Corona-Imfpung

Booster: Welcher Impfstoff nach Johnson & Johnson?

| Lesedauer: 3 Minuten
Booster-Impfung: Darum ist sie jetzt so wichtig!

Booster-Impfung: Darum ist sie jetzt so wichtig!

Die vierte Welle ist da und viele stellen sich nun die Frage: Brauche ich die dritte Impfung gegen das Coronavirus?

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Der Schutz vor Corona lässt nach einer Impfung mit Johnson & Johnson nach. Darum ist ein Booster nötig. Doch mit welchem Impfstoff?

  • Booster-Impfungen sollen helfen, den Schutz vor Corona aufrechtzuerhalten
  • Wichtig ist die Auffrischung vor allem nach einer Impfung mit Johnson und Johnson
  • Der durch den Impfstoff hervorgerufene Impfschutz lässt schneller nach als bei anderen Corona-Vakzinen
  • Wann Sie den Booster bekommen sollten und welcher Impfstoff verwendet werden sollte, lesen Sie hier

Der Impfstoff Janssen des Herstellers Johnson & Johnson schützt eigentlich besonders gut gegen Corona. Sein Vorteil: Schon eine Dosis reicht, um als vollständig geimpft zu gelten. Der Vektor-basierte Impfstoff verhindert eine Ansteckung zu etwa 65 Prozent, während fast 100 Prozent der Geimpften gegen einen schweren Verlauf von Covid-19 oder Hospitalisierung geschützt sind. Lesen Sie hier: Impfschutz bei Johnson & Johnson lässt stark nach - Experte hat dringende Warnung.

Wie bei den Impfstoffen von Biontech, Moderena oder auch, lässt der Impfschutz einer Johnson & Johnson-Impfung mit der Zeit nach. Wann sollten sich Geimpfte einen Booster holen? Und welcher Impfstoff kommt bei einer Auffrischungsimpfung dann zum Einsatz?

Johnson & Johnson: Wann ein Booster empfohlen wird

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine "Optimierung der Grundimmunisierung" für Personen, die mit dem Janssen-Impfstoff geimpft wurden, frühestens vier Wochen nach der Impfung. Der Grund: Bei dem Impfstoff scheint der Impfschutz besonders schnell nachzulassen. Die meisten Impfdurchbrüche beobachtete das Robert-Koch-Institut bislang beim Johnson & Johnson-Vakzin.

Unabhängig vom Alter sollten Menschen, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden, eine zusätzliche Impfdosis eines mRNA-Impfstoffs erhalten, so die Empfehlung. Sie kommen damit in den Vorzug eines heterlogen Impfschemas, umgangsprachlich auch als Kreuzimpfung bekannt. Der Impfschutz nach Kreuzimpfungen gilt als besonders hoch. Weiterlesen: Booster-Impfung – Warum eine Kreuzimpfung sinnvoll sein kann

Zwar fehlen laut Stiko noch entsprechende Daten. Die Kommission hält es aber "für immunologisch plausibel, dass auch mit diesem Vektor-basierten Impfstoff in einem heterologen Impfschema mit einem mRNA-Impfstoff ein sehr guter Impfschutz erzielt werden kann", heißt es in der Stiko-Empfehlung zu Auffrischungsimpfungen. Allerdings macht die Stiko eine Ausnahme: Personen, die nach der Impfung mit dem Johnson & Johnson-Impfstoff eine "labordiagnostisch gesicherte Infektion durchgemacht haben" wird derzeit "keine weiter Impfung" mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen.

Booster nach Johnson & Johnson-Impfung: Welche Impfstoffe zum Einsatz kommen

Wer nach einer Impfung mit dem Janssen-Vakzin zur Auffrischung geht, bekommt einen von zwei in Deutschland zugelassenen mRNA-Impfstoffen verabreicht. In den allermeisten Fällen wird es sich dabei um das Biontech/Pfizer-Mittel Corminaty handeln. Der Impfstoff kommt in Deutschland besonders oft zum Einsatz. Mit dem Spikevax-Impfstoff des US-Herstellers Moderna steht zudem ein weiteres Vakzin für die Booster-Impfung zur Verfügung. Die beiden Impfstoffe sind in den meisten Punkten nahezu identisch, unterscheiden sich aber etwa in der Lagerung voneinander.

Zwar besteht nach wie vor keine freie Wahl des Impfstoffes. Inzwischen ist aber so viel Impfstoff in Deutschland vorhanden, dass in einigen Bundesländern die Möglichkeit besteht, im Impfzentrum auszuwählen, was man gespritzt bekommen will. Außerdem gibt es immer öfter auch die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Impfangeboten zu wählen – vorausgesetzt, das gewünschte Vakzin ist vorrätig.

Unlängst teilte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bei Twitter eine Übersicht, aus der hervorgeht, welche Mischung von Impfstoffen die beste Wirkung erzielt. "Wechseln wirkt am besten", empfahl Lauterbach. Im Falle von Johnson & Johnson-Impfungen ist demnach der Moderna-Impfstoff die beste Wahl. (pcl)

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Panorama

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben