Abkühlung

Raus aus der Hitze! – 10 Tipps für Ausflüge ins Kühle

Schön kühl: In der Attahöhle wird es nicht wärmer als 10 Grad.

Schön kühl: In der Attahöhle wird es nicht wärmer als 10 Grad.

Foto: dpa/Archiv

NRW.  Sie brauchen eine Pause von der Gluthitze – aber wo? Es gibt ein paar Orte in der Region, die auch im Hochsommer kühl sind. Hier unsere Tipps!

Was tun, wenn der Hochsommer NRW im Griff hat? Linderung von der Hitze schafft das Freibad, aber das ist rappelvoll. Und Kino, Museum oder Einkaufszentrum sind zwar kühl, aber auf Dauer langweilig. In Kirchen kann man sich nicht lange aufhalten, und immer mit der Bahn hin und her zu fahren (falls die Klimaanlage funktioniert) ist auch nicht das Wahre. Deshalb hier zehn Alternativen für Hitzegeplagte!

Deutsches Bergbaumuseum: Im Anschauungsbergwerk 20 Meter unter der Erde ist es auch im Hochsommer nur etwa 12 Grad kalt. Ein Pulli ist also Pflicht! Allerdings dauert eine normale Führung nur knapp 45 Minuten. Dann muss man wieder rauf in die Hitze. Aber auch die Ausstellungsräume sind recht kühl. In 70 Metern Höhe den warmen Wind um die Nase wehen lassen - das geht derzeit nicht. Der Turm ist wegen Renovierungsarbeiten nämlich bis in den Herbst geschlossen. Bei den Temperaturen vielleicht auch besser, dies ausfallen zu lassen.

Bunker: Die Wände von Bunkern sind wunderbar dick. Die Betonmassen halten nicht nur Bomben ab, sondern auch die Sommerhitze. Richtig kalt ist es aber nicht: In Hochbunkern herrschen meist um die 20 Grad. Allerdings ist nur die Temperatur angenehm – die Luft selbst ist eher abgestanden. Zu empfehlen sind das Bunkermuseum "Der Bunker" in Hagen oder das Bunkermuseum Oberhausen (im August geschlossen).

Ausweichsitz der NRW-Landesregierung: In der Nordeifel liegt mitten im Wald ein riesiger Atombunker. Dort sollte im Kalten Krieg die Landesregierung im Kriegsfall unterkommen, um weiter einsatzfähig zu sein. Technik und Einrichtung sind komplett erhalten. Der unterirdische Bunker wurde Anfang der 90er aufgegeben und ist jetzt in Privatbesitz. Die Temperatur liegt bei frischen 7 Grad – eine Führung dauert zwei Stunden. Definitiv eine Reise wert!

Eiskeller Altenberge: Früher dienten die riesigen mehrgeschossigen Kellerräume der Brauerei Beuing als Gärkeller und Lager – heute leben dort bedrohte Fledermausarten. Zu ihrem Schutz dürfen Besucher den "XXL-Kühlschrank“ nur im Sommer (Mai bis September) besichtigen. So kalt wie früher ist es aber nicht mehr: Damals wurde im Winter Eis gesammelt und in den Keller gebracht, um damit das Bier zu kühlen. Das Eis hielt sich bis zu drei Jahre!

Tropfsteinhöhlen: Die perfekte Abkühlung bieten Höhlen. Die meisten Höhlen bietet das Sauerland, aber nicht alle sind zugänglich. Die Temperatur dort liegt konstant um die 10 Grad. Führungen werden unter anderem angeboten in der Dechenhöhle in Iserlohn: Sie gilt als eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands und hat auch ein großes Museum. Beeindruckend ist auch die Attahöhle in Attendorn, die (man kann es nicht anders sagen) nun wirklich die schönste und vor allem größte deutsche Tropfsteinhöhle ist. Die Kluterthöhle in Ennepetal bietet neben normalen Führungen auch Abenteuer-Touren durch teils unbeleuchtete Kriechgänge an. Nach der Führung in der Reckenhöhle in Balve (für Rollstuhlfahrer geeignet!) kann man am Fluss entlang durchs schattige Hönnetal spazieren. Die meisten Führungen dauern 45 Minuten.

Besucherbergwerk Ramsbeck: Bis 1974 wurde in dem Bergwerk bei Meschede Blei-Zink-Roherz abgebaut. Direkt danach wurde der Besucherbetrieb aufgenommen. Seit 40 Jahren fährt die alte Grubenbahn Gäste 1300 Meter tief in den Dörnberg. Dort, 300 Meter unter der Erde, liegt die Temperatur konstant um 10 Grad. Besucher tragen natürlich Grubenhelm und Schutzkleidung. Eine normale Führung dauert bis zu anderthalb Stunden.

Besucherbergwerk Kleinenbremen: Diese Grube in Porta Westfalica wurde schon 1957 stillgelegt. Seit 1988 können Besucher mit einem historischen Triebwagen von 1937 einfahren, um die Abbaugebiete mit den mächtigen Stützpfeilern und die "blaue Lagune" zu bestaunen. Wie in Ramsbeck herrschen hier unten immer um 11 Grad.

Skydiving im Windkanal: Kühle Action gefällig? Skydiving kann zwar anstrengend sein, aber immerhin weht der Wind kräftig, der aus dem Boden kommt und den Skydiver in die Höhe hebt. In unserer Region ist Skydiving unter anderem möglich im Alpincenter Bottrop. Günstig ist der Spaß allerdings nicht...

Skihallen Bottrop und Neuss: Kälter geht's nicht! Im Alpincenter Bottrop und der Skihalle Neuss ist es nur -4 Grad kalt. Aber wer im Winter gern Ski oder Schlitten fährt, kann das auch im Hochsommer tun. Allerdings ist der Wintertag im Vergleich zu unseren anderen Ausflugstipps recht kostspielig.

Langenberg und Kahler Asten: ...und wenn Sie nur ein paar Grad Abkühlung wollen, ohne gleich den Pulli anziehen zu müssen, bieten sich die höchsten Berge von NRW an. Auf dem Langenberg (843m) in Olsberg und dem Kahlen Asten (842m) in Winterberg ist es im Schnitt 7 Grad kühler als im Ruhrgebiet. 28 Grad statt 35 Grad sind doch schon mal was!

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