Corona-Pandemie

Corona: Diese Regeln gelten im Herbst in den Urlaubsländern

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Fünf Tipps für den Badeurlaub im Herbst

Fünf Tipps für den Badeurlaub im Herbst

Dem Reiseverband DRV zufolge sind vor allem Spanien und Griechenland dieses Jahr gefragt für den Urlaub. In vielen Ländern bleiben in diesem Jahr die Hotels und Ferienanlagen länger geöffnet.

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Berlin.  Die Herbstferien stehen vor der Tür, die Reisezeit beginnt wieder. Welche Corona-Regeln Sie in den Urlaubsländern beachten müssen.

  • Im Sommer konnten viele Menschen wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant Urlaub machen
  • In den ersten Bundesländern beginnen die Herbstferien, viele Menschen packt jetzt wieder das Fernweh
  • Welche Corona-Regeln Sie in den Urlaubsländern beachten müssen

In den ersten Bundesländern beginnen am Wochenende die Herbstferien, viele Bundesbürger packt jetzt wieder das Fernweh. Vor der dunklen Jahreszeit noch einmal in die Sonne, trotz Corona? In den klassischen Reisezielen im europäischen Ausland ist die Lage aktuell meist recht entspannt, Einschränkungen gibt es allerdings noch fast überall.

Zur Einreise reicht meist ein Negativ-Test oder ein . Urlauber sollten aber auch die deutschen Auflagen beachten: Alle Reiserückkehrer müssen in Deutschland einen aktuellen Corona-Test, eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen können, bei Flugreisen ist das schon zum Abflug Richtung Deutschland vorgeschrieben.

Und: Bei Einreisen aus Hochrisikogebieten - dazu zählt das Robert-Koch-Institut in Berlin aktuell Großbritannien, die Türkei sowie Teile Irlands und Norwegens - ist außerdem eine digitale Einreiseanmeldung gefordert, Nicht-Geimpfte müssen in diesem Fall in Quarantäne. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnt schon, angesichts nicht ausreichender Impffortschritte in einer Reihe europäischer Länder drohe sich die Lage bald zu verschlechtern.

So ist die Corona-Situation in Europas Urlaubsländern:

  • Dänemark: Die Lage ist entspannt, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 45, seit dem 10. September gilt im Norden die große Freiheit: Angesichts einer hohen Impfrate - 95 Prozent der Erwachsenen sind voll geimpft - wurden alle Corona-Beschränkungen aufgehoben, die Pandemie ist zur Epidemie zurückgestuft. Im Inland muss nun auch kein Impf- oder Testnachweis mehr vorgezeigt werden. Aber: Bei der Einreise aus Deutschland ist ein Impf- oder Testnachweis Pflicht. Dänemark bleibt auf der Hut, die Auflagen können jederzeit wieder verschärft werden.
  • Frankreich: Die Corona-Lage ist im Griff. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 61,7, die Quote der vollständig Geimpften unter den Erwachsenen ist auf 82 Prozent gestiegen. Das liegt an den strengen Auflagen: Bars und Restaurants, Kulturbetriebe und Sportstätten sind ebenso wie Fernzüge und Reisebusse im ganzen Land nur noch mit Impf- oder Testnachweis zugänglich; die Tests sind nicht mehr kostenlos. Impf- oder Testnachweis werden auch für Einreisen vorgeschrieben. Maskenpflicht besteht aber nur noch in Geschäften und in öffentlichen Gebäuden, auf Märkten und bei Menschenansammlungen.
  • Griechenland: Bis Mitte September war Griechenland als Hochrisikogebiet eingestuft, jetzt hat sich die Lage etwas entspannt. Aber die Inzidenz liegt immer noch bei 146, die Impfquote mit 67 Prozent unter EU-Durchschnitt. Die Regierung hat die Auflagen verschärft: Bars und Restaurants sind ebenso wie Sportveranstaltungen Geimpften und Genesenen vorbehalten, in Zügen, Flugzeugen, Fernbussen und auf Fähren gilt die 3G-Regel. Jeder Einreisende muss spätestens 48 Stunden vor der Abreise ein Online-Formular ausfüllen. Nach der Anmeldung erhält man per E-Mail einen QR-Code, der für die Einreise vorgezeigt werden muss
  • Großbritannien: Die Brexit-Insel gilt aus Sicht Deutschlands als Hochrisikogebiet, die 7-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 347. Ein- und Ausreisen sind aber wieder generell möglich, allerdings ist unabhängig von Corona jetzt ein Reisepass Pflicht. Ab Montag können Geimpfte problemlos ins Land kommen, müssen aber binnen zwei Tagen einen kostenpflichtigen PCR-Test machen. Nicht Geimpfte müssen schon bei der Einreise und dann nach der Ankunft einen negativen Test vorlegen. Im Land selbst sind die meisten Corona-Auflagen aufgehoben.
  • Irland: Wegen einer hohen Impfquote von 91 Prozent der Erwachsenen bereitet sich Irland auf eine baldiges Ende der Corona-Auflagen vor. Noch ist es nicht so weit, die Inzidenz liegt bei 186 und die Region Border wird von Deutschland sogar als Hochrisikogebiet eingestuft. In öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen und in überfüllten öffentlichen Außenbereichen gilt Maskenpflicht, die Innenbereiche von Pubs und Restaurants sind nur Getesteten und Geimpften vorbehalten, Nachtclubs sind geschlossen. Für eine Einreise ist ein Impfnachweis oder negativer PCR-Test erforderlich. Zudem muss ein Formular, die COVID-19 Passenger Locator Form, mit Angabe der Wohnadresse in Irland ausgefüllt werden.
  • Italien: Die Lage hat sich entspannt. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 39 gesunken, die Impfrate unter den Erwachsenen auf 76 Prozent gestiegen - das liegt auch daran, dass in Italien der Grüne Impfpass mit dem Nachweis von Immunität oder negativem Test bei vielen Innen-Aktivitäten vorgeschrieben ist. Diese 3G-Regel gilt zum Beispiel in Bars, Restaurants, Museen, in Zügen oder bei Sportveranstaltungen. In ganz Italien besteht weiter Maskenpflicht an öffentlichen Orten, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, und in geschlossenen öffentlichen Räumen.
  • Kroatien: Seit Juli steigen die Infektionszahlen in dem Urlaubsland an, aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 193. Und mit einer niedrigen Impfquote von gerade mal 55 Prozent der Erwachsenen ist Besserung nicht in Sicht. Deutschland stuft Reisen nach Kroatien aber als unbedenklich ein. An den Stränden ist mit Zugangsbeschränkungen zu rechnen. Bei der Einreise verlangt Kroatien Impf- oder Genesenennachweis oder einen negativen Test. Außerdem müssen die Kontaktdaten während des Aufenthalts hinterlegt werden.
  • Niederlande: Das Land ist auf dem Weg der Lockerung, was weniger an der 7-Tage-Inzidenz von 71,6 liegt als an der Impfquote von 78 Prozent liegt. Viele Auflagen sind hinfällig, eine Schutzmaske ist nur noch in Bus, Bahn und Flughäfen vorgeschrieben. Aber: Nachtklubs und Discos müssen um Mitternacht schließen. Und in Gaststätten sowie bei Kultur- und Sportveranstaltungen gilt jetzt die 3G-Regel. Die ist auch schon für die Einreise aus Deutschland vorgeschrieben.
  • Österreich: Die Corona-Lage hat sich auf recht hohem Niveau stabilisiert, die Inzidenz liegt jetzt bei 130, die Impfquote bei 71 Prozent. Es sind verschärfte Corona-Regeln zu beachten: Bei Einreise, aber auch in Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen gilt die 3G-Regel, ergänzend ist eine FFP2-Maske im Handel und für Getestete auch andernorts vorgeschrieben. Die frühere Lockerungsstrategie wird langsam korrigiert: So lässt das Bundesland Wien in Nachtlokalen und größeren Versammlungen seit Freitag nur noch Geimpfte und Genesene zu.
  • Schweden: Die Corona-Situation ist entspannt, ein Urlaub mit nur wenigen Einschränkungen möglich. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt aktuell 43, die Impfquote der Erwachsenen wird mit 78 Prozent angegeben. Die meisten Corona-Beschränkungen sind aufgehoben. In Restaurants und Bars dürfen wieder mehr als acht Personen an einem Tisch sitzen, für Feiern gibt es kein Teilnehmerlimit. Allerdings müssen Nicht-Geimpfte stellenweise mit Einschränkungen rechne. Für die Einreise ist ein negativer Corona-Test oder ein Impfzertifikat obligatorisch.
  • Portugal: 90 Prozent der Erwachsenen sind vollständig geimpft. Die 7-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 47. Das machte weitgehende Lockerungen möglich, die am Freitag in Kraft traten: In Restaurants und bei Kulturveranstaltungen dürfen wieder alle Sitzplätze besetzt werden. Bars und Nachtclubs, die seit März 2020 geschlossen waren, können unter Auflagen wieder öffnen. Gesichtsmasken sind nur noch in öffentlichen Transportmitteln, bei Großveranstaltungen, in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Einkaufszentren vorgeschrieben. Für Einreisende auf dem Luft- und Seeweg aus Deutschland gibt es keine Quarantänepflicht. Für die Einreise ist der EU-Impfnachweis oder ein negativer Test erforderlich. Alle Flugreisenden müssen eine elektronische Reiseanmeldung (Passenger Locator Card) ausfüllen.
  • Spanien: Die 7-Tage-Inzidenz ist in Spanien mit 26 (Balearen mit Mallorca 36) niedrig. Auch die Impfkampagne hat große Fortschritte gemacht. Mehr als 82 Prozent der Erwachsenen haben bereits beide Impfdosen erhalten. Die Lockerungen schreiten deshalb voran. In Madrid werden am Montag (4.10.) fast alle Restriktionen aufgehoben. Auf Mallorca, Ibiza und den übrigen Balearen-Inseln wird voraussichtlich das Nachtleben ab dem 8.10. wieder öffnen. Dafür sollen jedoch einige Einschränkungen gelten, auch ein Covid-Pass ist wohl nötig. Wer in Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einreist, muss ein digitales Gesundheitsformular ausfüllen. Für alle Einreisen gilt: Negativer Test oder Nachweis über Impfung oder Genesung ist erforderlich.
  • Türkei: Die Infektionszahlen sind in den letzten Wochen deutlich gestiegen, aktuell liegt die Inzidenz bei 225. Erst die Hälfte der Bevölkerung (52 Prozent) ist voll geimpft. Schon seit Mitte August ist die Türkei aus deutscher Sicht Hochrisikogebiet - wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich nach der Rückkehr in Deutschland in Quarantäne begeben. Für die Einreise in die Türkei ist ein negativer Test oder ein Nachweis über Impfung oder Genesung erforderlich. Ausgangsbeschränkungen, Bars, Restaurants, Supermärkte und Kinos sind geöffnet. Für den Zutritt in Gastronomiebetriebe, Hotels und Einkaufszentren kann aber ein SMS-Code notwendig sein. Es herrscht Maskenpflicht und Rauchverbot in der Öffentlichkeit, auch am Strand.

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