Gipfel

Leichen von sieben Bergsteigern im Himalaya geborgen

Der schneebedeckte Nanda Devi, der zweithöchste Berg in Indiens.

Der schneebedeckte Nanda Devi, der zweithöchste Berg in Indiens.

Foto: Stringer / Reuters

Neu Delhi  In Indien war eine Gruppe von acht Bergsteigern vor knapp einem Monat verschollen. Nun wurden laut Behörden sieben Leichen geborgen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Anfang Mai sind acht internationale Bergsteiger auf dem zweithöchsten Berg Indiens verschollen – nun wurden sieben von ihnen geborgen. Ein weiterer Vermisster am Nanda Devi im Himalaya werde noch gesucht, wie die Bezirksverwaltung in Pithoragarh am Montag mitteilte.

Acht Bergsteiger aus Großbritannien, den USA, Australien und Indien gelten seit dem 24. Mai als vermisst. Die Gruppe wollte einen unbestiegenen Gipfel des 7817 Meter hohen Berges erklimmen, als sie von einer Lawine getroffen wurde.

Die Leichen seien unter einer rund 1,5 Meter hohen Schneedecke gefunden worden, sagte der hochrangige Verwaltungsbeamte Vijay Kumar Jogdande. Die Identität der Toten war zunächst noch nicht geklärt.

Die indische Luftwaffe hatte bei der Suche nach den internationalen Bergsteigern fünf Leichen bereits zuvor entdeckt. Piloten hätten die Toten in einem Areal gesichtet, in dem eine Lawine abgegangen sei, sagte der Verwaltungsangestellte Vijay Kumar Jogdande im Distrikt Pithoragarh (Bundesstaat Uttarakhand) schon kurz nach dem Verschwinden.

Bergung in Himalaya durch Wind und Schneefall erschwert

Das Team war nicht wie geplant vor einer Woche in sein Basiscamp zurückgekehrt. Die Männer hatten versucht, einen bisher nicht bestiegenen, mehr als 7800 Meter hohen Gipfel in der nordindischen Region zu erklimmen. Die Wahrscheinlichkeit, die Kletterer lebend zu finden, hatten die Rettungskräfte von vornherein als gering eingeschätzt.

„Da die Region, in der die Leichen gefunden wurden, in einer Höhe von mehr als 5000 Metern liegt und starkem Schneefall und Wind ausgesetzt ist, können wir heute kein Team aussenden“, sagte Jogdande kurz nach dem Verschwinden.

Im Himalaya kommt es immer wieder Katastrophen, so starben zehn Menschen Ende Mai auf dem Mount Everest. Erst vergangene Woche hatte es ein anderes Unglück in der Region gegeben: Ein Bus stürzte im Himalaya in eine tiefe Schlucht – 42 Tote. (les/dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben