Islamistin verurteilt

Urteil: Acht Jahre Haft für Terrorplan mit Rizin-Giftbombe

SEK-Beamten mit Atemschutzmasken und Schutzanzügen vor einem Kölner Wohnkomplex. Das Paar war im Juni 2018 in Köln festgenommen worden.

SEK-Beamten mit Atemschutzmasken und Schutzanzügen vor einem Kölner Wohnkomplex. Das Paar war im Juni 2018 in Köln festgenommen worden.

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf.  Mit ihrem Mann plante eine Kölner Islamistin einen Anschlag, der bis zu 200 Menschen hätte töten können. Sie muss für acht Jahre ins Gefängnis.

Für den geplanten Terroranschlag mit dem hochgiftigen Rizin ist eine Kölner Islamistin zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach die zum Islam konvertierte 44-jährige Deutsche am Freitag schuldig, den ersten Bombenanschlag mit einem biologischen Kampfstoff in Deutschland mit ihrem Mann geplant und vorbereitet zu haben.

Ihr Ehemann war vom Gericht bereits zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die siebenfache Mutter habe sich die radikalislamische Ideologie der Terrororganisation Islamischer Staat zu eigen gemacht.

IS-Paar war im Juni 2018 in Köln festgenommen worden

Die Bundesanwaltschaft hatte neun Jahre Haft für die Frau beantragt, die Verteidiger eine Bewährungsstrafe. Sie habe von einem Anschlagsplan nichts gewusst und auch keinen vorbereitet.

Die beschaffte Menge an Rizinus-Samen hätte rechnerisch für 13.500 Tote genügt. Tatsächlich wären durch die Verbreitung des Gifts mit einer Streubombe mit Stahlkugeln laut Gutachten bis zu 200 Menschen getötet worden. Das Paar war im Juni 2018 festgenommen worden. (dpa)

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