Hochschulen

In NRW studieren so viele Ausländer wie noch nie

An NRW-Hochschulen (im Bild ein Hörsaal der Uni Duisburg-Essen) studieren immer mehr Ausländer.

An NRW-Hochschulen (im Bild ein Hörsaal der Uni Duisburg-Essen) studieren immer mehr Ausländer.

Foto: Mara Tröger

Essen.  NRW wird als Studienort für Ausländer immer beliebter. Die Zahl der so genannten Bildungsausländer ist so hoch wie nie – ein bundesweiter Trend.

Hochschulen in NRW werden für ausländische Studierende immer attraktiver. Laut einer Auswertung des Landesamtes IT.NRW für diese Zeitung studierten im Wintersemester 2017/18 knapp 64.000 so genannte Bildungsausländer an einer NRW-Hochschule – und damit so viel wie noch nie. Jeder zwölfte Studierende in NRW hat demnach seine Hochschulreife außerhalb Deutschlands erlangt. Die Zahl stieg allein innerhalb von nur zwei Jahren um mehr als zehn Prozent.

Chinesen stehen ganz oben an der Tabelle

Vor allem chinesische Studenten zieht es nach Nordrhein-Westfalen. Mit knapp 8000 eingeschriebenen Frauen und Männern führten sie die Liste der NRW-Bildungsausländer an, gefolgt von Indern (4160), Österreichern (3461), Russen (2357), Marokkanern (2195) und Kameruner (2106). Mit jeweils um die 2000 Studierenden sind auch die Gruppen der Syrer, Türken und Iraner verhältnismäßig stark an NRW-Hochschulen vertreten, ebenso Bulgaren (1838), Italiener (1647) und Luxemburger (1267). Franzosen (906), US-Amerikaner (756) und Briten (352) sind dagegen vergleichsweise unterrepräsentiert.

Deutschland als Studiengastland an vierter Stelle

Die Entwicklung in NRW spiegelt den bundesweiten Trend wider. Die Bundesrepublik ist einer aktuellen Untersuchung zufolge zum beliebtesten nicht-englischsprachigen Gastland für Studenten aus aller Welt aufgestiegen. Nach den USA, Großbritannien und Australien waren in Deutschland im Jahr 2016 die meisten ausländischen Studenten eingeschrieben.

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