Bahnreisen

Deutsche Bahn: Diese Regeln gelten für die Hunde-Mitnahme

| Lesedauer: 4 Minuten
Deutsche Bahn: Wenn du deinen Hund mit in den Zug nehmen willst, brauchst du höchstwahrscheinlich ein Ticket für den Vierbeiner. (Symbolbild)

Deutsche Bahn: Wenn du deinen Hund mit in den Zug nehmen willst, brauchst du höchstwahrscheinlich ein Ticket für den Vierbeiner. (Symbolbild)

Foto: IMAGO / Michael Westermann

Berlin.  Mit dem Hund klimabewusst reisen? Das geht – aber es ist nicht unkompliziert. Diese Regeln gelten bei der Bahn für den Fellfreund.

Die Deutschen sind zunehmend auf den Hund gekommen: Homeoffice macht es möglich, einen Fulltimejob und ein Haustier zu besitzen. Viele nutzen das, um sich einen langersehnten Wunsch zu erfüllen: einen zu haben. Seit der Corona-Pandemie steigen die stetig. Aber was, wenn man das Zuhause verlässt, um Verwandte in anderen Ecken des Landes zu besuchen?

Deutsche Bahn und Hunde: Das richtige Ticket finden

Bevor die Reise los geht, muss geschaut werden, ob der Hund bei der Deutschen Bahn ein Ticket braucht. Kleine Vierbeiner, ungefähr so groß wie eine Katze, können nämlich kostenlos reisen. Sie müssen in einer Box unter- oder oberhalb des Sitzes verstaut werden. Begleithunde von einem Menschen mit Schwerbehinderung fahren ebenfalls gratis. Alle anderen brauchen eine eigene Fahrkarte.

Bisher gibt es kein Hunde-Ticket. Stattdessen muss üblicherweise ein Kinderticket ohne Begleitung (für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren) gekauft werden. Dieses Ticket ist zwar online buchbar, aber nicht online abrufbar. Es muss mit der Post zugestellt werden – dies kostet 5,90 Euro. Alternativ kann man es direkt am Schalter kaufen. Auch interessant: Deutsche Bahn will Preise erhöhen: Das kommt auf Kunden zu

Will man einen guten Deal machen, sollte genügend Zeit für den Postweg eingerechnet werden. Die Deutsche Bahn gibt drei bis fünf Werktage für die Zustellung des Tickets an. Spontanes Buchen ist nur im Bahnhof möglich. Dafür ist laut Unternehmen keine separate Platzreservierung nötig. Sie sieht vor, dass das Tier nah beim Halter zum Beispiel unter dem Sitz liegt. Ob eine Reservierung trotzdem sinnvoll ist, muss jeder Halter für sich entscheiden. Wichtig: Der Hund auf dem Sitz neben sich ist verboten.

Deutsche Bahn und Hunde: Das sind die Ausnahmen

Bei den Länder-Tickets gelten Hunde, die größer sind als eine Hauskatze sind, als Erwachsene. Wer zu viert mit Hund reist, braucht demnach ein Ticket für fünf Reisende. Auf dem Länder-Ticket trägt man dazu in einer der Zeilen unter "Name" den Begriff "Hund" ein. Die Bestimmungen können sich im Nahverkehr von Stadt zu Stadt ändern. Auch die Regeln außerhalb von Deutschland sind ganz unterschiedlich. Mit dem Hund von Berlin über Wien nach Rom zu reisen ist grundsätzlich möglich, jedes Land hat aber andere Regeln. Lieber nochmal nachfragen! Lesen Sie hier: Deutsche Bahn: Große Veränderung bei den Regio-Zügen

Hunde bei der Deutschen Bahn: Maulkorb und Leine sind Pflicht

Ganz gleich wie gehorsam der Hund ist, es herrscht eine Maulkorb- und Leinen-Pflicht. Bis auf Begleithunde müssen alle Vierbeiner beides während der Fahrt tragen. Ist der Hund nicht daran gewöhnt, ist es wahrscheinlich, dass er erstmal Probleme damit hat. Am besten sollte das Tier vorher darauf trainiert werden. Wenn möglich mit einer oder zwei Probefahrten im Nahverkehr. Lesen Sie hier: Deutsche Bahn: Das ändert sich bei Umsteige-Verbindungen

Deutsche Bahn: Tipps und Tricks für eine entspannte Fahrt mit Hund

Einfach darauf losfahren kann ohne Übung schnell anstrengend werden – aber mancher Stress kann umgangen werden. So sorgen Sitzplätze in einem Abteil oder an einem Tisch für genügend Platz, sodass Hund und Mitfahrende leichter Abstand halten können. Außerdem ist es besser, Waggons mit anderen Tieren zu vermeiden. Damit sind Auseinandersetzungen direkt ausgeschlossen. Im besten Fall ist der Hund entspannt genug, um die ganze Zeit zu schlafen.

Bei langen Fahrten helfen Hundewindeln. Mit ihnen können Missgeschicke im Zug zu vermieden werden. Sind die Umsteigezeiten groß genug, können zwischen den Fahrten sogar Spaziergänge unternommen werden. Eine Win-Win-Situation für Hund und Halter. (soj)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Panorama

Liebe Nutzerinnen und Nutzer:

Wir mussten unsere Kommentarfunktion im Portal aus technischen Gründen leider abschalten. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie
» HIER