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Donald Trump auf Twitter: Seine erstaunlichsten Tweets

Donald Trump: Der Weg zum Twitter-Präsidenten

Präsident, Unternehmer, TV-Star... was hat Donald J. Trump gemacht, bevor er zum mächtigsten Mann der Welt wurde? Womit wurde er erfolgreich und warum lieben Ihn so viele Amerikaner?

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Washington.  Trump twittert wie kein US-Präsident zuvor. Dabei fällt er häufig durch peinliche Tweets auf. Das sind seine größten Twitter-Pannen.

  • US-Präsident Donald Trump nutzt als Sprachrohr den Kurznachrichtendienst Twitter
  • Dort fällt Trump häufig mit rassistischen und sexistischen Tweets auf. Auch Medien beschimpft der US-Präsident dort regelmäßig als „Fake News“
  • Das sind die aufsehenerregendsten Tweets von US-Präsident Donald Trump

Er nennt seinen Verteidigungsminister Esperanto statt Esper, beleidigt US-Demokratinnen mit rassistischen Kommentaren und schuf einen wahren Mythos um das Wort „Covfefe“: Donald Trump ist so aktiv beim Kurznachrichtendienst Twitter wie kein US-Präsident vor ihm.

Mehr als 86 Millionen Menschen folgen seinem Account „@realDonaldTrump“ (Der wahre Donald Trump), nur sehr wenige Prominente haben mehr Follower. Viele seiner Posts sorgten für besonderes Aufsehen. Manche rassistisch und sexistisch, andere unfreiwillig belustigend: Das sind die aufsehenerregendsten Tweets von Donald Trump.

„White Power“: Donald Trump teilt umstrittenes Video

Demonstranten protestieren gegen den US-Präsidenten, ein Trump-Unterstützer ruft ihnen daraufhin entgegen: „White Power“ (Weiße Macht). Ein undatiertes Video mit dieser Szene hat US-Präsident Donald Trump Ende Juni 2020 auf Twitter geteilt. Das sorgte für scharfe Kritik. Der Slogan „White Power“ wird ausschließlich von rechten und rassistischen Gruppen benutzt.

Das Video, welches mittlerweile gelöscht wurde, war bereits einige Stunden nach dem Teilen rund vier Millionen Mal angesehen worden. Trump bezeichnete seine in dem Video zu sehenden Anhänger als „tolle Leute“ und dankte ihnen.

Donald Trump greift demokratische Politikerinnen mit rassistischen Tweets an

Im Sommer 2019 griff Trump mit einem rassistischen Tweet vier demokratische Politikerinnen an. Nachdem die US-Demokratinnen Rashida Tlaib, Ilhan Omar, Alexandria Ocasio-Cortez und Ayanna Pressley Donald Trump Rassismus vorwarfen, twitterte er unter anderem wörtlich: „So interessant zu sehen, wie progressive demokratische Kongress-Frauen, die ursprünglich aus Ländern kommen, deren Regierungen eine komplette und totale Katastrophe und die schlimmsten, korruptesten und unfähigsten irgendwo auf der Welt sind, jetzt lautstark und bösartig den Menschen in den USA, der größten und mächtigsten Nation auf Erden, sagen, wie unsere Regierung geführt werden soll.“

Danach fügte er hinzu: „Warum gehen sie nicht zurück und helfen, die total zerbrochenen und von Kriminalität verseuchten Orte zu reparieren, aus denen sie gekommen sind.“ Trumps Äußerungen sorgten international für scharfe Kritik.

Hintergrund: Die vier Politikerinnen haben familiäre Wurzeln zwar zum Teil in Puerto Rico, Mogadischu oder den Palästinsergebieten und sind dunkelhäutig und teils muslimischen Glaubens. Aber sie alle sind, bis auf die eingebürgerte Omar, in den USA geboren. Sprich: Staatsbürgerinnen mit allen Rechten und Pflichten.

Donald Trump attackiert TV-Moderatorin: „Verrückte Mika“

Im Sommer 2017 attackierte Donald Trump mit einem Tweet die US-Moderatorin Mika Brzezinski, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Joe Scarborough die Show „Morning Joe“ auf dem Sender MSNBC moderiert. Dort berichten die beiden regelmäßig über Trumps Lügen.

Trump twitterte, Brzezinski habe ihn in seinem Anwesen in Mar-a-Lago unbedingt sehen wollen, obwohl sie nach einer Lifting-Operation im Gesicht stark geblutet habe. Er beschrieb sie als „verrückte Mika“ mit niedrigem IQ, ihren Partner Scarborough nannte der Präsident einen „Psychopathen“.

Die beiden reagierten darauf in ihrer Show. Scarborough sagte, Trump nehme Aussagen von Frauen viel persönlicher als von Männern und sei „sehr viel grausamer“ zu ihnen. „Er greift Frauen an, weil er Angst vor Frauen hat.“

Donald Trump über Deutschland: „Kriminalität durch Flüchtlinge gestiegen“

Donald Trump hat sich im Juni 2018 auf Twitter zur deutschen Einwanderungspolitik geäußert. Laut dem US-Präsidenten seien die Kriminalitätsfälle seit der zunehmenden Aufnahme von Zuwanderern in Deutschland um zehn Prozent gestiegen. Auf welchen Zeitpunkt sich Trump bezieht und welche Verbrechen er genau meint, schreibt er nicht.

Trump ergänzt: „Die Offiziellen wollen über diese Verbrechen nicht berichten.“ Damit verbreitete Trump eine Lüge. Laut Bundeskriminalamt sei die Zahl der Straftaten in Deutschland seit 2015 sogar zurückgegangen. 2017 war der Rückgang sogar so groß wie seit 25 Jahren nicht mehr.

Donald Trump trifft den „Prinz der Wale“

Im Juni 2019 erntete Donald Trump viel Spott für einen Tweet. Hinsichtlich seines Staatsbesuchs in Großbritannien schrie der US-Präsident, er habe den „Prince of Whales“ getroffen. Damit meinte Trump Prince Charles. Der Titel des Thronfolgers schreibst sich jedoch „Prince of Wales“ und bezieht sich auf auf den britischen Landesteil Wales.

Trump wegen verharmlosender Äußerungen zur Pandemie in Bedrängnis
Trump wegen verharmlosender Äußerungen zur Pandemie in Bedrängnis

„Prince of Whales“ hingegen bedeutet „Prinz der Wale“. Trump lösche kurz darauf seinen Tweet und postete eine korrigiere Fassung. Prince Charles reagierte ebenfalls mit einem Tweet. „Did you do that on porpoise?“ fragte er darin den US-Präsidenten und schrieb „purpose“ („Hast du das absichtlich gemacht?“) absichtlich „porpoise“ (deutsch: Tümmler).

Trump schreibt den Namen seiner Ehefrau falsch

Nachdem Donald Trumps Ehefrau Melania Trump 2018 nach einer Nierenoperation wieder nach Hause kam, empfing der US-Präsident die First Lady unter anderem mit einem Tweet. „Es ist toll, unsere unglaubliche First Lady wieder zu Hause im Weißen Haus zu haben“, schrieb er.

Der darauffolgende Satz sorgte jedoch für Aufsehen. „Melanie fühlt sich gut und ihr geht es gut“, heißt es weiter. Der korrekte Name der First Lady ist jedoch Melania, nicht Melanie. Donald Trump hat also den Namen seiner eigenen Ehefrau falsch geschrieben. Kurze Zeit später war die Nachricht gelöscht und korrigiert noch einmal gepostet worden.

Donald Trump verortet die Stadt Kansas City im US-Bundesstaat Kansas

Beim Super-Bowl im Februar 2020, das Endspiel der Saison 2019 der National Football League (NFL), ging die Mannschaft „Kansas City Chiefs“ aus der Stadt Kansas City als Sieger hervor. Trump nutzte die Gelegenheit, um bei Twitter zu gratulieren. „Glückwunsche an die Kansas City Chief für ein gutes Spiel und ein fantastisches Comeback unter immensem Druck“, twitterte der Präsident.

„Ihr habt den großartigen Bundesstaat Kansas und, genau genommen, die ganze USA so gut vertreten. Unser Land ist stolz auf euch!“, heißt es weiter. Die Stadt Kansas City liegt allerdings nicht im Bundesstaat Kansas, sondern im angrenzenden Missouri. Der Tweet wurde wenige Minuten später gelöscht und korrigiert noch einmal gepostet. Zu spät: Zahlreiche Twitter-Nutzer hatten bereits den Original-Post gespeichert – und mit spöttischen Kommentaren auf Twitter verbreitet.

Trump nennt falschen Nachnamen für eigenen Verteidigungsminister

Ende 2019 twitterte Trump über seinen eigenen Verteidigungsminister Mark Esper. Der US-Präsident nannte ihn jedoch „Mark Esperanto“. „Der Waffenstillstand hält sehr gut. Es gab ein paar kleinere Auseinandersetzungen, die sehr schnell beendet wurden“, heißt es in dem Tweet.

Weiter schrieb Trump: „US-Soldaten sind nicht in der Kampfzone. Das Öl ist sicher. Wir bringen unsere Soldaten nach Hause!“ Kurz darauf löschte der US-Präsident den Tweet und postete eine korrigierte Fassung. Dieses Mal mit korrektem Nachnamen des Verteidigungsministers – ohne jedoch den ursprünglich letzten Satz. Tatsächlich werden die Truppen, die Syrien verlassen, nicht in die USA gehen, sondern zunächst in den Irak. Auch von welchem Öl Trump spricht, ist unklar.

Donald Trump und das mysteriöse Wort „covfefe“

Mit einem Tweet im Mai 2017 löste Trump eine wahre Welle von Spekulationen aus. „Despite the constant negative press covfefe“, twitterte der Präsident. Zu deutsch: „Trotz der dauernden negativen Presse covfefe“. Bereits wenige Stunden nach dem Tweet war Google unter dem Wort „covfefe“ rund 600.000 Einträge aus.

Was es genau damit auf sich hat, ist nicht bekannt. Trump drehte später die peinliche Angelegenheit ins Amüsante: „Wer findet die Bedeutung von ‘covfefe’ heraus? Viel Spaß!“, twitterte er. Es wird vermutet, dass Trump das Wort „coverage“ schreiben wollte, welches „Berichterstattung“ heißt. (dmt)

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