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Coronavirus: Russland schickt Ausrüstung in die USA

Joggen, Oberflächen, Masken: Alles über Ansteckungsgefahren

Nach wie vor sind viele Menschen verunsichert über mögliche Ansteckungsgefahren mit dem Coronavirus im Alltag. Kann ich mich beim Vorbei-Joggen anstecken? Wie ist das mit Oberflächen? Und was bringen Masken? Die wichtigsten Antworten für Sie im Video!

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Das Coronavirus scheint sich ungebremst auszubreiten. Drei Viertel der Toten sind in Europa zu beklagen. Alles Wichtige im Newsblog.

  • Die Coronavirus-Pandemie breitet sich weltweit immer weiter aus
  • Nach unseren Berechnungen haben sich in Deutschland bisher mehr als 68.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 16.000 sind wieder genesen, mehr als 700 starben
  • In Deutschland registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) rund 4000 neu bestätigte Infektionen an einem Tag
  • Sachsen hat die Ausgangsbeschränkungen bis zum 20. April verlängert
  • 45 Prozent der Intensivbetten in Deutschland sind laut Gesundheitsminister Jens Spahn frei für Coronavirus-Patienten
  • 470.000 Betriebe in Deutschland haben laut Arbeitsminister Hubertus Heil Kurzarbeit angemeldet
  • Italien ist mit rund 16.000 Coronavirus-Toten das am stärksten betroffene Land der Welt
  • Spanien meldete mehrere Tage in Folge mehr als 800 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden

Berlin. Die Coronavirus-Pandemie scheint sich trotz der in vielen Ländern inzwischen geltenden Kontakt- und Ausgangssperren ungebremst weiter auszubreiten. Weltweit wurden inzwischen mehr als 800.000 Infektionen nachgewiesen, rund 40.000 Menschen starben. Allein in Europa sind mehr als 29.500 Menschen an den Folgen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben – das sind drei Viertel der weltweit gemeldeten Todesfälle.

Während Europa die meisten Toten zu beklagen hat, melden die Gesundheitsbehörden in den USA mit Abstand die meisten Infektionen – mehr als doppelt so viele wie China offiziell gezählt hat: Bei rund 165.000 Menschen zeigten Tests, dass sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Mehr als 3000 Menschen starben bislang in Amerika an den Folgen.

Während in Deutschland die Zahl der Infizierten weiter steil ansteigt – am Dienstagabend lag sie bei über 68.000 Menschen – liegt die Zahl der Coronavirus-Todesfälle mit rund 700 deutlich niedriger als in anderen Ländern mit vergleichbaren Infektionszahlen. Das könne daran liegen, dass in Deutschland die Dunkelziffer der Infektionen nicht ganz so hoch sei wie in anderen Ländern, erklärt RKI-Chef Lothar Wieler – weil im Vergleich sehr viele Tests gemacht werden.

Unsere Karte zeigt die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland, Europa und der Welt:

Alle wichtigen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in unserem Newsblog:

Dienstag, 31. März 2020: EU fördert Entwicklung von Coronavirus-Schnelltests

22.15 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in den USA bereitet Russland einen Hilfsflug vor. Die Maschine mit medizinischer Ausrüstung und Schutzkleidung solle voraussichtlich noch am Dienstag starten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Tagsüber seien sämtliche Vorbereitungen getroffen worden. Angesichts der „schrecklichen epidemiologischen Situation“ habe Russland diese Hilfe angeboten. Kremlchef Wladimir Putin und sein US-Kollege Donald Trump hatten am Montag miteinander telefoniert.

21.35 Uhr: Für die Verbreitung von sehr vielen Infektionen soll der Skiort Ischgl in Österreich verantwortlich sein. Verbraucherschützer bereiten eine Sammelklage gegen Tourismusanbieter in Tirol vor. Viele Deutsche haben sich mit dem Virus infiziert. Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Massen-Infektion in Ischgl: Prozesslawine gegen Ski-Paradies.

20.10 Uhr: Auch in einem Seniorenheim im bayerischen Schweinfurt ist es zu einer Häufung von Todesfällen nach Infektionen mit dem Coronavirus gekommen. Am Dienstagabend teilte das Gesundheitsamt mit, dass in der Pflegeeinrichtung drei an Covid-19 erkrankte Menschen gestorben seien. Alle seien über 80 Jahre alt gewesen und hätten Vorerkrankungen gehabt.

19.35 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sieht Ostdeutsche besser für den Umgang mit der Corona-Krise gewappnet als Westdeutsche. Ältere Ostdeutsche seien „sturmerprobt, was Ausnahmesituationen betrifft“, sagte Haseloff in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“.

Zudem sei die Fähigkeit zur Improvisation im Osten stärker ausgeprägt als im Westen. „Und die Erfahrung, dass man harte Phasen überstehen kann. Wir haben hier viele Hochs und Tiefs erlebt. Und viele Krisen bewältigt.“

18.59 Uhr: Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat im Streit um sogenannte Corona-Bonds um die Zustimmung Deutschlands geworben. Conte sagte in einem ARD-Interview, das am Dienstagabend in der Sendung „ARD Extra“ zur Coronavirus-Pandemie ausgestrahlt werden sollte, von solchen Eurobonds könnten alle Mitgliedstaaten der EU profitieren. Sie bedeuteten nicht, dass die Deutschen beim anstehenden Wiederaufbau Italiens „auch nur einen Euro für die italienischen Schulden bezahlen müssen“.

18.46 Uhr: Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele am mit.

18.45 Uhr: Der wichtigste Übertragungsweg von Coronaviren ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die sogenannte Tröpfcheninfektion. Doch laut Forschern können die Viren eine ganze Zeit lang auch auf verschiedenen Oberflächen überleben. Lesen Sie hier: Coronavirus: So lange leben die Erreger auf Oberflächen

18.41 Uhr: In den USA wird wegen des Coronavirus eine Empfehlung zum Tragen von Schutzmasken erwogen. Die Coronavirus-Task-Force der Regierung diskutiere „sehr aktiv“ über dieses Thema, sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, dem US-Nachrichtensender CNN. Bislang sei keine solche Empfehlung an die Bevölkerung ausgesprochen worden, damit kein Mangel an Schutzmasken für medizinisches Personal entstehe.

18.27 Uhr: Die französische Armee hat erneut schwer an Covid-19 erkrankte Patienten von Ostfrankreich nach Deutschland gebracht. Ein Hubschrauber des Militärs habe Patienten aus Metz in der Region Lothringen nach Essen geflogen, teilte Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly auf Twitter mit.

Zudem sollten sechs Coronavirus-Patienten aus der süd-elsässischen Stadt Mülhausen (Mulhouse) in einem Militärflugzeug nach Hamburg transportiert werden. Parly bedankte sich auf Twitter bei den Soldaten und ihrer deutschen Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer.

18.04 Uhr: Die Regierung Neuseelands blockiert weiter die Ausreise von Ausländern, die wegen der Corona-Krise nach Hause wollen – darunter rund 12.000 Deutsche. Die deutsche Botschaft in Wellington teilte auf Facebook mit, dass das neuseeländische Außenministerium die Vertretungen aller Länder informiert habe, dass der ursprünglich bis Mittwoch laufende Stopp der Rückführungsflüge verlängert worden sei. „Für wie lange wurde nicht gesagt.“

Premierministerin Jacinda Ardern habe in einer Pressekonferenz erklärt, dass die Regierung an „Rahmenbedingungen“ für eine Wiederaufnahme der Flüge arbeite, hieß es in der Mitteilung der Botschaft weiter. Dies werde „einige Tage“ dauern.

Großbritannien: 381 weitere Menschen nach Corona-Infektion gestorben

17.51 Uhr: Das autoritär geführte Turkmenistan in Zentralasien will Medienberichten zufolge das Coronavirus aus dem täglichen Sprachgebrauch verdrängen – notfalls auch mit Staatsgewalt. Das Wort sei bereits aus Informationsbroschüren der Behörden über die Krankheit gestrichen worden, berichteten unabhängige lokale Medien in der Hauptstadt Aschchabad.

Selbst wer die Pandemie in Privatgesprächen erwähne, könne festgenommen werden. Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen kritisierte, die staatlich kontrollierten Medien dürften das Coronavirus nicht mehr erwähnen.

17.42 Uhr: In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 381 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 1789, wie das britische Gesundheitsministerium im Onlinedienst Twitter mitteilte. Die bislang mit Abstand höchste Opferzahl für einen Tag weist auf eine beschleunigte Ausbreitung des Erregers hin.

Von Sonntag auf Montag waren in Großbritannien binnen 24 Stunden 180 Tote gezählt worden. Die Zahl der Infizierten stieg um mehr als 3000 auf 25.150 Menschen an.

17.36 Uhr: US-Präsident Donald Trump und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan halten Waffenruhen in Syrien und Libyen vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise für zwingend. Wie das Weiße Haus in Washington mitteilte, berieten Trump und Erdogan in einem Telefongespräch über Maßnahmen, „um das Virus zu besiegen und die Weltwirtschaft zu stützen“.

Sie stimmten den Angaben zufolge darin überein, dass es für Konfliktländer wie Syrien und Libyen nun wichtiger sei denn je, „sich an Waffenruhen zu halten und auf eine Lösung hinzuarbeiten“.

17.27 Uhr: Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile rund 800.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus sowie rund 39.000 Covid-19-Todesfälle.

17.10 Uhr: Die Deutsche Bahn (DB) verzichtet angesichts der Corona-Krise vorübergehend auf die Miete in ihren Bahnhöfen. „Als schnelle und pragmatische Lösung haben wir unseren Mietern bereits letzte Woche angeboten, ihre Mieten zu stunden“, sagte der Chef der DB Station&Service, Bernd Koch, der „Wirtschaftswoche“. Das Unternehmen habe sich entschieden, die Mieter „partnerschaftlich zu unterstützen“. Die Regelung gelte zunächst nur für den April.

16.51 Uhr: In der Debatte um eine Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Krise preschen inzwischen einzelne Kommunen nach vorn. Im thüringischen Jena soll ab kommender Woche das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in Supermärkten und im Nahverkehr zur Pflicht werden. Gleiches plant der Landkreis Nordhausen in Thüringen. Auch das hessische Hanau rief seine Bürger zur Verwendung einfacher Schutzmasken auf.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sehen derzeit keine Notwendigkeit für eine generelle Mundschutzpflicht. Hier lesen Sie einen Kommentar zum Thema: Wir müssen alle endlich Atemschutzmasken tragen

Niederlande: Mehr als 1000 Todesfälle nach Coronavirus-Infektionen

16.15 Uhr: Die Zahl erfasster Todesopfer in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist in den Niederlanden auf 1039 gestiegen. Das sind 175 mehr als am Vortag, wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag meldeten. Die Zahl registrierter Infektionen stieg demnach um 845 auf 12.595. Die Behörden gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer bei den Infizierten und Toten aus. In den Niederlanden werden nur ernsthaft Erkrankte auf das Virus getestet.

16.12 Uhr: Die zunächst bis Sonntag befristeten Ausgangsbeschränkungen in Berlin wegen der Corona-Krise werden verlängert. Das kündigte Vize-Bürgermeister Klaus Lederer nach der Senatssitzung an, ohne einen neuen Endtermin zu nennen. Beschlossen hat der Senat die Verlängerung noch nicht. Das sei an diesem Donnerstag geplant, so Lederer. Dann werde auch ein Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Regelung verabschiedet.

Seit 23. März müssen sich alle Berliner laut einer Verordnung „ständig in ihrer Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft“ aufhalten, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen, die Arztbesuche, den Einkauf, das Gassi-Gehen mit dem Hund oder Sport und Spaziergänge an der frischen Luft ermöglichen sollen – solange ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt ist und sich keine Ansammlungen von mehr als zwei Personen im Freien bilden. Bei Familien darf die Gruppe größer sein.

15.55 Uhr: Moskaus prominentester Coronavirus-Chefarzt hat sich mit dem Covid-19 infiziert. Dennis Prozenko hatte erst in der vergangenen Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin durch das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Krankenhaus Kommunarka in der Hauptstadt geführt. Der Gesundheitszustand des Mediziners sei normal, teilten die Ärzte der Agentur Interfax zufolge mit.

Prozenko werde in der Moskauer Klinik behandelt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Putin werde regelmäßig auf das Coronavirus getestet. „Es ist alles in Ordnung.“ In Russland gibt es mit Stand vom Dienstag 2337 Corona-Fälle.

Studie: Maßnahmen zur Corona-Eindämmung haben 59.000 Menschen Leben gerettet

15.52 Uhr: Individueller Sport an der frischen Luft bleibt in der Corona-Krise weiterhin erlaubt. Alleine oder aber zu zweit, so besagt es das aktuelle Kontaktverbot der Bundesregierung. Die Jogging-Runde wird in der Corona-Krise für viele Menschen ein wichtiger Ausgleich zu Homeoffice. Lesen Sie hier, ob man sich bei anderen Joggern mit dem Coronavirus infizieren kann.

15.27 Uhr: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben einer Studie zufolge bisher 59.000 Menschen in elf europäischen Ländern das Leben gerettet. In Deutschland kamen dank der Beschränkungen 550 Menschen bis Ende März mit dem Leben davon, wie aus einer veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern des Imperial College London hervorgeht.

Die Forscher untersuchten die Auswirkungen der verschiedenen Maßnahmen, die in elf Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten ergriffen worden waren. Dazu zählten Quarantäne für Infizierte, die Schließung von Schulen und Universitäten, Versammlungsverbote, Abstandsregelungen und Ausgangssperren. Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die gleiche Maßnahme in verschiedenen Ländern vergleichbare Auswirkungen hat.

15.22 Uhr: Deutschlands Bier-Brauer rufen in der Corona-Krise nach finanzieller Unterstützung des Staates, um eine Pleitewelle abzuwenden. „Wir befürchten, dass in den kommenden Wochen eine Vielzahl von Gaststätten und Brauereien wird aufgeben müssen“, erklärte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB). Viele der bundesweit rund 1500 Bierhersteller seien durch die anhaltende Schließung von Restaurants und Bars in ihrer Existenz gefährdet. Zudem drohe ein Engpass bei der Versorgung der Produzenten mit Leergut.

„Viele Gastronomiebetriebe und viele Brauereien werden diese Krise ohne staatliche Hilfen nicht überstehen“, erklärte Eichele. Als erster Familienbetrieb habe unlängst die Wernecker Brauerei in Bayern nach 400 Jahren aufgegeben. Dennoch sei die Versorgung mit Bier sowie mit nicht-alkoholischen Getränken durch heimische Brauereien vorerst gesichert, betonte Eichele.

Coronavirus: Bundesliga bis mindestens 30. April ausgesetzt

14.55 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus wägen Politiker die Chancen und Risiken von so genannten Tracking-Apps ab. Eine derartige Nachverfolgung von Kontakten durch die Auswertung von Handy-Daten sei „aufgrund der Tiefe der Eingriffe“ in die Grundrechte nur auf freiwilliger Basis denkbar, sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) im Deutschlandfunk. Mit dem Thema wollen sich am Mittwoch auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten in einer Telefonkonferenz befassen.

Mit der geplanten App sollen Kontaktpersonen von Infizierten schneller ausfindig gemacht und auf ihr Ansteckungsrisiko hingewiesen werden können. Rückschlüsse auf die Identität eines Einzelnen soll das Programm nicht zulassen. Auch Bewegungsprofile der Bürger sollen aus Datenschutzgründen nicht möglich sein.

14.50 Uhr: In Österreich ist es beim Einkaufen in Supermärkten bereits Pflicht, in Deutschland tun es immer mehr Menschen freiwillig und Promis wie Lena Meyer-Landrut, Jan Böhmermann oder Joko Winterscheidt fordern dazu auf: Schutzmasken in der Öffentlichkeit zu tragen. In Deutschland gibt es bislang jedoch keine einheitlichen Regeln dazu, ob und wann Atemschutzmasken getragen werden sollten. Noch nicht? Wir klären die wichtigsten Fragen.

14.41 Uhr: Ein Projekt zur Entwicklung eines Coronavirus-Schnelltests ist in das EU-Forschungsprogramm gegen die Pandemie aufgenommen worden. Es sei das 18. Vorhaben in dem Programm im Umfang von 48,5 Millionen Euro zur Erforschung des Virus und Gegenmitteln, teilte die EU-Kommission mit. Insgesamt komme das Geld 140 Forscherteams zugute. Das neu aufgenommene Projekt namens HG nCoV19 werde von einer irischen Firma koordiniert. Es soll dazu dienen, eine Infektion mit dem Coronavirus schneller und genauer zu diagnostizieren.

14.30 Uhr: Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga stimmte einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu.

14.15 Uhr: In der Corona-Krise ist nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bislang von 470.000 Betrieben eine Anzeige auf Kurzarbeit eingegangen. Wie viele Menschen von Kurzarbeit betroffen sein werden, lasse sich derzeit noch nicht genau abschätzen, sagte Heil am Dienstag in Berlin. Es sei aber damit zu rechnen, dass es mehr als während der Finanzkrise seien; damals betraf dies 1,4 Millionen Menschen.

45 Prozent der Intensivbetten frei für Coronavirus-Patienten

14.08 Uhr: Rund 45 Prozent der bestehenden Intensivbetten in Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) derzeit frei für die Behandlung von Coronavirus-Patienten. Diese freien Kapazitäten seien etwa durch die Verschiebung von planbaren Operationen geschaffen worden, sagte Spahn in Düsseldorf. „Eines ist klar: Es wird in den nächsten Tagen eine steigende Zahl von Intensiv- und Beatmungspatienten geben.“

Anders als in anderen europäischen Ländern habe sich Deutschland aber darauf vorbereiten können, weil die Corona-Infektionen „sehr frühzeitig“ und auch durch umfangreiche Tests im Land erkannt worden seien. Insgesamt gibt es in Deutschland nach offiziellen Angaben rund 28.000 Intensivbetten. Die Krankenhäuser sollen nach einer Einigung von Bund und Ländern diese Kapazitäten verdoppeln, um noch besser für die Behandlung vieler schwer erkrankter Patienten mit dem Coronavirus gerüstet zu sein.

13.55 Uhr: Die Spanierin Lulú Vázquez ist einer der wenigen Menschen auf dem Planeten, die mit der Corona-Krise bereits zum zweiten Mal in ihrem Leben eine verheerende Pandemie miterleben. Die 1910 geborene Seniorin aus Pontevedra in Galicien, die am Wochenende ihren 110. Geburtstag feierte, nimmt es dennoch relativ gelassen: „Ich war schon länger nicht mehr draußen, und es gefällt mir nicht, dass niemand zu mir nach Hause kommen kann“, sagte Vázquez in einem Interview mit dem spanischen Fernsehen. „Aber gut, so ist das Leben, man muss auf sich aufpassen.“

13.45 Uhr: Mit einer landesweiten Schweigeminute hat Italien am Dienstagmittag der Opfer des Coronavirus gedacht. Überall in dem am stärksten von der Pandemie betroffenen Land Europas wurden die Fahnen auf Halbmast gesetzt. Mit der Aktion sollte zugleich ein Zeichen des Dankes für und der Solidarität mit den Beschäftigten im völlig überlasteten Gesundheitssystem gesetzt werden.

13.40 Uhr: Der Bund will Unternehmen in Deutschland, die wegen der Corona-Krise kurzfristig in die Produktion von Schutzmasken einsteigen, vor finanziellen Risiken schützen. „Wir brauchen hierzulande eigene Produktionen, die wir jedenfalls für diese Zeit auf den Weg bringen müssen“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ebenfalls in München. Es gebe bereits eine ganze Reihe von Herstellern, die zur Maskenproduktion bereit seien. „Das kann jetzt ganz schnell geschehen, und wir sind dabei, das mit großem Nachdruck umzusetzen.“

13.30 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Hausbanken aufgefordert, in der Corona-Krise keine zu hohen Anforderungen an Kredite für kleine Unternehmen zu stellen. Jeder Bankmitarbeiter solle wissen, „dass das jetzt eine große, gemeinsame, nationale Anstrengung ist, die notwendig ist, wo jeder gewissermaßen ein bisschen Fünfe gerade sein lassen muss“, sagte der Vizekanzler in München. Die Förderbank KfW werde dafür sorgen, dass Geschäftsbanken, Sparkassen und andere ihren traditionellen Kunden weiter Geld zur Verfügung stellen könnten.

13.16 Uhr: Sachsen verlängert die Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise bis 20. April. Das hat das Kabinett in Dresden beschlossen, wie die Regierung nach der Sitzung mitteilte.

13.01 Uhr: Hamburg gibt den Abiturienten mehr Zeit für die Prüfungsvorbereitung. Die Abiturprüfungen starten fünf Tage später und zeitgleich mit Schleswig-Holstein, wie Schulsenator Ties Rabe (SPD)mitteilte. „Der Beginn der schriftlichen Prüfungen soll wie in Schleswig-Holstein auf den 21. April verschoben werden, um den Schülerinnen und Schülern mehr Vorbereitungszeit zu ermöglichen.“ Zudem werden mit Rücksicht auf die gesundheitliche Lage drei Mal so viele Nachschreibetermine angeboten.

Robert-Koch-Institut rechnet mit höherer Sterberate

12.31 Uhr: Das Berliner Robert Koch-Institut rechnet mit einer Erhöhung der Coronavirus-Sterberate in Deutschland. Im Moment liege die Rate bei 0,8 Prozent, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag. „Die Meldungen haben aber einen Zeitverzug. Die Menschen sterben erst nach einem gewissen Krankheitsverlauf“, erläuterte er. „Wir haben jetzt ja auch leider Fälle in Pflege- und Altenheimen. Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Sterberate damit ansteigen wird.“

Die aus den erfassten Fällen errechnete Sterberate liegt in Deutschland bisher deutlich niedriger als in der Europäischen Union insgesamt mit etwa 7,6 Prozent. Den Grund für die momentan noch moderate Quote sieht Wieler in frühen und vielen Tests. Deshalb seien in Deutschland auch viele leichte Fälle registriert, die nicht zum Tod führten. Bislang liege das Durchschnittsalter der Infizierten bei 47 Jahren, pro Woche würden rund 350.000 Menschen in Deutschland getestet. Mehr sei im Moment mit herkömmlichen Tests nicht möglich, sagte Wieler.

12.27 Uhr: In Spanien ist mit 849 Toten durch das Coronavirus binnen 24 Stunden ein neuer Höchstwert verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg damit auf 8189, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Weitere 9222 Menschen infizierten sich neu mit dem Virus. Damit verzeichnet das Land jetzt 94.417 offiziell bestätigte Infektionen.

Am Tag zuvor war die Zahl der neuen Todesfälle in Spanien leicht zurückgegangen. Dies hatte die Hoffnung geweckt, das Land könnte den Höhepunkt der Pandemie erreicht haben. Die Zahlen vom Dienstag machten diese Hoffnung aber wieder zunichte. Spanien weist nach Italien die weltweit höchste Zahl an Todesopfern durch die Coronavirus-Pandemie auf. Mehr zur Situation in Spanien erfahren Sie hier.

Zwölfjähriges Mädchen in Belgien nach Coronavirus-Infektion gestorben

12.17 Uhr: In Belgien ist ein zwölfjähriges Mädchen in Folge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. „Das ist ein sehr seltener Fall, aber er erschüttert uns sehr“, sagte der für die Corona-Pandemie zuständige Behördensprecher in Brüssel. Demnach hatte das Kind zuvor drei Tage lang Fieber gehabt. Es ist der erste Corona-Todesfall eines Kindes in Belgien. Lesen Sie auch: So gefährlich ist das Coronavirus für jüngere Menschen

12.01 Uhr: Die Bundesregierung arbeitet bei Corona-Hilfen an Nachbesserungen für mittelständische Unternehmen, um eine Pleitewelle zu verhindern. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, könnten Kredite für mittelständische Firmen mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden. Die EU-Kommission müsse diesem Modell allerdings zustimmen, es liefen dazu Gespräche.

11.49 Uhr: Einzelne Abwasserentsorger in Deutschland melden Probleme mit verstopften Pumpen und Kanälen, weil Verbraucher mangels Toilettenpapier Feuchttücher, Küchenpapier, Taschentücher „und andere Behelfsmittel“ als Ersatz benutzen. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) rief die Verbraucher daher auf, nur Toilettenpapier über die Toilette zu entsorgen - „und sonst nichts!“ Lesen Sie auch diese Kolumne: Immerhin ist Deutschland das Land der sauberen Hintern

Desinfektionsmittel vor Lebensmittelläden und Apotheken gefordert

11.45 Uhr: Der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann wünscht sich eine bessere Hygiene in den Läden, die derzeit noch geöffnet haben. „Sinnvoll wäre es, wenn Lebensmittelläden und Apotheken beim Ein- und Ausgang Desinfektionsmittel bereitstellen würden, damit die Kunden vor und nach dem Einkauf ihre Hände desinfizieren können“, sagte Ullmann der „Rheinischen Post.. Er wies darauf hin, dass das Coronavirus durch Schmierinfektion übertragen werden könne.

So waschen Sie die Hände richtig
So waschen Sie die Hände richtig

11.35 Uhr: Ein Corona-Infizierter in Schleswig-Holstein hat nach Angaben der Behörden die häusliche Quarantäne verlassen und zu mindestens drei Menschen Kontakt gehabt. Das sagte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde.. Ob der Mann möglicherweise noch mehr Personen getroffen habe, werde derzeit überprüft. Der Mann war Mitte März aus einem Risikogebiet zurückgekehrt, er kam in häusliche Quarantäne. Er wurde positiv auf das neuartige Coronavirus getestet.

Der Quarantäne-Bruch fiel auf, als die Behörden die Kontakte eines anderen Infizierten nachverfolgten, um die Infektionskette zu unterbrechen. Dabei wurde festgestellt, dass der Quarantäne-Brecher Kontakt zu dem anderen Corona-Positiven hatte. Dem Mann droht mindestens ein Bußgeld, möglicherweise auch eine Strafanzeige, sollten weitere Verstöße bekannt werden, sagte die Sprecherin des Kreises.

11.30 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog. Die Entwicklungen der letzten Tage in der Coronavirus-Pandemie finden Sie in unserem vorhergehenden Newsblog.

Coronavirus-Infektionen – Mehr zum Thema:

Das Coronavirus war im Januar in das Bewusstsein der Öffentlichkeit außerhalb von China geraten: Zu Jahresanfang wurden immer mehr Infektionen mit dem neuartigen Virus und der davon ausgelösten Lungenkrankheit in der chinesischen Stadt Wuhan bekannt. Nach und nach stellten internationale Fluggesellschaften ihre Flüge nach China ein.

(dpa/afp/fmg)

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