  • Bei der Hilfe für Kinder und Jugendliche hat Integrationsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU) einen stärkeren Fokus auf junge Menschen aus Zuwandererfamilien gefordert.
  • In der Corona-Pandemie hatte die Deutsche Bahn ihr Angebot weitgehend aufrecht gehalten, die Züge blieben jedoch zeitweise fast leer. Das hat den Konzern wirtschaftlich schwer getroffen, wie Bahn-Chef Richard Lutz im Interview mit unserer Redaktion bestätigte.
  • Als Lehre aus dem Corona-bedingten Wechselunterricht fordert die Linke kleinere Klassen für Grundschüler auch nach der Pandemie. "Das Lernen fällt leichter, Inklusion funktioniert besser und das Wohlbefinden ist höher", sagte Linken-Chefin Janine Wissler unserer Redaktion.

Freitag, 4. Juni: 14 Prozent voll geimpft: Einreise ohne PCR-Test nach Spanien

  • Ab Montag können Reisende auch ohne den bisher obligatorischen PCR-Test nach Spanien einreisen. Ein Antigentest, ein Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung von einer Corona-Erkrankung reiche dann aus, teilte das spanische Gesundheitsministerium am Freitag mit.
  • Die Koalitionsfraktionen wollen trotz sinkender Corona-Zahlen die Sonderbefugnisse des Bundes nach Juni um drei Monate verlängern. "Wir sind uns innerhalb der Koalition einig, noch einmal für drei Monate eine epidemische Lage nationaler Tragweite festzustellen", sagte Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Samstag).
  • Reisende aus Deutschland müssen in Dänemark von Samstagnachmittag an nicht mehr in Quarantäne. Dies gilt auch für Dänen, die von einer Deutschlandreise zurückkehren. Am Freitag kam es im Verfahren der Staatsanwaltschaft Bochum gegen den Teststellenbetreiber Medican zu einer Festnahme.
  • Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag Italien und Tschechien sowie Teile Österreichs, der Schweiz, Kroatiens und Frankreichs von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist trotz sinkender Corona-Zahlen dafür, dass der Bund auch über Ende Juni hinaus bestimmte Sonderbefugnisse zur Regelung von Corona-Maßnahmen behält.
  • Nach einer überstandenen Corona-Infektion kehrt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) an diesem Montag zurück nach Berlin. "Der Bundesinnenminister ist gesund, er wurde negativ getestet und kann jetzt die Quarantäne verlassen", sagte ein Sprecher am Freitag. Ab Montag werde er seine Amtsgeschäfte wieder von Berlin aus führen und nicht mehr aus dem Homeoffice.
  • Jeweils rund 14.000 Zuschauer sollen die Spiele trotz Corona-Pandemie bei der Fußball-EM in München besuchen dürfen.
  • Zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und Ärztevertretern ist ein Streit entbrannt über das Zurückhalten von zahlreichen Corona-Impfdosen für geplante Zweitimpfungen. Wie der "Spiegel" am Freitag berichtete, gab das Ressort von Jens Spahn (CDU) in dieser Woche rund 1,2 Millionen gelieferte Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer nicht an Ärzte und Impfzentren weiter.
  • Tierschützer befürchten in Folge der "extremen Nachfrage nach Haustieren" in Zeiten von Corona eine Abgabewelle in deutschen Tierheimen. "Viele Menschen haben sich womöglich spontan, aus Einsamkeit durch die Kontaktbeschränkungen (...) ein Tier beim Züchter oder schlimmstenfalls über dubiose Internetanzeigen gekauft", sagte Tierschutzbund-Sprecherin Lea Schmitz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
  • Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat in der Debatte um Corona-Kinderimpfungen angedeutet, dass es keine generelle Empfehlung geben wird.
  • Kinder und Jugendliche können sich auch gegen den Willen ihrer Eltern gegen Covid-19 impfen lassen. "Wenn mir ein 14-Jähriger klar erklären kann, warum er geimpft werden will und das Thema auch versteht, dann ist eine Impfung ohne Einwilligung der Eltern möglich", sagte Jakob Maske, Bundespressesprecher vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, dieser Redaktion.
  • Die Grünen dringen auf schnelle Sonderzulassungen für Kinder- und Jugendtherapeuten, um junge Menschen zu unterstützen, die durch Corona psychisch erkrankt sind. Die Forderung ist Teil eines 5-Punkte-Plans, der unserer Redaktion vorliegt.

Corona-News von Donnerstag, 3. Juni: EU-Behörde: Einige Migranten von Covid besonders betroffen

  • Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC sieht Hinweise für erhöhte Corona-Risiken bei einigen Gruppen von Migranten in Europa und fordert gezielte Maßnahmen, um die Menschen besser zu schützen.
  • Nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers in Dresden hat das Gesundheitsamt für alle Bewohner eines Studentenwohnheims Quarantäne angeordnet.
  • Die Delta-Mutante, die zuerst in Indien festgestellt wurde, dominiert nun in Großbritannien, wie die Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) bekannt.
  • Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wirft dem CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Heilmann Missbrauch von Testangeboten vorgeworfen.
  • Die Hälfte der erwachsenen Briten ist vollständig geimpft.
  • Der vorläufigen Auswertung einer Charité-Studie zufolge bieten Kreuzimpfungen einen guten Schutz gegen Coronavirus-Infektionen: So sei die Immunisierung durch eine Astrazeneca-Dosis, gefolgt von einer Dosis Biontech zwölf Wochen später genauso wirksam wie zwei Impfdosen von Biontech-Pfizer.
  • Wegen der guten Corona-Lage können Reisende aus Japan künftig wieder leichter in die Europäische Union einreisen.
  • Nur 35 Prozent der Deutschen sind laut einer Umfrage zufrieden mit EU-Corona-Politik.
  • Die Kosten der Corona-Pandemie sollen laut Altmaier nicht durch Steuererhöhungen finanziert werden.
  • Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat die Ausgangsperren für alle Menschen auf den Balearen aufgehoben. Auch die Beschränkungen bei Versammlungen wurden als unvereinbar mit den Gesetzen erklärt.
  • Ersten Ergebnissen einer Antikörperstudie der Unimedizin Magdeburg zufolge könnte auf jede gemeldete Corona-Infektion eine nicht gemeldete kommen.
  • Die Brüsseler EU-Kommission will die starke Zunahme von temporären Grenzkontrollen innerhalb des eigentlich grenzkontrollfreien Schengenraumes stoppen.
  • Die Mehrheit der Deutschen plant einer Umfrage zufolge trotz Corona-Pandemie eine Reise im Sommer. Zwei von drei Befragten (64 Prozent) gaben bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa an, im Sommer verreisen zu wollen.
  • Im ZDF-Talk "Markus Lanz" ging es am Mittwochabend um die Einsamkeit von Jugendlichen durch Corona.
  • In der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren hat der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission, Thomas Grünewald, eine umfassende Aufklärung aller Impfwilligen über Wirkungen und Nebenwirkungen angemahnt.
  • In Spanien dürfen Nachtclubs in Regionen mit niedriger Infektionsrate demnächst wieder öffnen. "Wir kehren nach und nach zur Normalität zurück", sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias am Mittwoch vor Journalisten.
  • Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen haben während der Corona-Pandemie einem Bericht zufolge deutlich zugenommen.
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor einer neuen Infektionswelle durch Reiserückkehrer: Die Mutante Delta, die zuerst in Indien entdeckt wurde, werde sich wahrscheinlich in den kommenden Monaten in zahlreichen europäischen Ländern ausbreiten.

Mittwoch, 2. Juni: Betrug in Testzentren - Laschet warnt vor zu viel Bürokratie

  • Mit Blick auf den Betrugsskandal um Corona-Testzentren warnt der Vorsitzende der CDU, Armin Laschet, vor zu viel Bürokratie als Reaktion
  • Der Vorsitzende der CDU und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet lehnt eine priorisierte Impfung von Kindern und Jugendlichen ab
  • Im Kampf gegen die Pandemie will Frankreich von Monatsmitte an auch Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren impfen
  • US-Präsident Joe Biden hat einen "nationalen Aktions-Monat" angekündigt, um dafür zu sorgen, dass bis zum Unabhängigkeitstag 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben
  • Die vor einigen Wochen als besorgniserregend eingestufte Corona-Variante Delta (B.1.617.2) spielt in Deutschland nach Daten des Robert Koch-Instituts weiter eine untergeordnete Rolle
  • Die Koalition will die Pandemie-Notlage nationaler Tragweite verlängern, die als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten dient
  • Mit den Corona-Lockerungen in Italien kommen wieder Gäste in Bars und Restaurants, aber es fehlen offenbar 150.000 Arbeitskräfte
  • Auf Zypern kann man vom 4. Juni an den jeweils anderen Teil der Insel besuchen, ohne wegen Corona in Quarantäne zu müssen
  • Norwegen hat dem Impfprogramm Covax weitere eine Million Impfdosen gespendet, die ärmeren Ländern zur Verfügung gestellt werden sollen
  • Die Schweiz streicht Thüringen und Sachsen an diesem Donnerstag von ihrer Liste der Risikogebiete
  • In Großbritannien haben mittlerweile drei Viertel (74,9 Prozent) der Erwachsenen eine erste Corona-Impfung erhalten
  • Regierung und Verwaltung müssen sich nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Konsequenz aus der Corona-Pandemie stärker gemeinsam auf neue Krisen vorbereiten
  • In Japan sind Tausende von freiwilligen Helfern für die Olympischen Spiele einem Medienbericht zufolge abgesprungen
  • Auch angesichts einer sich bessernden Corona-Infektionslage kann das Hamburger Festival "MS Dockville" in diesem Jahr erneut nicht stattfinden
  • Nach den Grenzschließungen während der Corona-Pandemie und der Flüchtlingskrise will die EU-Kommission das Schengen-System für Reisefreiheit in Europa reformieren
  • Israel will kommende Woche mit der Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren gegen das Coronavirus beginnen
  • Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden bereits 18,8 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland vollständig geimpft, 43,9 Prozent haben mindestens eine Dosis erhalten
  • Laut dem Deutschen Tierschutzbund hat die gestiegene Nachfrage nach Haustieren im Corona-Jahr 2020 das unerlaubte Geschäft mit Welpen massiv angekurbelt
  • Mit Milliardenausgaben will die britische Regierung Schulen, Schülern und Lehrkräften helfen, die Folgen der Corona-Pandemie zu meistern
  • In der Debatte um die Corona-Impfung von Kindern ab zwölf Jahren hat sich der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, gegen eine allgemeine Impfempfehlung ausgesprochen
  • Um auf eine mögliche nächste Pandemie vorbereitet zu sein, fordern Thüringer Ärzte einen größeren Vorrat mit medizinischer Schutzausstattung, Medikamenten und Ähnlichem anzulegen
  • Die Einreise in die Türkei aus Deutschland ist jetzt auch mit der Vorlage eines Corona-Antigen-Schnelltests möglich
  • Polen hat die Lockerung weiterer Corona-Beschränkungen angekündigt
  • Staatsanwälte haben rund um den Corona-Ausbruch im österreichischen Skiort Ischgl im Frühjahr 2020 fünf Beschuldigte identifiziert
  • Im Berliner Bezirk Neukölln sind nach Kontrollen von Corona-Teststellen fünf Einrichtungen geschlossen worden
  • Veröffentlichte E-Mails des US-Gesundheitsexperten Anthony Fauci zu Beginn der Pandemie zeigen, wie chaotisch es in der Krise unter Ex-Präsident Donald Trump zuging
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft nur noch einen Strang der zuerst in Indien entdeckten Corona-Variante Delta als "besorgniserregend" ein
  • Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch mehrere Eilanträge und Verfassungsbeschwerden gegen die Bundesnotbremse zurückgewiesen
  • Angesichts der zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen sieht die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen dem Ende der Priorisierung sorgenvoll entgegen
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich in diesem Sommer besser auf eine möglicherweise im Herbst drohende neue Corona-Welle vorbereiten als im vergangenen Jahr
  • Nach einer langen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie dürfen Chöre in Niedersachsen wieder gemeinsam üben - zunächst draußen unter freiem Himmel mit Hygieneregeln
  • Kurz vor dem Start der Impfkampagne in den Betrieben am 7. Juni haben sich die deutschen Betriebs- und Werksärzte zufrieden über die Zahl der über 700.000 Impfdosen geäußert
  • Trotz Aufhebung der Impfpriorisierung ab kommenden Montag werden in den Impfzentren Nordrhein-Westfalens erstmal keine Termine für Corona-Erstimpfungen zur Verfügung stehen
  • Der Corona-Lockdown in der australischen Millionenmetropole Melbourne wird um eine Woche verlängert
  • Auch nach der Corona-Pandemie will fast die Hälfte der Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge weiter Maske zum Schutz vor Krankheiten tragen
  • Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich nach der Bundesnotbremse für eine neue bundesweite Corona-Obergrenze ausgesprochen

Corona-News von Dienstag, 1. Juni: Stiko-Chef wirbt um Verständnis für Haltung bei Kinderimpfungen

  • Nach einer Überprüfung mehrerer Corona-Teststellen in Neukölln sind laut Berliner Gesundheitsverwaltung zwei der Einrichtungen geschlossen worden
  • Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat um Verständnis für die zögerliche Haltung bei Kinderimpfungen gegen Corona geworben
  • Die Slowakei macht trotz heftiger innenpolitischer Kritik Ernst mit dem Einsatz des in der EU nicht zugelassenen Corona-Impfstoffs Sputnik V
  • Biontech/Pfizer kann in seinem Werk im belgischen Puurs die Produktion von Corona-Impfstoff weiter hochfahren
  • Die Chefs der vier internationalen Organisationen WHO, WTO, IWF und Weltbank fordern, dass reiche Länder rasch Milliardenbeträge für den Kampf gegen die Corona-Pandemie locker machen
  • In Hessen sind nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) zwei mögliche Betrugsfälle in Corona-Testzentren registriert worden
  • In Bayern sind den Ermittlungsbehörden inzwischen zwei Fälle bekannt, in denen der Verdacht auf Betrügereien rund um Abrechnungen in Corona-Testzentren besteht
  • Erstmals seit mehr als 14 Monaten ist im Vereinigten Königreich binnen eines Tages niemand an oder mit Covid-19 gestorben
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Notfallzulassung für das Corona-Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac erteilt

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(fmg/dpa/afp)

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