Zeitplan vorgestellt

Neue Führerscheine: So läuft der „Lappen-Tausch“ in NRW

Zehn Millionen Autofahrer in NRW müssen auf Geheiß der EU in den kommenden  Jahren ihren Führerschein umtauschen. Damit es zu keinem Chaos in den Ämtern kommt, hat das NRW-Verkehrsministerium jetzt einen konkreten Zeitplan veröffentlicht.

Zehn Millionen Autofahrer in NRW müssen auf Geheiß der EU in den kommenden Jahren ihren Führerschein umtauschen. Damit es zu keinem Chaos in den Ämtern kommt, hat das NRW-Verkehrsministerium jetzt einen konkreten Zeitplan veröffentlicht.

Foto: Oliver Berg

Düsseldorf   Die Zeit der Führerscheine mit Jugendfotos endet. Was zehn Millionen Autofahrer in Nordrhein-Westfalen jetzt beachten müssen.

Bis zum 19. Januar 2033 müssen alle alten Führerscheine umgetauscht werden. Darauf hat das NRW-Verkehrsministerium am Freitag hingewiesen und eine konkrete zeitliche Staffelung für den Umtausch vorgestellt. Damit folge man Vorgaben der Europäischen Union, die eine Vereinheitlichung anstrebt und die Fälschungssicherheit der „Lappen“ verbessern will.

Der Umtausch ist eine logistische Riesenherausforderung, da bundesweit alle 43 Millionen vor dem 19. Januar 2013 ausgestellten Führerscheine betroffen sind - allein in NRW sind es fast 10 Millionen.

Um Chaos in den Ämtern zu verhindern, soll der Umtausch im Jahr 2022 beginnen. Für Inhaber von „grauen oder rosa Lappen“ - das sind die vor dem 31. Dezember 1998 ausgestellten Führerscheine - gelte eine Zeitstaffel, die sich nach dem Geburtsjahr des Führerscheininhabers richte, so das Verkehrsministerium. Autofahrer mit Geburtsjahr vor 1953 brauchen sich erst zum Stichtag 19. Januar 2033 einen neuen Führerschein besorgen. Personalausweis, biometrisches Passfoto und der aktuelle „Lappen“ reichen beim Umtausch in der lokalen Fahrerlaubnisbehörde. Eine neuerliche Prüfung oder ein Sehtest müssen nicht absolviert werden.

Wer schon heute einen EU-Kartenführerschein besitzt (ab 1. Januar 1999 ausgestellt), muss sich beim Umtausch nach dem Ausstellungsjahr seines Führerscheins richten. Ein freiwilliger früherer Umtausch sei immer möglich und „vor dem jeweiligen Stichtag sicher auch empfehlenswert, denn dann werden die Ausstellungsbehörden starken Zulauf haben“, so das Verkehrsministerium.

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