„Coronafrei“

Lesestoff für die Quarantäne: Unsere spannendsten Reportagen

Die Mintarder Autobahnbrücke (A52) führt in Mülheim an der Ruhr über das Haus von Julia Apeltrath und Matthias Strengbier. Für die Bewohner bedeutet der Neubau Ungewissheit.

Die Mintarder Autobahnbrücke (A52) führt in Mülheim an der Ruhr über das Haus von Julia Apeltrath und Matthias Strengbier. Für die Bewohner bedeutet der Neubau Ungewissheit.

Foto: Lukas Schulze / FUNKE Foto Services

NRW.  Quarantäne und nun? Wir haben unsere besten Reportagen zusammengestellt. Über Hundewaschanlagen, grenzenlose Liebe und einen mutigen Lkw-Fahrer.

Das Coronavirus legt NRW lahm. Schulen, Schwimmbäder und Bars haben geschlossen. Warum nicht mal wieder ein wenig lesen? Machen Sie mit uns „coronafrei“ und lesen Sie eine Auswahl unserer besten Geschichten und Reportagen der vergangenen Monate. Diese Texte sind garantiert „coronafrei“ – versprochen!

Eine Hundewaschanlage in Herne

Auch Hunde müssen mal baden. Wer keine geeignete Badewanne zur Verfügung hat, kann die Hundewaschanlage in Herne besuchen. Autowaschanlagen-Besitzer Klaus Peter Klaeser bietet eine solche Station seit Ende November 2019 an. Im Gespräch erzählt er, wie er auf diese Idee kam. Sein Hund Balu lässt die schaumige Prozedur über sich ergehen.

Unsere Reporterin Karoline Poll hat sich die Anlage „Dogwash“ angeschaut, unser Fotograf Dietmar Wäsche hat vor Ort ein Video gedreht, das die ungewöhnlich Waschanlage in Aktion zeigt.

>>> Hier lesen: Hunde-Waschanlage in Herne: Hier können Sie Ihr Tier verwöhnen

Ein Leben im Schatten der Autobahn

Wie lebt es sich im Schatten von Deutschlands längster Stahlbrücke? Mona Apeltrath und Matthias Strengbier leben im Mülheimer Ruhrtal. Über ihren Grundstücken verläuft in 65 Metern Höhe die Mintarder Brücke. Täglich passieren so 80.000 Fahrzeuge über die A52 das Tal. Weil die Brücke marode ist, ist ein Neubau geplant. Für die Anwohner bedeutet das Ungewissheit.

Unsere Reporterin Annika Fischer hat die Familien in Mülheim besucht und mit ihnen gesprochen: Über Lärm, herabfallenden Müll und was ihnen die Brücke persönlich bedeutet.

>>> Hier lesen: Ruhrtal: Leben unter der längsten Stahlbrücke Deutschlands

Vom Luxus-Leben in den chinesischen Knast

Mit Mitte Zwanzig hat Robert Rother fast alles erreicht: Eine Partnerin an seiner Seite, ein schnelles Auto, ein Luxus-Leben in einer chinesischen Metropole. Solange, bis dem gebürtigen Unnaer chinesische Ermittlungsbehörden auf die Schliche kommen. „Wenn du verhaftet wirst, bist du in China eigentlich schon verurteilt“, sagt er. Sieben Jahre und sieben Monate sitzt Rother im Gefängnis. Nach seiner Entlassung im Dezember 2018 schreibt er das Buch „Drachen Jahre – Wie ich 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis überlebte. Darin berichtet er von systematischer Folter.

Unser Reporter Daniel Berg hat sich Rothers Geschichte erzählen lassen und mit ihm über die Zustände in chinesischen Gefängnissen aber auch seine eigene Geschichte vom Aufstieg und Fall gesprochen.

>>> Hier lesen: Erst High Society, dann Knast: Robert Rothers Leben in China

32.000 Kilometer für die Liebe

Dass für die Liebe kein Weg zu weit ist, haben Derya aus Duisburg und Hadri aus Kuala Lumpur bewiesen. Zehn Jahre lang haben sie eine Fernbeziehung geführt. Dann fasste der 34-Jährige einen Entschluss: Mit dem Auto wollte er die 32.000 Kilometern von Malaysia ins Ruhrgebiet bewältigen. Der Wagen – ein Toyota Corolla Sprinter Trueno AE86, Baujahr 1987 – hatte zum Start der Tour bereits 141.000 Kilometer auf dem Buckel. Auf Instagram verfolgte tausende Menschen seine Reise und fieberten mit.

Unser Reporter Jory Aranda hat Hadris und Deryas Geschichte getroffen und berichtet, wie das Wiedersehen war und wie es für die beiden weiterging.

>>> Hier lesen: Für die Liebe: 32.000 Kilometer mit dem Auto bis Duisburg

Mutiger Lkw-Fahrer verhindert nach Unfall schlimmeres

Als an einem Freitagnachmittag auf der A31 ein BMW auf einen Schulbus auffährt, reagiert Bastian Michel sofort. Der Lkw-Fahrer stellt seinen Sattelzug quer auf die Fahrbahn. Damit verhindert er, dass möglicherweise andere Fahrzeuge in die Unfallstelle rasen. Eine mutige Aktion, die später von der Polizei und den Businsassen gelobt wird. Das Fazit der Polizei: „Der Fernfahrer hat durch sein Handeln geholfen, weiteren Schaden bei dem Unfall abzuwenden“.

Unserem Reporter Dagobert Ernst hat Michel erzählt, wie er den Unfall erlebt hat und warum er von einigen Autofahrern für seine Aktion beschimpft wurde.

>>> Hier lesen: Unfall auf A31: Trucker stellt Lkw quer und wird beschimpft

108-Jährige feiert Geburtstag – „Bloß keine Nazis werden!“

Mit ihren 108 Jahren hat Maria Schlossarek schon einiges erlebt. Geboren wurde sie 1912 in Gelsenkirchen, lebt allerdings seit Mitte der Sechziger Jahre in Bottrop. Kaiserzeit, Nazi-Regime, Wiederaufbau – Maria Schlossarek kann Geschichten erzählen.

Unser Reporter Dirk Aschendorf hat mit ihr anlässlich ihres 108. Geburtstags gesprochen. Es geht um technische Annehmlichkeiten der heutigen Zeit und eine eindringliche Bitte an alle jüngeren Leute: „Auf jeden Fall kein Nazi werden!“

>>> Hier lesen: „Bloß keine Nazis werden!“, rät Bottrops älteste Bürgerin

(mein)

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