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Blut analysiert: Ebola-Verdacht in Hannover nicht bestätigt

Ein Mitarbeiter der Feuerwehr hält e

Ein Mitarbeiter der Feuerwehr hält e

Foto: Holger Hollemann / dpa

Hannover  In Hannover war die Feuerwehr zu einem Mehrfamilienhaus ausgerückt. Es ging um einen Ebola-Verdachtsfall. Nun gab es die Entwarnung.

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Entwarnung im Fall eines Anfangsverdachts auf Ebola: Die Frau aus Hannover, die nach einer Kamerun-Reise an Fieber erkrankt war, hat sich nicht mit Ebola infiziert. Das teilte eine Sprecherin des Gesundheitsamtes Hannover am Mittwochabend mit.

Ein Bluttest im Hochsicherheitslabor des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA) habe die Vermutung ausgeräumt.

Die Feuerwehr war am Mittag zu einem Einsatz in einem Mehrfamilienhaus ausgerückt, weil eine in dem Haus lebende Frau nach ihrer Rückkehr aus Kamerun in Afrika über hohes Fieber geklagt hatte. Sie selbst hatte die Befürchtung geäußert, an Ebola erkrankt zu sein.

Deshalb war das Gesundheitsamt zu dem Fall hinzugezogen worden. Zuerst hatte die „Hannoversche Allgemeine“ (HAZ) darüber berichtet.

„Für die Überprüfung eines solchen Verdachtes gibt es ein festgelegtes Schema“, hieß es. Dazu gehöre, dass geklärt werde, ob die betroffene Person Kontakt mit an Ebola erkrankten Menschen oder Tieren gehabt habe.

Der Frau wurde Blut abgenommen worden. Hätte sich der Anfangsverdacht bestätigt, wäre die Patientin mit einem entsprechenden Rettungswagen in ein spezialisiertes Krankenhaus gebracht worden.

Woran erkennt man eine Ebolafieber-Erkrankung?

Die Frühsymptome von Ebola ähneln laut Robert-Koch-Institut (RKI) einem grippalen Infekt, später können weitere Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall, Kopf- und Brustschmerzen sowie Atemnot hinzukommen. Die Erkrankung kann in schlimmsten Fall zum Tode führen.

Ein begründeter Verdacht liege nur dann vor, wenn die Person in den letzten 21 Tagen aus Gebieten mit Ebolafieber-Erkrankungen eingereist sei, typische Symptome zeige und Kontakt zu lebenden oder verstorbenen Betroffenen hatte.

Wie wird Ebola übertragen?

Durch direkten Körperkontakt von Mensch zu Mensch – insbesondere mit Flüssigkeiten wie Blut, Speichel, Schweiß, Urin oder Erbrochenem. „Mit dem Ebolavirus infizierte Menschen sind jedoch erst dann ansteckend, wenn sie Krankheitssymptome zeigen“, so das RKI. Die Ansteckungsgefahr sei umso größer, je stärker die Symptome ausgeprägt seien.

Ebola-Ausbruch 2014 in Afrika

2014 kam es zu einem großen Ebola-Ausbruch in mehreren westafrikanischen Ländern. Noch heute kämpfen Länder wie der Kongo gegen die Infektionskrankheit. Dort kommt es immer wieder zu Ausbrüchen: Die WHO schickte deshalb 2017 Ebola-Experten in das Land. (bekö/cho)

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