Pandemie

Corona-Spucktest: So funktioniert der Selbsttest für Laien

| Lesedauer: 2 Minuten
Corona-Selbsttest anwenden: So geht’s!

Corona-Selbsttest anwenden: So geht’s!

Neben regelmäßigen Antigen-Schnelltests für Schulen und andere öffentliche Einrichtungen sind jetzt auch Selbsttests für Zuhause zugelassen. So werden sie richtig angewandt.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Speichelprobe statt Rachenabstrich: Aktuell werden Corona-Spucktests erprobt und bewertet. So funktioniert die Schnelltest-Variante.

  • In Deutschland soll vermehrt auf Corona-Schnelltests gesetzt werden
  • Laien können bald Selbsttests für den häuslichen Gebrauch kaufen
  • Spuck- und Gurgeltests sind eine Alternative zum mitunter unangenehmen Nasen-Rachen-Abstrich

Ist es nur ein leichter Schnupfen - oder etwa doch Covid-19? Schnelltests für Laien könnten in der Corona-Pandemie etwas mehr Normalität in den Lockdown-Alltag bringen. Produkte zahlreicher Hersteller haben bereits eine Zulassung erhalten. Die Tests, bei denen Proben aus dem vorderen Nasenbereich entnommen werden, sollen ab kommender Woche in den Verkauf gehen.

Lesen Sie dazu: Drogeriekette dm will Schnelltests ab 9. März verkaufen

Neben den Schnelltest-Varianten, die mit vereinfachten Abstrichen eines herkömmlichen Rachenabstrichs arbeiten, werden aktuell noch weitere Versionen von Laien-Tests erprobt und bewertet: die Speicheltests.

Corona-Speicheltests: So funktionieren die verschiedenen Varianten

In Frankreich wird derzeit ein Spucktest vom Hersteller Firalis entwickelt, der binnen 40 Minuten ein Ergebnis liefern soll. Bei dem sogenannten "EasyCov"-Test wird ein Röhrchen unter der Zunge platziert, wo es Speichel sammelt. Anschließend erhitzt man das Röhrchen mit der Speichelprobe für zehn Minuten auf 80, dann 30 Minuten auf 65 Grad Celsius, wie auf der Webseite des Herstellers erklärt wird. Entsteht eine gelbe Färbung, liegt eine Coronavirus-Infektion vor - orange steht für negativ.

Allgemeinmediziner Hermann Geldmann stellt noch eine weitere Spucktest-Variante vor. So könne bei anderen Tests auch in einen Pappbecher gespuckt werden. Das Sekret wird anschließend mit einer Pipette aufgesaugt, in ein Probeentnahme-Röhrchen entleert und auf einen Testbereich geträufelt - ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest. In Potsdamer Kitas kommen Spucktests bereits zum Einsatz.

Lesen Sie auch: Corona-Schnelltests: So weisen sie die Virusinfektion nach

Außerdem sollen auch sogenannte Gurgeltests in naher Zukunft zugelassen werden. Hierbei gurgeln die zu testenden Personen etwa 60 Sekunden mit einer keimfreien Lösung. Liegt eine Infektion vor, werden bei diesem Vorgang Viren und infizierte Zellen von der Rachenwand getrennt. Anschließend wird die Lösung ausgewertet. In Wien wird schon länger mit dem Gurgel-Verfahren getestet - bisher wurden die Proben allerdings ins Labor geschickt. Bei den Schnelltests soll die Flüssigkeit direkt auf eine Kassette aufgetragen und das Resultat so abgelesen werden können. (day)

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Panorama

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben