Suizidgefahr

Mann droht Suizid an – Gezielter Schuss beendet Großeinsatz

Mehrere Stunden mussten Polizisten einen offenbar lebensmüden, bewaffneten Mann in Liebenburg bei Goslar in Schach halten.

Foto: imago stock&people / imago/Eibner

Mehrere Stunden mussten Polizisten einen offenbar lebensmüden, bewaffneten Mann in Liebenburg bei Goslar in Schach halten. Foto: imago stock&people / imago/Eibner

Liebenburg  Ein Mann in Niedersachsen wollte offenbar tödliche Schüsse auf sich provozieren. Schließlich traf ihn eine Kugel – aber nicht tödlich.

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Mit einem gezielten Schuss in die Schulter hat die Polizei am Mittwochnachmittag eine mehrstündige Gefährdungslage in Liebenburg (Landkreis Goslar) beendet. Nach Angaben der Polizei Goslar hatte ein 41-jähriger Mann einen „Suicide by cop“ geplant – sprich: Tödliche Schüsse auf ihn durch die Polizei provozieren wollen. Das berichtet „news38.de“ unter Berufung auf die Polizei.

Zuvor habe er bereits am frühen Morgen seinen Selbstmord angekündigt, weshalb neben der Polizei auch ein Großaufgebot an Ärzten und Sanitätern anrückte, wie ein Sprecher bestätigte. Zwar gab es schließlich den von dem 41-Jährigen „erwarteten“ Schuss, der Mann schwebe aber nicht in Lebensgefahr und sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, hieß es weiter.

Mann kam mit Waffe vor sein Haus

Zu dem Schuss sei es gekommen, als der 41-Jährige um 15.35 Uhr mit einer Waffe vors Haus trat und offenbar Anstalten machte, auf die Beamten zu zielen; die Goslarer Polizei hatte schon am Vormittag das Spezialeinsatzkommando aus Hannover angefordert, weil man von „gefährlichen Gegenständen und Waffen im Haus“ des polizeibekannten Mannes wusste.

Die Polizei geht von einer psychischen Erkrankung des Mannes aus. Zudem habe er möglicherweise die Trennung von seiner Ehefrau nicht verkraftet. Familienangehörige seien am Mittwoch nicht im Haus gewesen. (sd)

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

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