Brand in Thyssenwerk

Thyssenkrupp-Manager müssen nach Brand mit Toten in Haft

Das Thyssenkrupp-Werk in Turin. Am 6. Dezember 2007 hatte es dort gebrannt. Sieben Männer starben. Jetzt befasst sich das Oberlandesgericht Hamm mit dem Fall.

Das Thyssenkrupp-Werk in Turin. Am 6. Dezember 2007 hatte es dort gebrannt. Sieben Männer starben. Jetzt befasst sich das Oberlandesgericht Hamm mit dem Fall.

Foto: pa ansa Contaldo / picture-alliance/ dpa

Hamm.  Nach einem Feuer mit sieben Toten in Turin verurteilte ein italienisches Gericht Ex-Manager. Ihre Beschwerde dagegen wurde in Hamm verhandelt.

Rund 12 Jahre nach einem Brand in einem Werk von Thyssenkrupp in Turin mit sieben Toten müssen zwei ehemalige Manager des Unternehmens in Deutschland in Haft. Das Oberlandesgericht Hamm hat Beschwerden von den in Italien Verurteilten verworfen.

Die beiden Deutschen, darunter der ehemalige Italien-Chef von Thyssenkrupp, müssen jetzt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Brandstiftung für fünf Jahre ins Gefängnis (Az.: III - 2 Ws 37/19 und III-2 Ws 45/19).

Feuer in Thyssenkrupp-Werk: Anklage sah bewusste Fahrlässigkeit und Brandschutzmängel

In Italien waren die Manager 2016 zu 9 Jahren und 8 Monaten beziehungsweise 6 Jahren und 10 Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Essen hatte die Haftstrafen zwar für vollstreckbar erklärt, aber die Höhe auf deutsches Recht angepasst. In Deutschland gilt ein Höchstmaß für diese Tatvorwürfe von fünf Jahren.

Das Feuer und eine Explosion ereigneten sich in dem Werk in Turin am 6. Dezember 2007. Sieben Männer waren gestorben. Die Anklage hatte dem Unternehmen „bewusste Fahrlässigkeit“ und fehlende Investitionen in den Brandschutz vorgeworfen. Neben den beiden Deutschen wurden vier italienische Thyssenkrupp-Manager verurteilt. (dpa)

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