Auszeichnung

„The Square“ ist Gewinner des Europäischen Filmpreises

Der schwedische Filmproduzent Erik Hemmendorff jubelt bei der Verleihung des 30. Europäischen Filmpreises in Berlin auf der Bühne über den Preis für den besten europäischen Film für "The Square".

Der schwedische Filmproduzent Erik Hemmendorff jubelt bei der Verleihung des 30. Europäischen Filmpreises in Berlin auf der Bühne über den Preis für den besten europäischen Film für "The Square".

Foto: Tobias Schwarz / dpa

Berlin  Großer Triumph für Schweden: Gleich sechs Auszeichnungen bekam „The Square“ beim europäischen „Oscar“. Auch eine Deutsche wurde geehrt.

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Die schwedische Satire „The Square“ ist am Samstagabend in Berlin als bester europäischer Film des Jahres ausgezeichnet worden. Der Film von Ruben Östlund erhielt zuvor bereits die Goldenen Palme beim Festival in Cannes. Die schwarze Komödie ist auch im Rennen um den Auslands-Oscar dabei.

Beim Europäischen Filmpreis gab es gleich sechs Trophäen, darunter in den Sparten Drehbuch, Regie, Szenenbild und beste Komödie. Bester Schauspieler wurde Östlunds Hauptdarsteller Claes Bang. Alexandra Borbély wurde für ihre Rolle in dem ungarischen Berlinale-Gewinner „Körper und Seele“ als beste Schauspielerin geehrt. Die ebenfalls in dieser Kategorie nominierte deutsche Darstellerin Paula Beer („Frantz“) ging leer aus.

Publikumspreis ging nach Deutschland

Maria Schrader gewann den Publikumspreis für den Stefan-Zweig-Film „Vor der Morgenröte“. Die französisch-amerikanische Schauspielerin Julie Delpy wurde für ihren „Europäischen Beitrag zum Weltkino“ gewürdigt. Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt der sehr gerührte russische Regisseur Alexander Sokurow („Russian Ark – Eine einzigartige Zeitreise durch die Eremitage“, „Vater und Sohn“).

Bester Animationsfilm wurde „Loving Vincent“ von Dorota Kobiela und Hugh Welchman (Polen/ Großbritannien). Den Preis für den besten Dokumentarfilm erhielt „Kommunion“ von Anna Zamecka (Polen).

„Toni Erdmann“ gewann letztes Jahr

Zu der Gala im Haus der Berliner Festspiele kamen zahlreiche Schauspieler, Regisseure und andere Filmschaffende. Darunter waren Juliette Binoche, Detlev Buck, Sandra Hüller, Nastassja Kinski, Josef Hader, Peter Simonischek, Wim Wenders, Stephen Frears, Carlos Saura und Ulrich Matthes. Durch die Show führte der Comedian Thomas Hermanns. Im vergangenen Jahr hatte Maren Ades Drama „Toni Erdmann“ den Hauptpreis gewonnen.

Der Europäische Filmpreis gilt als Europas Antwort auf den Oscar. Über die Sieger in den einzelnen Kategorien stimmen die mehr als 3000 Mitglieder der Europäischen Filmakademie ab. Der Preis wird abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt in Europa verliehen - 2018 in Sevilla. (dpa)

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