Trauer

„Eine Legende verloren“ – so trauert die Welt um Niki Lauda

Niki Lauda 2016 am Hockenheimring. Die Formel-1-Legende starb am Montag im Alter von 70 Jahren.

Niki Lauda 2016 am Hockenheimring. Die Formel-1-Legende starb am Montag im Alter von 70 Jahren.

Foto: Pool / Reuters

Berlin  Der Tod von Niki Lauda bewegt die Sportwelt. Die Formel-1-Legende wurde 70 Jahre alt. So verabschieden sich Prominente und Kollegen.

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Große Trauer um Niki Lauda: Der dreimalige österreichische Formel-1-Weltmeister und Unternehmer ist am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben. Nicht nur die Motorsportwelt reagierte bedrückt auf die Nachricht. Das sind die ersten Reaktionen.

„Für immer in unseren Herzen, für immer unsterblich in unserer Geschichte“, twitterte die Formel 1 am Dienstagmorgen. „Die Motorsport-Gemeinde betrauert den niederschmetternden Verlust einer wahren Legende“. Die Gedanken aller in der Formel 1 seien bei Laudas Freunden und Familie.

Ähnlich äußerte sich auch eine Sprecherin der Fluggesellschaft Laudamotion, deren Namensgeber und Manager Niki Lauda war. „In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.05.2019, im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich.“

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz würdigte Lauda auf Twitter als „großen Österreicher“, der sich wie kein anderer mehrmals ins Leben zurück gekämpft habe. „Er ist ein Vorbild für Mut, Disziplin und Geradlinigkeit.“

1976 überlebte Lauda einen Rennunfall auf dem Nürburgring, bei dem sein Wagen gegen eine Felswand schleuderte und anschließend in Flammen aufging. Teile seiner Kopfhaut verbrannten schwer. Zudem verätzte er sich die Lunge.

Als Spätfolgen musste er sich zweimal Nieren transplantieren lassen. 2018 erhielt Lauda eine Spenderlunge. Zuletzt hatte sein Arzt mitgeteilt, dass Lauda nach einer Lungenentzündung „sehr mitgenommen“ sei.

Formel-1-Legende: Niki Lauda tot – sein Leben, seine Karriere

Der Österreicher wurde in seiner Karriere dreimal Weltmeister – zweimal mit Ferrari (1975, 1977), einmal mit McLaren (1984). Beide Rennställe bekundeten am Dienstag ihre Trauer auf Twitter.

„Heute ist ein trauriger Tag für die Formel 1. Die große Ferrari-Familie hat die Nachricht vom Tod unseres Freundes Niki Lauda mit tiefer Trauer aufgenommen. Er wird für immer in unseren und den Herzen der Tifosi sein“, schrieb die Scuderia Ferrari.

Auch mehrere ehemalige und aktuelle Formel-1-Fahrer nahmen Abschied. Besonders bewegend äußerte sich der Weltmeister von 2016, Nico Rosberg: „Lieber Niki. Danke für alles. Ich habe so viel von dir gelernt. Deine Leidenschaft, deinen Kampfgeist, deine Wiedergutmachungsstärke, und sogar deine Geduld mit uns jungen Fahrern!“ Millionen Fans habe er vorgelebt, auch in schweren Zeiten nicht aufzugeben. „Ruhe in Frieden.“

Der frühere österreichische Formel-1-Fahrer Alexander Wurz nannte Lauda „einen wahren Helden“, der vielen Menschen als Inspiration gedient habe. Er danke ihm, dass er immer direkt gewesen sei und für den unfassbaren Kampfgeist, den er an den Tag gelegt habe. „Wir werden dich vermissen, aber niemals vergessen.“

Nach seiner aktiven Karriere war Lauda auch als Formel-1-Experte im Fernsehen tätig. Seine früheren RTL-Kollegen Florian König und Kai Ebel, mit denen er jahrelang live von den Rennstrecken berichtet hatte, trauern ebenfalls.

Und auch der Sender bedankte sich für die gemeinsamen Momente: „Wir ziehen unsere Kappe vor dir!“

Beileidsbekundungen kamen auch von weiteren Motorsport-Journalisten. Der österreichische Formel-1-Kommentator Ernst Hausleitner schickte schlicht den Namen „Niki“, dazu ein Emoji von betenden Händen.

Und der britische Rennsport-Experte James Allen schrieb: „Es macht mich sehr traurig, von Niki Laudas Tod zu erfahren. Das ultimative Symbol von Mut in unserem Sport und ein Mann, mit dem man wundervoll reden konnte.“

Nachruf: Trauer um Niki Lauda – Kämpfer, Champion und immer am Limit

(cho)

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