Umweltschutz

Bericht: Grüne wollen Fliegen im Inland überflüssig machen

Sind Flüge von Düsseldorf nach Berlin, Hamburg oder München bald Geschichte? Die Grünen fordern dies.

Sind Flüge von Düsseldorf nach Berlin, Hamburg oder München bald Geschichte? Die Grünen fordern dies.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Berlin.  Flüge innerhalb Deutschlands schädigen der Umwelt und bringen kaum Umsatz. Die Grünen wollen sie deshalb in Zukunft überflüssig machen.

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Höhere Investitionen in die Bahn, höhere Steuern auf Kerosin: So wollen die Grünen einem Bericht zufolge erreichen, dass Bahnfahren attraktiver wird und Fliegen innerhalb Deutschlands keine gute Alternative mehr ist. Das soll in den nächsten 15 Jahren passieren.

„Bis 2035 wollen wir Inlandsflüge weitestgehend obsolet machen“, heißt es in einem Autorenpapier aus der Grünen-Bundestagsfraktion, über das die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Grüne wollen drei Milliarden jährlich in Bahn investieren

Die Bahn soll demnach jährlich drei Milliarden Euro bekommen, um das Schienennetz auszubauen und schneller zu machen. „Maximal vier Stunden“ Fahrzeit zwischen möglichst vielen Orten geben die Grünen in dem Papier als Ziel vor. Konkret nennen die Autoren die Verbindungen zwischen Köln und Düsseldorf nach Berlin, Hamburg oder in Richtung München sowie die Strecke Frankfurt/Berlin.

Ein weiterer Vorschlag: Eine „schrittweise Einführung der Kerosinsteuer für Inlandsflüge“. Sie müsse nach und nach an den Steuersatz für Benzin angeglichen werden, aktuell 65 Cent je Liter. Bei der Bahn solle dagegen die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent sinken.

Grüne: Fliegen kann nicht weiter subventioniert werden

„Es kann nicht sein, dass das Flugzeug als klimaschädlichster Verkehrsträger noch immer mit Milliardenbeträgen subventioniert wird, während die umweltfreundliche Bahn chronisch unterfinanziert ist“, sagte Daniela Wagner, eine der Autorinnen des Papiers, der „Süddeutschen Zeitung“.

2018 flogen laut Statistischem Bundesamt 23,5 Millionen Passagiere im Inland. 2017 waren es 23,7 Millionen, das macht ein Minus von 0,8 Prozent. (dpa/moi)

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