NRW-Sommerferien

Ferienende in NRW: Verkehrschaos bleibt vorerst aus

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Archivbild. Am letzten Ferienwochenende ist es auf den Autobahnen in NRW wieder voller.

Archivbild. Am letzten Ferienwochenende ist es auf den Autobahnen in NRW wieder voller.

Foto: Henning Kaiser / dpa

Düsseldorf.  Am letzten Ferienwochenende in NRW haben sich die Staus bislang in Grenzen gehalten. An den Flughäfen kam es wieder zu längeren Wartezeiten.

Am letzten Ferienwochenende in Nordrhein-Westfalen haben sich die Staus im bevölkerungsreichsten Bundesland trotz des Rückreiseverkehrs zunächst in Grenzen gehalten. „Es ist mehr Verkehr als an einem normalen Sonntag, aber von einem Stau-Chaos sind wir in Nordrhein-Westfalen im Moment noch meilenweit entfernt“, zog Thomas Müther vom ADAC NRW am Sonntagnachmittag eine erste Bilanz.

Insgesamt gab es am frühen Nachmittag nach seinen Worten in NRW Staus mit einer Gesamtlänge von rund 80 Kilometern. „Das ist für einen Rückreise-Sonntagnachmittag noch im Rahmen“, sagte Müther. Besonders viele Staus gab es auf den Autobahnen A1 und A3 rund um Köln und auf der A61. Auch am Samstag hatten sich die Staus in NRW laut ADAC in Grenzen gehalten.

Weiterhin Probleme an NRW-Flughäfen

An den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn war am letzten Ferienwochenende in NRW ebenfalls einiges los. Am Flughafen Düsseldorf kam es am Samstag bis zum Nachmittag zu längeren Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen und der Gepäckabfertigung; zu Ferienbeginn mussten Passiere teilweise Stunden warten. Diese führten wiederum zu Verzögerungen bei den Abflügen, wie ein Pressesprecher des Airport sagte. Grund dafür sei vor allem der Personalmangel.

„Obwohl man inzwischen versuche, dem Andrang besser Herr zu werden, reiche dies „nicht immer aus, um diepersonellen Engpässe der Dienstleister von Airlines und Bundespolizei auszugleichen.“ Die Problemewürden daher Flugreisende „aller Voraussicht nach noch einige Wochen begleiten, nicht zuletzt durch ein weiterhin hohes Passagieraufkommen auch über die Sommerferien hinaus“, sagt der Sprecher.

Ferienende in NRW: Andrang an den Flughäfen

Auch am Sonntagmorgen gab es einigen Andrang. Doch habe es keine großen Wartezeiten gegeben, hieß es. Am Samstag waren nach Angaben des Airport-Sprechers etwa 62.000 Reisegäste an dem Flughafen unterwegs. Für Sonntag waren sogar 67-000 Passagiere erwartet worden. Für Montag wurde mit weiteren 65.000 Passagieren gerechnet.

Am Flughafen Köln/Bonn herrschte am gesamten Wochenende nach Angaben eines Airport-Sprechers „ganz normaler Flugbetrieb“. Nur am Samstagvormittag habe es kurzfristig einmal längere Wartezeiten vor den Sicherheitskontrollen gegeben. Für das gesamte Wochenende von Freitag bis einschließlich Sonntag rechnete der Flughafen Köln/Bonn mit etwa 120.000 Passagieren.

Rückreiseverkehr auch noch an Montag und Dienstag in NRW

Auch an Montag und Dienstag wird noch mit Rückreiseverkehr gerechnet, der die Belastung auf den Autobahnen dann noch steigern kann, sagte Müther. Wer im Stau steckt, sollte „den Abfahr-Reflex“ unterdrücken, rät der ADAC: „Erst ab zehn Kilometern Staulänge oder bei einer Vollsperrung kann es besser sein, einen Stau zu umfahren“, sagt Müther. Ansonsten sind Ausweichrouten bei Stau schnell verstopft und man kommt dort sogar langsamer voran als bei ‘Stop-and-Go’ auf der Autobahn.

Die Groß-Flughäfen in NRW hatten im Juni unterdessen deutlich mehr Andrang: 1,7 Millionen Flugpassagiere starteten dort, das waren 1,1 Millionen mehr als ein Jahr zuvor, wo die Corona-Pandemie das Flug-Geschehen noch deutlich beeinträchtigt hatte, teilte das Landesamt für Statistik (IT NRW) am Freitag mit.

Flughafen Düsseldorf: 1,87 Millionen Flugpassagiere alleine im Juli

Im darauffolgendenJuli zählte der Flughafen Düsseldorfgar alleine insgesamt 1,87 Millionen Fluggäste insgesamt, davon 995.630 startende. Im Vergleich mit Juli 2019 - dem Jahr vor Corona - waren das 73 Prozent mehr.

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Das könnte sich womöglich auch auf den Autobahnen zeigen, schätzt man beim ADAC. „Wenn mehr Reisende mit dem Flieger in den Urlaub starten, sind weniger mit dem Auto dorthin unterwegs“, sagt der Sprecher. Ob sich das wirklich messen lassen wird? Nach den Sommerferien will man beim ADAC Bilanz ziehen. (mit dpa)

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