Erschütterung

Erdbeben bei Köln folgten noch einige Nachbeben

Bei Köln hat am Mittwoch die Erde gewackelt.

Foto: Google Maps/Screenshot

Bei Köln hat am Mittwoch die Erde gewackelt. Foto: Google Maps/Screenshot

Köln  Für viele Menschen war es am Mittwochabend zu spüren: Im Raum Köln wackelte um 17.50 Uhr die Erde. Es folgten noch weitere Erdstöße.

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Erdbeben im Rheinland: Am Mittwochabend um 17.40 Uhr wackelte die Erde bei Köln. Die Angaben der Erdbebendienste zur Stärke gehen noch etwas auseinander, die Erdbebenstation Bensberg gab sie mit 2,7 an, der Geologische Dienst NRW kam auf eine Magnitude von 2,6 und verortete das Zentrum bei Hürth.

Dort kam es in der Folge noch zu einigen für Menschen nicht spürbaren Nachbeben. Bensberg berichtete am Donnerstag von insgesamt vier weiteren Beben zwischen 0,6 und 1,7 in den folgenden rund zwei Stunden. Das erste Beben war für viele Menschen deutlich spürbar gewesen, die Polizei im Rhein-Erft-Kreis berichtete von sieben Anrufen besorgter Anwohner. Auch in Köln hätten sich einige Menschen bei der Polizei gemeldet, teilte eine Sprecherin mit.

Beben strahlte Richtung Osten

Aufmerksam auf die Erschütterung wurden aber vor allem Menschen östlich des Epizentrums, wie erdbebennews.de berichtet. Dies liegt demnach an der unterschiedlichen Beschaffenheit im Untergrund. Die Seite erhielt Zeugenmeldungen aus dem gesamten Kölner Stadtgebiet. Etwa zwei Sekunden dauerte die Erschütterung

In ersten Angaben des Erdbebendienstes Südwest war noch Brühl als Zentrum angeben worden, die Stärke zunächst mit 2,4. Das belgische Erdbebenzentrum ermittelte dagegen bei dem Beben am Mittwoch auch eine Stärke von 2,9 und korrigierte die Angaben zunächst auf 3,0, dann auf 2,8. Es war das bislang stärkste tektonische Erdbeben in diesem Jahr in NRW.

Michael Kessler witzte über Calmund

Comedian Michael Kessler witzelte auf Facebook: „Das hat aber eben gewaltig gewackelt in Köln. War das ein Erdbeben oder ist Rainer Calmund hingefallen?“

Über Schäden wurde nichts bekannt. „Gebäudeschäden sind bei Ereignissen dieser Stärke nicht zu erwarten“, erklärte der Geologische Dienst.

Vor 25 Jahren hatte sich im Rheinland das größte jemals gemessene Beben nördlich der Alpen ereignet: Im April 1992 wurde in der Nähe der niederländischen Stadt Roermond ein Erdbeben der Stärke 6,0 gemessen. Eine Frau starb, mehr als 30 Menschen wurden verletzt. Die Schadenssumme betrug damals 130 Millionen Euro. Die niederrheinische Bucht ist eines der aktivsten Erdbebengebiete Mitteleuropas. (law)

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