Gymnasien

Eltern für mehr gemeinsamen Religionsunterricht

Religionsunterricht aus erster Hand: Weihbischof zu Besuch in einer Bochumer Schule.

Religionsunterricht aus erster Hand: Weihbischof zu Besuch in einer Bochumer Schule.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Düsseldorf  Evengelische und katholische Kinder, Muslime und Juden könnten gemeinsam in Religion unterrichtet werden, finden die Landeseltern der Gymnasien.

Die Landeselternschaft der Gymnasien schlägt vor, dass aller Religionsgemeinschaften im Rahmen der schulischen Ausbildung auch gemeinsam in Philosophie, Wertekunde und Lebenssinnfragen unterrichtet werden. "So könnten ein bis zwei Jahre des Religionsunterrichts beispielsweise in Klasse 9 und/oder 10 für eine gemeinschaftliche Unterrichtung genutzt werden, um eine gemeinsame Wertebasis in unserer säkularen Gesellschaft zu suchen", heißt es in einer Mitteilung, die Elternschafts-Vorsitzender Dieter Kohnen anlässlich einer Schulausschuss-Sitzung des Landtags zum Thema Islamunterricht verschickt hat.

Religionsunterricht, also auch der islamische, müsse frei sein von jeder Politisierung des Glaubens, und die gelehrten Grundsätze des Glaubens dürften nicht gegen unser Grundgesetz verstoßen. Dies gelte für alle Religionsrichtungen, die an den Schulen in NRW gelehrt werden. Die Landeselternschaft der Gymnasien meint, konfessioneller Unterricht sollte die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen aufzeigen. Die Lehrer müssten dies im Sinne einer modernen und toleranten Gesellschaft herausarbeiten.

Der Haupt- und der Schulausschuss des Landtags einigten sich am Mittwoch mit großer Mehrheit darauf, dass der islamische Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen fortgeführt werden soll.

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