Pandemie

Corona bringt Regel-Flickenteppich in Alpen für Ski-Saison

Wintersport: Corona-Flickenteppich in den Alpen

Überall in den europäischen Skigebieten könnte jetzt eigentlich die Saison starten, doch die Corona-Pandemie setzt auch hinter den Wintersport ein großes Fragezeichen.

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Berlin.  Die Coronavirus-Pandemie verändert auch die Skisaison diesen Winter. Das ist der Stand in den beliebtesten Skigebieten der Deutschen.

  • Winterurlauber müssen wegen der Corona-Pandemie mit einem Flickenteppich an Regeln in den Alpenländern rechnen
  • Ob es noch in dieser Saison Après-Ski-Parties und Hüttengaudi geben kann, ist mehr als fraglich
  • Die italienischen Skigebiete sollen erst 2021 wieder öffnen, Österreich und die Schweiz wollen früher starten
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen
  • Einigkeit herrscht unter den Regierungschefs Medienberichten zufolge darüber, dass unkoordinierte und zu schnelle Öffnungen wie im Sommer ein Fehler wären
  • Wir fassen die aktuellen Entwicklungen zusammen

Der Winter 2020 wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie ein besonderer. Auf viele Traditionen wird man dieses Jahr wohl verzichten müssen – auch der Skiurlaub fällt für viele Winterurlauber aus. Wintersportgebiete wie Ischgl sind sogar zum Symbol für die Pandemie geworden.

Angesichts der anstehenden Skisaison ist eine Diskussion über Wintersport in der Corona-Krise entbrannt. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte will die Skigebiete angesichts der Corona-Pandemie mindestens bis zum 10. Januar geschlossen halten. „Es ist nicht möglich, einen Winterurlaub zuzulassen, wir können uns das nicht leisten“, sagte er dem Fernsehsender „La7“.

Österreich, das seit Monaten betont, die Skigebiete mit entsprechenden Vorkehrungen um jeden Preis öffnen zu wollen, reagierte dagegen mit vehementer Ablehnung. Auch die Schweiz lehnt eine Schließung der Skigebiete ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen. „Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten“, sagte sie.

Ob es in dieser Saison Après-Ski-Parties und Hüttengaudi geben kann, ist mehr als fraglich. Wie sieht es in den beliebtesten Winter-Reisezielen der Deutschen aus? Was ist in der Skisaison 2020/2021 zu beachten? Wo ist Skiurlaub überhaupt möglich? Ein Überblick.

Deutschland: Tourismusbeauftragter sieht generelles Ski-Verbot kritisch

In Deutschland mussten mit Beginn des „Lockdown Light“ alle Skihallen schließen. Der Start der Skisaison auf der Zugspitze, der ursprünglich für den 13. November geplant war, wurde verschoben. Die Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen werden frühestens am 18. Dezember 2020 in die neue Skisaison starten. Das gaben sie auf ihrer Facebook-Seite bekannt. Grund seien die derzeit unabsehbare Corona-Situation und die verlängerten Schutzmaßnahmen der Regierungen. Durch die Verschiebung habe man mehr Planungssicherheit und könne sich besser vorbereiten.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht ein generelles Verbot der Ski-Saison kritisch. Der CDU-Politiker sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Ich bin davon überzeugt, dass Skifahren in einem gewissen Umfang und unter klaren Kriterien wie zum Beispiel einer maximal erlaubten Anzahl von täglichen Skipässen ohne Probleme möglich ist.“

Ein generelles Verbot halte er für falsch. Neben dem nachvollziehbaren Wunsch vieler Menschen, mal raus zu kommen, sei die Skisaison auch für viele Regionen Deutschlands ein wichtiger Wirtschaftsfaktor , sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.

Skigebiete: Corona-Regeln in Deutschland

Mit Ministerien abgestimmte Hygienekonzepte gibt es in den deutschen Skigebieten noch nicht, aber die Vorgaben für den Winter werden sich wohl am Sommerbetrieb orientieren. Das heißt Abstandsgebote und Maskenpflicht für Gondeln und Lifte. Mehrere Skigebiete wollen zusätzliche Saisonkräfte zur Lenkung von Besuchern einstellen. Voraussichtlich nicht nur in Bayern wird eine App zum „Gäste-Tracing“ zum Einsatz kommen, deren Nutzung freiwillig wäre und beim Nachverfolgen von Infektionsketten helfen könnte.

Im Schwarzwald wird es Liftkarten nur online geben. Damit würden Schlangen vor Schaltern vermieden – „und wir wissen genau, wie viele Leute an welchem Tag zu uns kommen“, heißt es. Wenn das Infektionsgeschehen es erfordere, werde die Ticketzahl beschränkt.

Neben Maskenpflicht und Abstandsregeln soll es Stationen mit Desinfektionsspendern geben. Personal soll sicherstellen, dass Maßnahmen eingehalten werden. Ob es aber überhaupt gestattet sein wird, Lifte, Hütten und Hotels zu öffnen, wird die Bundesregierung in den kommenden Tagen entscheiden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist für eine gesamteuropäische Lösung. „Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft“, sagte er. „Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall.“ Er plädiere daher für eine vorübergehende europaweite Schließung von Skigebieten und Skiliften.

Wer in Risikogebieten Skifahren gehe, muss zehn Tage in Quarantäne. In Bayern gilt die Quarantänepflicht inzwischen auch für Tagestouristen, die nur kurz im Ausland waren. Eine Ausnahmeregelung für Aufenthalte unter 24 Stunden soll nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe gelten, insbesondere Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten und Geschäfte des täglichen Bedarfs.

Österreich: Skisaison startet frühestens Mitte Dezember

Österreich ist von Covid-19 stark betroffen. Die Inzidenzen in allen Bundesländern überstiegen zuletzt 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb ganz Österreich, mit Ausnahme der Exklaven Jungholz und Kleinwalsertal, als Risikogebiet eingestuft wurde.

Die Einreise aus Deutschland ist zwar uneingeschränkt möglich, seit dem 17. November gilt in Österreich allerdings ein Lockdown , der frühestens am 6. Dezember enden soll. Es gelten Ausgangssperren. Geschäfte, die nicht für den täglichen Bedarf notwendig sind, müssen schließen und das Verlassen des privaten Wohnraums ist nur aus triftigem Grund erlaubt.

Auch Hotels, Freizeiteinrichtungen und Restaurants in Österreich sind geschlossen. Skigebiete dürfen aktuell nur von Profisportlern genutzt werden. Freizeitsportler müssen sich also gedulden: Alle Skiopenings verschieben sich mindestens auf Mitte Dezember. Die zwischenzeitlich geöffneten Gebiete am Stubaier Gletscher, Kaunertaler Gletscher, Pitztaler Gletscher, Mölltaler Gletscher, Hintertuxer Gletscher, in Sölden, Dachstein und Kitzsteinhorn mussten wieder schließen.

Skigebiete: Wien fordert Entschädigungen im Falle einer europaweiten Schließung

Österreich will die Skigebiete mit entsprechenden Vorkehrungen aber so schnell wie möglich wieder öffnen. Der österreichische Finanzminister Gernot Blümel fordert im Fall einer länderübergreifenden Öffnung der Skigebiete erst nach den Weihnachtsferien von der EU Entschädigungen in Milliardenhöhe.

Italiens Vorschlag bedeute in Österreich einen Umsatzausfall von 800 Millionen Euro pro Woche, teilte Blümel mit. „Wenn die EU tatsächlich vorgibt, dass die Skigebiete geschlossen bleiben müssen, dann bedeutet das Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro. Wenn die EU das wirklich will, dann muss sie dafür auch bezahlen.“

Der Tourismus macht rund 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus und sorgt alleine im Winter für Hunderttausende Arbeitsplätze. Pro Wintersaison werden mehr als 59 Millionen Übernachtungen verzeichnet.

Ischgl: Einstiger Corona-Hotspot will es nun besser machen

Das größte Skigebiet Österreichs, Ski Arlberg , wird frühestens am 17. Dezember 2020 in die neue Saison starten, sofern es bis dahin gestattet ist. „Für uns steht das verantwortungsvolle Handeln, die Sicherheit und die Gesundheit aller Gäste, Mitarbeiter und der einheimischen Bevölkerung an erster Stelle“, heißt es auf der Facebookseite des Skigebiets von St. Anton. Die Entscheidung fiel in Abstimmung mit den Teilgebieten Lech-Zürs und Warth-Schröcken.

Auch der Tiroler Skiort Ischgl , der im Frühjahr zu einem der ersten Hotspots Europas geworden war, hat seinen Saisonstart bereits auf 17. Dezember verschoben. Mehrere Skigebiete garantieren beim Kauf der Saisonkarten Erstattungen, falls es erneut zum Lockdown kommen sollte. Angst macht allen Beteiligten, dass wegen der Reisewarnungen des Auswärtigen Amts deutsche Touristen ausbleiben könnten – die machten in Tirol und Vorarlberg zuletzt mehr als die Hälfte aller Übernachtungen aus.

Noch vor Kurzem hatte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz ein vermeintlich sicheres Corona-Konzept für einen Winter ohne Après Ski und mit großen Sicherheitsabständen vorgestellt. Richtig zu funktionieren scheint das allerdings nicht, wie Bilder vom Auftakt der Gletschersaison im Oktober zeigen.

Schweiz: Skigebiete sind trotz Corona geöffnet

Für die Schweiz ist eine Schließung der Skigebiete in diesem Winter kein Thema. „In der Schweiz sind Bundesrat, Behörden und die Tourismusbranche überzeugt, dass der Schweizer Weg - für den Moment - richtig ist und die Wintersaison sicher stattfinden kann“, sagte Markus Berger, Sprecher von Schweiz Tourismus, der Deutschen Presse-Agentur.

„Ob die EU eine Schließung der Skigebiete bei ihren Mitgliedsländern durchsetzen kann, wird sich zeigen“, meinte auch Mathias Imoberhof, der Sprecher der Zermatt Bergbahnen. „Dass die Schweiz dazu gezwungen werden kann, darf zurecht bezweifelt werden.“

Auch die Schweiz ist von Covid-19 stark betroffen . In allen Kantonen überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb die Schweiz als Risikogebiet eingestuft wurde. Bei der Rückkehr ins Heimatland sind daher ein Coronatest und mindestens fünf Tage Quarantäne einzuplanen.

Corona-Regeln in der Schweiz: Maskenpflicht in Skigebieten

Für Restaurants und Bars gilt in der Schweiz eine Sperrstunde von 23 Uhr bis 6 Uhr. Diskotheken und Tanzlokale sind geschlossen. Sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sind nicht gestattet. Im Gegensatz zu den europäischen Nachbarn haben aber alle Gletscherskigebiete geöffnet, darunter Saas-Fee, Zermatt und Engelberg. Jedes Wochenende starten weitere hochgelegene Resorts ihren Betrieb.

Es gilt eine strenge Maskenpflicht in allen Liften, Warteschlangen und Gebäuden. Für einige Skigebiete wie Andermatt benötigt man vorab eine Reservierung, da nur eine bestimmte Zahl an Gästen zugelassen wird. Genaue Informationen zu den jeweiligen Corona-Regeln finden Urlauber auf den Seiten der einzelnen Skigebiete.

Die Polizei kontrolliert aktuell Wintersportler in den Schweizer Skigebieten. Überprüft wird die Einhaltung der Coronaregeln . Dass diese von den Wintersportlern nicht immer beachtet werden, zeigten zuletzt Bilder in den sozialen Medien. Einige Fotos beweisen, dass von Abstand tatsächlich keine Spur war. Die Bergbahnen müssen ihre Konzepte laut Medienberichten nun überarbeiten und nachbessern.

Italien: Skipisten sind wegen Pandemie geschlossen

Italien war von Covid-19 im Frühjahr stark betroffen. Nach einer vorübergehenden Verbesserung verzeichnet dass Land jetzt wieder stark steigende Infektionszahlen . Landesweit beträgt die Inzidenz mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb ganz Italien als Risikogebiet gilt.

Aus Deutschland ist die Einreise von italienischer Seite aus ohne besondere Gründe gestattet. Bei Covid-19-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten kann von den italienischen Gesundheitsbehörden eine 14-tägige Quarantäne verordnet werden, die bei Vorliegen eines negativen Tests auf zehn Tage verkürzt wird.

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Ministerpräsident Giuseppe Conte will die Skigebiete angesichts der Corona-Pandemie mindestens bis zum 10. Januar geschlossen halten. „Es ist nicht möglich, einen Winterurlaub zuzulassen, wir können uns das nicht leisten“, sagte er dem Fernsehsender „La7“.

Zugleich rief er andere europäische Länder dazu auf, gemeinsame Regeln für die Branche zu vereinbaren. Italien strebt demnach in Abstimmung unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron einen europäischen Fahrplan zur schrittweisen Öffnung der Skigebiete zu Beginn des neuen Jahres an.

Südtirol will Ski-Lifte nicht schließen

Südtirols Landeschef Arno Kompatscher äußerte sich allerdings kritisch zu den Plänen der Zentralregierung. Das eine, so Kompatscher, sei ein generelles Verbot von Skiurlaub . Das andere sei, ob man überhaupt Skilaufen könne. „Aus meiner Sicht sind das nicht automatisch die selben Dinge. Natürlich gehört das zusammen, wenn ich auf Urlaub gehen und Skifahren will. Aber das andere ist, ob ein Lift überhaupt geschlossen bleiben soll“, sagte Kompatscher.

Kompatscher deutete Verständnis dafür an, den Skiurlaub über Weihnachten zu untersagen. Dann aber müsse klar gesagt werden, wann nach den Weihnachtstagen eine halbwegs normale Aktivität in den Skigebieten wieder aufgenommen werden könne.

Italiens Skigebiete erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund elf Milliarden Euro, ein Drittel davon stammt aus den Tagen, die Italiener normalerweise zu Weihnachten und Neujahr in den Alpen und Dolomiten verbringen. Viele italienische Regionen sind derzeit in einem Lockdown mit Einschränkungen, die mindestens bis zum 3. Dezember bestehen bleiben.

Frankreich: Skigebiete öffnen, Skilifte bleiben geschlossen

Die französischen Skigebiete können in den Weihnachtsferien öffnen, die Skilifte bleiben allerdings geschlossen: Das hat Frankreichs Regierungschef Jean Castex am Donnerstag in einer Pressekonferenz zur geplanten Lockerung der Corona-Auflagen klargestellt. Auch Restaurants und Bars in den Skigebieten bleiben wie überall in Frankreich bis mindestens zum 20. Januar geschlossen.

Damit könne jeder „von der frischen Luft in unseren schönen Bergen profitieren“, sagte Castex. Präsident Emmanuel Macron hatte am Dienstag noch betont, eine Öffnung der Skigebiete an den Feiertagen erscheine ihm „unmöglich“. Frankreich verhandelt derzeit mit Deutschland und anderen EU-Staaten über eine gemeinsame Linie der Alpenländer.

Frankreich verzeichnet hohe Infektionszahlen und überschreitet die Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage ebenfalls, weshalb ganz Frankreich Risikogebiet ist. Seit dem 30. Oktober gelten landesweit sehr weitreichende bußgeldbewehrte Ausgangsbeschränkungen.

Frankreichs Wintersportgebiete haben teilweise ihre Stornierungsbedingungen geändert. So können Reisende auch kurzfristig absagen, wenn es die Corona-Lage nötig macht. Jeder Reisende sollte vorher die Bedingungen prüfen.

Skandinavien: Skipisten in Schweden und Finnland sind geöffnet

Die ersten Skipisten sind in Schweden und Finnland bereits seit Oktober geöffnet. Weitere Skigebiete folgen derzeit wöchentlich, auch in Norwegen. Die Skigebiete mussten auch in Skandinavien umfangreiche Schutzkonzepte erstellen. Wichtigster Punkt darin ist das Abstandhalten zu fremden Menschen. Anders als in den Alpen-Skigebieten spielt das Tragen von Masken aber nur selten eine Rolle.

Schweden war von der Coronavirus-Pandemie zunächst stark betroffen. Nach zwischenzeitlicher Stabilisierung auf niedrigerem Niveau ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder stark gestiegen. In allen Provinzen überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, .

Finnland ist von Covid-19 weniger betroffen. Die Neuinfektionen sind aber zuletzt, vor allem im Großraum Helsinki, gestiegen. Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die übrigen Regionen Finnlands wird derzeit vor dem Hintergrund geltender Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen abgeraten, aber nicht gewarnt.

Allerdings gelten in Finnland seit dem 12. Oktober für alle Schengen-Staaten, darunter Deutschland, Einreisebeschränkungen . Das bedeutet, dass nicht notwendige, touristische Reisen nach Finnland nicht gestattet sind und derzeit somit kein Skiurlaub in dem Land möglich ist.

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Tschechien: Corona – Skigebiete haben Hygiene-Leitfaden vorbereitet

Auch Tschechien ist vom RKI und dem Auswärtigen Amt als Risikogebiet eingestuft. In allen Landesteilen einschließlich der Grenzregionen zu Deutschland sind die Infektionszahlen zuletzt stark gestiegen. Landesweit beträgt die Inzidenz weit mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Einreisen zu touristischen Zwecken sind in die Tschechische Republik nicht erlaubt.

Sollte sich an der aktuellen Lage etwas ändern und Skiurlaub in den kommenden Wochen und Monaten doch noch möglich sein, so hat die tschechische Vereinigung der Skigebiete bereits einen Hygiene-Leitfaden für die Wintersaison vorbereitet. Dies sei in Absprache mit Gesundheitsämtern und dem Gesundheitsministerium in Prag geschehen. Einschränkungen wird es definitiv beim Après-Ski geben. Aktuell gilt in der Gastronomie, dass jeder Gast einen Sitzplatz haben muss. Zudem dürfen nicht mehr als sechs Leute an einem Tisch sitzen. Um 22.00 Uhr müssen alle Gaststätten, Bars und Cafés schließen.

Nordamerika: Skisaison in den USA und Kanada gestartet

Während die meisten Lifte in Europa aktuell stillstehen, startet in Nordamerika bereits die neue Skisaison – unter strengen Corona-Maßnahmen . In einigen Aspekten sind die Regeln ähnlich wie in den Alpen, in vielen Punkten sind sie aber sogar strenger und gehen deutlich über die europäischen Maßnahmen hinaus.

Ausländische Touristen profitieren davon allerdings nicht, es gelten sowohl in den USA als auch in Kanada Einreisesperren für die meisten Ausländer, inklusive Bürger aus Deutschland. Beide Länder sind außerdem vom RKI und dem Auswärtigen Amt als Risikogebiete eingestuft. (amw)

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