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#TimesUp: Musiker tragen bei Grammy-Verleihung weiße Rosen

Bruno Mars räumt bei den Grammys ab

Der R'n'B-Sänger Bruno Mars hat bei der Verleihung der Grammy Awards sechs der begehrtesten Musikpreise der Welt gewonnen, unter anderem den Hauptpreis für das beste Album des Jahres. Leer ging R...
Mo, 29.01.2018, 08.37 Uhr

Der R'n'B-Sänger Bruno Mars hat bei der Verleihung der Grammy Awards sechs der begehrtesten Musikpreise der Welt gewonnen, unter anderem den Hauptpreis für das beste Album des Jahres. Leer ging R...

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New York  Bruno Mars hat sechs der begehrten Musikpreise abgeräumt, auch Kraftwerk können feiern. Doch es gab auch ernste Themen bei den Grammys.

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Der R&B- und Funk-Sänger Bruno Mars hat mit seinem Team bei der Grammyverleihung ordentlich abgeräumt und ist gleich mit sechs der begehrten Trophäen ausgezeichnet worden. Mars gewann mit dem Titel „24K Magic“ und dem gleichnamigen Album unter anderem Preise für das beste Album, die beste Aufnahme und das beste Lied des Jahres.

Der siebenfach nominierte Rapper Kendrick Lamar nahm bei der Gala am Sonntag im New Yorker Madison Square Garden fünf Grammys mit nach Hause. Eine der begehrten Auszeichnungen ging auch nach Deutschland: Die Elektro-Veteranen Kraftwerk erhielten in der Sparte Dance-/Electronic-Album einen Grammy für „3-D The Catalogue“.

Hillary Clinton spricht in Sketch über „Fire and Fury“

Der achtfach nominierte Rapper Jay-Z, der als einer der Favoriten gegolten hatte, ging leer aus. Mars stach neben Jay-Z unter anderem Childish Gambino mit dessen Titel „Redbone“ und den Megahit „Despacito“ von Luis Fonsi & Daddy Yankee mit Justin Bieber aus. Kendrick Lamar gewann in den weniger beachteten Kategorien das beste Rap-Album und den besten Rap-Titel. Mit den großen Gewinnen von Mars in den Hauptkategorien stand die Show dieses Jahr weniger im Zeichen des Hip-Hop als erwartet.

Die dreineinhalbstündige, von James Corden moderierte Gala war gefüllt mit hochkarätigen Auftritten: Neben Mars, Lamar und Childish Gambino kamen unter anderem Elton John, Pink und Rihanna auf die Bühne.

Die Demokratin Hillary Clinton hatte neben Rapperin Cardi B, John Legend, Cher und Snoop Dogg einen Sketch-Auftritt, in dem sie aus dem Enthüllungsbuch „Fire and Fury“ („Feuer und Zorn“) über den Wahlkampf und die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump vorlas.

Solidarität mit der #TimesUp-Bewegung

Die sonst in Los Angeles heimische Verleihung fand dieses Jahr erstmals seit 2003 in New York statt. Mehrere Musiker trugen zur Gala eine weiße Rose am Revers oder in der Hand als Zeichen der Solidarität mit der #TimesUp-Bewegung zum Kampf gegen sexuelle Übergriffe. Darunter waren Rapper Kendrick Lamar, Lady Gaga, Miley Cirus, Khalid, Sam Smith, Janelle Monáe sowie Alessia Cara, die bei der Gala am Sonntag als beste neue Künstlerin des Jahres geehrt wurde.

Die weiße Rose galt bei der Verleihung in New York als Pendant zur schwarzen Kleidung, in der Prominente bei der Golden Globe-Gala Anfang Januar erschienen waren. Die Grammy-Aktion hatte mit einem Aufruf der Gruppe „Voices in Entertainment“ von 14 Frauen begonnen, die in führenden Positionen in der Musik- und Unterhaltungsindustrie in den USA arbeiten. Die weiße Rose stehe historisch für „Hoffnung, Frieden, Sympathie und Widerstand“, schreiben die Gründerinnen.

„Zeit des Machtmissbrauchs durch Männer ist um“

US-Musikerin und Schauspielerin Janelle Monáe forderte bei der Grammy-Verleihung ein Ende der männlichen Vorherrschaft in den Musikindustrie. „Die Zeit der ungleichen Bezahlung, der Diskriminierung und Belästigung jeder Art und des Missbrauchs von Macht ist um“, sagte Monáe auf der Bühne des Madison Square Garden in New York am Sonntag. „Es passiert nicht nur in Hollywood, es passiert nicht nur in Washington. Es passiert auch genau hier in unserer Branche“, sagte sie in Richtung „derjenigen, die es wagen, uns zum Schweigen zu bringen“.

„Wir kommen in Frieden, aber wir meinen es ernst“, sagte Monáe. Männer und Frauen müssten gemeinsam daran arbeiten, die noch immer von Männern dominierte Musikindustrie gerechter zu gestalten. Moderator James Corden bezeichnete #TimesUp kurz darauf als „Bewegung, die unsere Aufmerksamkeit und unsere Unterstützung erfordert“. (dpa)

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