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Friedensnobelpreis: Journalisten erhalten Auszeichnung

Philippinischstämmige Journalistin Maria Ressa: Die 58-Jährige wurde zusammen mit einem russischen Kollegen mit dem Friedensnobelpreis 2021 ausgezeichnet.

Philippinischstämmige Journalistin Maria Ressa: Die 58-Jährige wurde zusammen mit einem russischen Kollegen mit dem Friedensnobelpreis 2021 ausgezeichnet.

Foto: Photo by MARIA TAN / AFP

Oslo.  Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die beiden Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland.

Der Friedensnobelpreis 2021 geht an die Journalisten Maria Ressa und Dmitri Muratow. Das gab das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo bekannt. Maria Ressa ist Mitgründerin und Chefredakteurin des Nachrichtenportal "Rappler Online" und war fast 20 Jahre lang als CNN-Korrespondentin in Südostasien tätig. Dmitri Muratow war fast zwei Jahrzehnte lang Chefredakteur der russischen Zeitung "Nowaja Gaseta".

Sie bekommen den Preis für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden sei, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, bei der Bekanntgabe in Oslo. Mit ihrer Auszeichnung solle die Bedeutung des Schutzes der Meinungs- und Pressefreiheit unterstrichen werden.

Für die vermutlich prestigeträchtigste Auszeichnung der Welt gab es in diesem Jahr keinen klaren Favoriten. Bekannt war im Vorhinein lediglich die Zahl der Kandidaten: 329. Beobachter rechneten auch mit Organisationen wie "Reporter ohne Grenzen" und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als mögliche Preisträger, die belarussische Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja wurde auch in Betracht gezogen.

Friedensnobelpreis 2021: Wer im Vorfeld ebenfalls große Chancen hatte

Klimaschützer wie die schwedische Aktivistin Greta Thunberg oder die UN-Klimabeauftragte Patricia Espinosa galten ebenfalls als mögliche Kandidaten. Auch der Name von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde genannt.

Diese Woche wurden bereits die Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und Literatur vergeben. Am Montag folgt die Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften. Im vergangenen Jahr war mit dem Friedensnobelpreis das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen ausgezeichnet worden.

(fmg/dpa)

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