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Schutz, Wirkung, Impfstoffe - Alle Infos zur Corona-Impfung

Lesedauer: 18 Minuten
Kreuzimpfung gegen Covid-19: Besserer Schutz, stärkere Reaktion?

Kreuzimpfung gegen Covid-19: Besserer Schutz, stärkere Reaktion?

Heterogene Impfungen, oder Kreuzimpfungen, werden zukünftig für viele eine Rolle spielen. Doch bieten sie einen besserer Schutz oder stärkere Reaktion?

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Berlin.  Biontech, Astrazeneca, Johnson & Johnson - Welche Corona-Impfstoffe gibt es noch? Wie wirksam sind sie? Alle Infos zur Corona-Impfung.

  • Die Impfkampagne in Deutschland hat an Tempo gewonnen: Das liegt auch and den Hausärzten, die täglich Hunderttausende Menschen impfen
  • Wieviele Impfstoffe gibt es, welche sind bereits zugelassen? Wie wirksam sind die Covid-19-Impfstoffe?
  • Hier finden Sie einen Überblick und die wichtigsten Infos rund um die Corona-Impfung

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie fiel auch der Startschuss für den Wettlauf um einen wirksamen Impfstoff gegen das Virus: Pharmaunternehmen haben im Rekordtempo Vakzine entwickelt, die nach Studien und Testphasen ebenso schnell ihre Zulassungen erhielten.

In der EU bereits zugelassen sind die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson, weitere könnten schon bald folgen. Seit in Deutschland auch die Hausärzte gegen das Coronavirus impfen, hat die Impfkampagne in Deutschland Fahrt aufgenommen.

Viele Menschen fragen sich: Wer ist beim Impfen als nächstes an der Reihe? Wann sind die Impfstoffe für jede und jeden verfügbar? Und wie steht es eigentlich um die Nebenwirkungen? Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Corona-Impfstoff.


Inhalte dieses Artikels:

  1. Welche Corona-Impfstoffe gibt es?
  2. Welchen Impfstoff erhalte ich - kann ich ihn mir aussuchen?
  3. Wann werde ich geimpft?
  4. Welche Lockerungen gelten für Corona-Geimpfte?
  5. Wo bekomme ich den digitalen Impfpass?
  6. Digitaler Impfpass: CovPass oder Corona-Warn-App?
  7. Wie wirksam ist die Kreuzimpfung?
  8. Wie erhalte ich einen Termin für die Corona-Impfung? Muss ich mich anmelden?
  9. Welche Unterlagen muss ich zu meinem Impftermin mitbringen?
  10. Impfungen von Kontaktpersonen - Wie können sie sich eher impfen lassen?
  11. Sollten sich Schwangere impfen lassen?
  12. Wird es eine Corona-Impfpflicht geben?
  13. Wie sieht die Impfstrategie aus?
  14. Wo kann ich mich impfen lassen?
  15. Wie funktionieren mRNA-Impfstoffe?
  16. Wie viel Zeit darf zwischen erster und zweiter Impfung mit Biontech und Co. liegen?
  17. Was sind die Nebenwirkungen der Covid-19-Impfung?
  18. Wann treten Nebenwirkungen auf und wie lange halten sie an?
  19. Was hat es mit den Berichten über Herzmuskelentzündungen auf sich?
  20. Was hat es mit dem "Covid-Arm" auf sich?
  21. Ist man nach der Corona-Impfung immun?
  22. Gibt es einen Impschutz bereits nach der ersten Impfung?
  23. Ist man nach der Corona-Impfung ansteckend?
  24. Wie lange kein Sport nach der Corona-Impfung?
  25. Darf ich nach der Corona-Impfung keinen Alkohol trinken?
  26. Wirken die Impfstoffe gegen die Mutationen?
  27. Corona-Impfstoff: Wie gut ist die Impfung von Biontech/Pfizer?
  28. Wie wirkt der Impfstoff von Moderna?
  29. Was muss man über Astrazeneca wissen?
  30. Was ist der Impfstoff von Curevac?

Welche Corona-Impfstoffe gibt es?

Mehrere Unternehmen haben angesichts der weltweiten Corona-Pandemie im Eiltempo Impfstoffe entwickelt – mit Erfolg. Vier Impfstoffe sind in der EU bereits zugelassen.

  • Der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer wird in Deutschland seit Ende Dezember gespritzt
  • Auch das Vakzin des US-Konzerns Moderna ist seit Januar hierzulande zugelassen
  • Astrazenecas Vektorimpfstoff ist in der EU seit Ende Januar zugelassen, wird allerdings nur noch eingeschränkt verimpft – Anfang Mai hoben Bund und Länder die Priorisierung für das Vakzin auf
  • Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson ist bereits zugelassen, die Impfungen mit dem Vakzin haben auch in Deutschland begonnen

Die Europäische Kommission hatte sich bereits vor den ersten Zulassungen von den Herstellern Impfdosen in Millionenhöhe gesichert. Auch mit der Tübinger Firma Curevac gibt es schon Verträge, eine Zulassung vor der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) könnte kurz bevor stehen. Lesen Sie auch: Sputnik V: Das ist der Corona-Impfstoff aus Russland

Welchen Impfstoff erhalte ich - kann ich ihn mir aussuchen?

Auch Hausärzte impfen inzwischen gegen das Coronavirus. Einen Impfstoff kann man sich in den meisten Fällen aber nicht aussuchen. Lesen Sie dazu: Welchen Impfstoff erhält man?

Anmeldung: Wie erhalte ich einen Termin für die Corona-Impfung?

Seit mehreren Monaten werden Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft - nach der vorgegebenen Reihenfolge der Bundesregierung. Bund und Länder haben das Astrazeneca-Vakzin Anfang Mai freigeben. Wie kommt man an einen Termin für die Spritze? Dazu gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Reglungen. Lesen Sie hier: So bekommt man einen Termin für die Corona-Impfung.

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Was muss ich zu meinem Corona-Impftermin mitbringen?

Wer einen Impftermin bekommen hat, sollte sich bestmöglich auf diesen vorbereiten. Auch wenn die Regeln von Bundesland zu Bundesland leicht abweichen, gibt es gewisse Unterlagen, die jeder zu seinem Termin mitbringen sollte. Welche das sind, lesen Sie hier.

Corona-Impfstoff: Wann werde ich geimpft?

Aktuell steht in Deutschland noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung, um jeder impfbereiten Person ein Vakzin verabreichen zu können. Deshalb ist die Reihenfolge in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt. Sie basiert auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (RKI). Ab Juni soll die Priorisierung fallen: Dann sollten Corona-Impfungen theoretisch für alle möglich sein. Lesen Sie dazu: Wann ist ihre Impfung? Dieser Rechner kalkuliert ihren Impftermin

Das sieht die Priorisierung unter anderem vor:

  • Höchste Priorität: Beispielsweise Personen über 80 Jahre, Pflegeheimbewohner, Pflegekräfte und Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen
  • Hohe Priorität: Beispielsweise Personen über 70 Jahre, Personen mit Trisomie 21, Demenz oder geistiger Behinderung, Personen nach Organtransplantationen, Kontaktpersonen von Schwangeren, Beschäftigte in stationären Einrichtungen für Personen mit geistiger Behinderung, Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, Personen, die in Unterkünften für Geflüchtete oder Obdachlose leben, Beschäftigte in Kinderbetreuungseinrichtungen und Grundschulen
  • Erhöhte Priorität: Beispielsweise Personen über 60 Jahre, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, Beschäftigte in relevanten Positionen in Regierungen, Verwaltungen oder Verfassungsorganen, Erzieher und Lehrer, die nicht in der 3. Gruppe sind, Beschäftigte im Einzelhandel
  • Ohne Priorität: Alle Personen, die ein geringeres Risiko haben, einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung zu erleiden

Wie hoch ist die Wirksamkeit der Corona-Kreuzimpfung?

Erst Astrazeneca, dann Biontech? Erste Studien dazu zeigen: Die Kombinationen der Impfstoffe bei einer Kreuzimpfung sind zwar sicher, doch es gibt häufiger Nebenwirkungen.

Welche Lockerungen gelten für Geimpfte?

Shopping oder Friseurbesuch ohne vorherigen Corona-Test, keine Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen mehr: Die Verordnung mit Lockerungen für gegen das Coronavirus Geimpfte und Genesene ist in Kraft.

Woher bekomme ich den digitalen Impfpass?

Ab Montag ist der digitale Impfpass bundesweit in Apotheken erhältlich - es soll das Reisen in der Pandemie erleichtern.

Digitaler Impfpass: CovPass oder Corona-Warn-App?

Man kann seine vollständige Corona-Impfung mithilfe von zwei Apps nachweisen. Ob man sich für den CovPass vom RKI entscheidet oder auf die Corona-Warn-App zurückgreift, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Beide können per QR- oder Barcode das Impfzertifikat abrufen und speichern.

Impfungen von Kontaktpersonen - Wie können sie sich eher impfen lassen?

Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen können früher gegen Corona geimpft werden. Hier lesen sie: Das müssen Kontaktpersonen von Schwangeren und Risikogruppen zur Corona-Impfung wissen.

Impfungen gegen Corona – Wie sieht die Impfstrategie aus?

Die Bundesregierung hat in ihrer Impfstrategie drei Phasen vorgesehen:

  1. In Phase IA („Gezielte, zentralisierte Verimpfung“) ist erst wenig Impfstoff vorhanden, weshalb die Verimpfung stark priorisiert und nur für einen besonderen Personenkreis erfolgen kann. Dabei orientiert sich die Regierung an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, der Leopoldina und des Deutschen Ethikrates, zuerst besonders gefährdete Personen zu impfen.
  2. In Phase IB („Erweiterte, zentralisierte Verimpfung“) hat sich die Lage etwas entspannt: Es gibt zwar inzwischen etwas mehr Impfstoff, aber es findet weiterhin eine priorisierte Impfung für Gefährdete statt.
  3. Erst in Phase II („Breite, dezentrale Routine-Verimpfung“) ist der Impfstoff großflächig und für einen größeren Personenkreis verfügbar.

Corona: Wo kann ich mich impfen lassen?

Viele Impfungen erfolgen in Impfzentren. Auch mobile Impfteams sind seit dem Start der Impfkampagne unterwegs, beispielsweise in Pflege- und Seniorenheimen. Mittlerweile impfen auch niedergelassene Ärzte gegen Corona. Lesen Sie hier: Alle Informationen zur Corona-Impfung beim Hausarzt.

Können sich Schwangere eher impfen lassen?

Viele Schwangere würden sich gerne impfen lassen. Groß ist die Sorge vor einer Ansteckung – etwa durch die Erstgeborenen, die in die Schule müssen. Sie wissen um ihr erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Doch ebenso groß wie die Sorge ist auch die Verunsicherung. Schließlich hielt sich die Ständige Impfkommission (Stiko) bislang mit einer generellen Empfehlung zurück.

Dieser Passus wurde in der neuen fünften Aktualisierung der Stiko-Impfempfehlung nun erweitert. Zusätzlich zum hohen Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung ist nun mit Blick auf Schwangere auch von „einem erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände“ die Rede. Das Wort „Einzelfälle“ wurde gestrichen.

Wird es eine Corona-Impfpflicht geben?

Die Bundesregierung hat sich mehrmals klar gegen eine nationale Corona-Impfpflicht ausgesprochen. Solange es keine offizielle Impfpflicht gibt, kann auch nicht vom Arbeitgeber verlangt werden, dass sich die Beschäftigten einer Impfung unterziehen – ganz egal, ob es sich um ein privatwirtschaftliches oder staatliches Unternehmen handelt.

In mehreren Bundesländern gibt es allerdings erste Privilegien für Geimpfte oder Genesene: Mancherorts dürfen sie beispielsweise ohne Corona-Test shoppen gehen.

Einkaufen mit Impfung: In diesen Bundesländern ist es erlaubt
Einkaufen mit Impfung: In diesen Bundesländern ist es erlaubt

Wie funktionieren mRNA-Impfstoffe?

Unter Impfskeptikern hält sich hartnäckig die Annahme, dass mRNA-Impfstoffe das Erbgut verändern können. Dies trifft nicht zu. Die Stoffe ermöglichen es mittels einer mRNA („Boten-RNA“), den Zellen im Muskelgewebe die Information für die Herstellung einzelner Antigene zu übermitteln, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf seiner Webseite erklärt.

Dadurch beginnt die Zelle mit dem Bau von Proteinen, die dem Immunsystem als Antigene präsentiert werden – eine Immunantwort wird ausgelöst. Das Erbgut bleibt von diesen Vorgängen unberührt. Lesen Sie hier: Das ist die Wirkungsweise von mRNA-Impfstoffen

mRNA-Impfung: Wie viel Zeit darf zwischen erster und zweiter Impfung mit Biontech und Co. liegen?

Zwischen der ersten und der zweiten mRNA-Impfung sollen künftig sechs Wochen liegen, vielleicht mehr. Lesen Sie hier: Welche Folgen hat der größere Abstand zwischen zwei Impfungen mit den mRNA-Impfstoffen.

Corona: Was sind die Nebenwirkungen der Impfstoffe?

Harmlose Reaktionen oder leichtere Nebenwirkungen nach Impfungen sind ganz normal. Sie treten auch nach gängigen Impfungen wie Tetanus oder Mumps-Masern-Röteln auf.

Dazu zählen:

  • Schwellungen oder leichte Schmerzen an der Einstichstelle
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Übelkeit
  • Leichtes Krankheitsgefühl
  • Fieber

In sehr seltenen Fällen kann es zu einem allergischen Schock kommen, der lebensbedrohlich sein kann. Daher bleibt man nach der Impfung in der Regel noch etwa 30 Minuten unter Beobachtung. Das sind mögliche Nebenwirkungen der Corona-Impfung.

Einen Sonderfall bildet der Impfstoff von Astrazeneca. Nach Impfungen mit dem Vakzin sind inzwischen mehrere Fälle von Hirnvenenthrombosen aufgetreten, häufig bei Frauen unter 55. Deutschland hat die Impfungen mit Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren daher nun eingeschränkt. Mehr dazu: Astrazeneca-Impfung: Was man über Thrombosen wissen muss

Corona-Impfstoffe: Diese Nebenwirkungen gibt es
Corona-Impfstoffe- Diese Nebenwirkungen gibt es

Corona-Impfung: Wann treten Nebenwirkungen auf und wie lange halten sie an?

Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und halten im Normalfall einige Tage an. Auch eine allergische Reaktion zeigt sich unmittelbar nach Verabreichung des Vakzins. Auch interessant: Corona-Impfung: Lösen mRNA-Impfstoffe Zyklusstörungen aus?

Berichte über Herzmuskelentzündung nach Impfung - Was muss ich wissen?

Eigentlich zählen die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zu den beliebteren Vakzinen - unter anderem wegen geringer Nebenwirkungen bei hohem Schutz vor Covid-19. Doch nachdem es im April Berichte über Herzmuskelentzündungen in Israel gab, die möglicherweise in Zusammenhang mit den Impfungen stehen könnten, prüfen nun auch die USA einige Fälle der Erkrankung. Kardiologen aus Deutschland weißen auf eine zu schlechte Datenlage hin, um aus den Berichten Schlüsse zu ziehen.

Covid-Arm nach Corona-Impfung - Was ist damit gemeint?

Der Oberarm fühlt sich schwer an, wie nach einem übertriebenen Hanteltraining. Man kann den Arm kaum heben, selbst das Tippen auf der Tastatur bereitet unangenehme Schmerzen. So beschreiben die Geimpften ihren „Covid-Arm“ – eine der möglichen Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung.

Besonders auffällig ist, dass diese Reaktion vor allem nach der Injektion mit den mRNA-Impfstoffen beobachtet wird, am häufigsten nach Moderna.

Ist man nach der Corona-Impfung immun?

Da die Impfungen erst seit einigen Monaten stattfinden, gibt es bislang noch keine Langzeitstudien zur Wirkdauer der Immunisierung. Anhand der Immunreaktionen nach einer Corona-Infektion kann man jedoch gewisse Schlüsse ziehen. Studien zeigen, dass Antikörper und T-Zellen bei bereits Infizierten durchschnittlich fünf Monate lang nachweisbar waren.

Immunologen gehen davon aus, dass eine Impfung eine noch stärkere Immunantwort des Körpers auslöst, was zu einer längeren Immunität gegen das Virus führen kann. Von einer lebenslangen Schutzwirkung wird derzeit allerdings nicht ausgegangen.

Ab wann wirken die Corona-Impfungen?

Ein kleiner Pieks und schon ist man vor Corona geschützt? So einfach ist es nicht. Wie schnell ist man als Geimpfter tatsächlich vor Corona geschützt? Reicht bereits die erste Dosis aus, um das Virus in Schach zu halten? „Der Schutz setzt nicht sofort nach der Impfung ein“, teilt das RKI auf seiner Homepage mit. Das bedeutet, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis der Impfschutz aufgebaut werden kann.

Ist man nach der Corona-Impfung ansteckend?

Eine britische Studie deutet darauf hin, dass Geimpfte deutlich weniger ansteckend sind. Dafür wurden 24.000 Haushalte untersucht, in denen sich ein bereits einmal Geimpfter mit dem Virus infizierte.

Die Studie der Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) bezieht sich sowohl auf Erstimpfungen mit den Vakzinen von Astrazenaca als auch von Biontech/Pfizer. Wer sich innerhalb von drei Wochen nach der ersten Dosis mit dem Coronavirus infiziere, gebe die Infektion zwischen 38 und 49 Prozent weniger wahrscheinlich an andere Haushaltsmitglieder weiter als Ungeimpfte, heißt es darin.

Wie lange kein Sport nach der Corona-Impfung?

Unmittelbar nach einer Impfung sollte man auf extremen Ausdauersport oder Krafttraining verzichten, da das Immunsystem dadurch geschwächt und Nebenwirkungen verstärkt werden können. Gegen leichte körperliche Betätigung spricht allerdings nicht.

Darf ich nach der Corona-Impfung keinen Alkohol trinken?

Auch auf Alkohol sollte man etwa drei Tage nach einer Impfung verzichten. Ebenso wie starke körperliche Belastung hat auch Alkohol eine negative Wirkung auf das Immunsystem.

Wie gut wirken Impfstoffe gegen die Corona-Mutationen?

Wenn sich das Coronavirus verbreitet, entstehen zwangsläufig Mutationen. Es ist nicht auszuschließen, dass die derzeitigen Impfstoffe dann nicht mehr wirksam sein könnten. Doch was könnte ein solches Szenario begünstigen? Welche Varianten und Mutationen bereiten der Wissenschaft Sorgen, und wie wird die Situation in Deutschland beobachtet? Lesen Sie hier: Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Wirksamkeit der Corona-Impfungen gegen Mutationen.

Corona-Impfstoff: Wie gut ist die Impfung von Biontech/Pfizer?

Bei dem Impfstoff des Mainzer Biotechunternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer handelt es sich um einen mRNA-Impfstoff mit einer Wirksamkeit von rund 95 Prozent.

Wie wirkt der Impfstoff von Moderna?

Bei dem Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna handelt es sich ebenfalls um einen mRNA-Impfstoff . Er weist eine Effektivität von rund 90 Prozent auf. Hintergrund: Aufbau, Wirkung, Preis: Die Corona-Impfstoffe im Vergleich

Was muss man über Astrazeneca wissen?

Der Impfstoff von Astrazeneca wurde gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt. Anders als bei Biontech/Pfizer und Moderna handelt es sich um einen Vektorimpfstoff. Er bietet laut RKI eine Wirksamkeit von insgesamt 80 Prozent. Lesen Sie auch: Alles Wichtige zum Corona-Impfstoff von Astrazeneca.

Nachdem zuletzt vermehrt Fälle von Hirnvenenthrombosen aufgetreten waren, vor allem bei Frauen unter 55 Jahren, hat Deutschland die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff eingeschränkt. Mehr dazu hier: Astrazeneca: Die wichtigsten Antworten zur neuen Regelung

Auf eigenen Wunsch hin darf aber jeder und jede Erwachsene sich mit dem Impfstoff impfen lassen – die Priorisierung für das Vakzin wurde Anfang Mai aufgehoben.

Wie wirkt der Impfstoff von Johnson & Johnson?

Das Vakzin von Johnson & Johnson ist wie der Astrazeneca-Impfstoff Vektor-basiert. Eine Besonderheit liegt bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson allerdings darin, dass eine Dosis für die Entfaltung seiner Schutzwirkung bereits genügt. Laut RKI verringert das Mittel das Risiko einer Covid-19-Erkrankung um 65 Prozent. Vor schweren Verläufen schützt es noch mehr: Hier liegt die Wirksamkeit bei 75 Prozent.

Was ist der Impfstoff von Curevac?

Ein weiterer aussichtsreicher Impfstoff könnte der Kandidat des Tübinger Unternehmens Curevac sein. Dabei handelt sich ebenfalls um einen mRNA-Impfstoff. Die Studien sind in den letzten Zügen, eine Zulassung könnte kurz bevor stehen. Lesen Sie hier: Curevac: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Impfstoff

(raer/mit dpa/afp)

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