Polizei

Nach Lügde: NRW bildet Hunde aus, die Datenträger aufspüren

Der Diensthundeführer Jörg Siebert steht mit seinem Belgischen Schäferhund Artus, der auf Datenträger spezialisiert ist, an der abgesperrten Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald.

Der Diensthundeführer Jörg Siebert steht mit seinem Belgischen Schäferhund Artus, der auf Datenträger spezialisiert ist, an der abgesperrten Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald.

Foto: dpa

Neuss.  Beim Missbrauchsfall in Lügde musste die Polizei einen Spürhund aus Sachsen anfordern, um Beweismittel zu finden. Damit soll nun Schluss sein.

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Innenminister Herbert Reul (CDU) stellt am Dienstag (10.30 Uhr) in Neuss die ersten Polizeihunde Nordrhein-Westfalens vor, die Datenspeicher erschnüffeln können. Fünf ursprünglich auf Rauschgift spezialisierte Schnüffelnasen sind in den vergangenen Monaten zusätzlich darin ausgebildet worden, auch Smartphones, SIM- und Speicherkarten, USB-Sticks, Festplatten sowie CDs aufzuspüren.

Lügde: Spürhund findet übersehene Beweismittel

Die Spezialausbildung der Hunde ist eine Konsequenz aus der Pannenserie bei der Aufklärung des massenhaften Kindesmissbrauchs im lippischen Lügde. Damals musste Spürhund „Artus“ aus Sachsen angefordert werden, der dort für die Justiz Datenträger und Handys in Gefängnissen oder für den Zoll erschnüffelt. Der Belgische Schäferhund fand auf dem Campingplatz in Lügde tatsächlich in einer Sesselritze übersehene Beweismittel.

NRW hat erst seit kurzem vierbeinige Datenträger-Schnüffler als Justiz-Hunde im Einsatz. Für die nordrhein-westfälische Polizei gehen jetzt die ersten Supernasen mit dieser Spezialausbildung an den Start.

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