Kita-Öffnungen

Kitas in NRW: Was der „eingeschränkte Regelbetrieb“ bedeutet

In den Kitas in NRW könnte es bald voller werden: NRW-Familienminister Joachim Stamp plant einen eingeschränkten Regelbetrieb ab dem 8. Juni.

In den Kitas in NRW könnte es bald voller werden: NRW-Familienminister Joachim Stamp plant einen eingeschränkten Regelbetrieb ab dem 8. Juni.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Düsseldorf.  Der NRW-Familienminister plant einen „eingeschränkten Regelbetrieb“ in den Kitas ab 8. Juni. Das müssen betroffene Eltern darüber wissen.

Ab dem 8. Juni startet in Nordrhein-Westfalen wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb für alle Kinder in Kitas und bei Tageseltern. Doch was heißt das eigentlich?

Ab dem 8. Juni wird das Betretungsverbot für Kitas und für die Kinder-Tagespflege aufgehoben. „Die Notbetreuung wird aufgelöst“, erklärte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Mittwoch. Alle Kinder sollen zu einem reduzierten Umfang in die Einrichtungen zurückkehren. Der Umfang beträgt laut Stamp 35, 25 oder 15 Stunden.

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Kitas in NRW: Feste Gruppengrößen und räumliche Trennung

Zudem will Stamp Standards einführen: „Es wird nur feste Gruppen geben und keine offenen Konzepte“, erklärte Stamp. Jede Gruppe soll mit mindestens einer Fachkraft betreut werden, die Gruppen werden räumlich getrennt. „Alle Kontakte müssen nachvollziehbar sein“, sagte der Minister. Auch die Hygienestandards sollen eingehalten werden.

Ausnahmefälle sollen für Kitas gelten, die wegen fehlenden Personals nicht in der Lage sind, eine Betreuung in diesem Umfang zu gewährleisten. Diese Einrichtungen dürfen laut Stamp nach unten abweichen. Einrichtungen, die einen größeren Umfang gewährleisten können, dürfen hingegen nach oben abweichen. Dies müsse laut Landesregierung vor Ort mit den Behörden geklärt werden.

Der Übergang in die neue Phase „wird eine Herausforderung“, sagte Stamp. „Nicht alles wird reibungslos verlaufen.“ Gelten soll der eingeschränkte Regelbetrieb vorerst bis zum 31. August.

Kitas in NRW seit dem 14. Mai für weitere Kinder geöffnet

Seit dem 14. Mai sind bereits Kitakinder wieder in den Einrichtungen, die im letzten Jahr vor ihrer Einschulung noch besonderen oder sprachlichen Förderbedarf haben. Auch Kinder aus Hartz-IV-Familien dürfen wieder in die Kita.

Zudem dürfen Kinder wieder zu ihren Tagesmüttern oder - vätern, die älter als zwei Jahre sind, da in der normalen Tagespflege nur maximal fünf Kinder betreut werden, sei es einfacher, Kontakte und Infektionsketten nachzuverfolgen. Auch alle Kinder mit Behinderungen sind seit dem 14. Mai wieder zugelassen. Ab dem 28. Mai kehren Vorschulkinder in die Tagesstätten zurück.

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