Landesstatistik

Mehr Patienten und immer weniger Kliniken in NRW

Rechnerisch kam auf den NRW-Straßen alle 18 Stunden ein Mensch bei einem Unfall ums Leben, errechneten die Landesstatistiker.

Rechnerisch kam auf den NRW-Straßen alle 18 Stunden ein Mensch bei einem Unfall ums Leben, errechneten die Landesstatistiker.

Foto: Marcel Kusch

Düsseldorf.   In NRW behandeln immer weniger Krankenhäuser immer mehr Patienten. Der Jahresbericht des Landestatistikamtes enthält noch weitere interessante Zahlen.

In NRW behandeln immer weniger Krankenhäuser immer mehr Patienten. Kümmerten sich im Jahr 2000 noch 462 Kliniken um rund vier Millionen Menschen, kamen 2017 gut 4,6 Millionen Patienten auf nur noch 344 Krankenhäuser. Das geht aus dem Jahresbericht des Landesstatistikamtes hervor, der am Dienstag vorgestellt wurde. Auch die Zahl der Betten nahm seit 2000 von 136.000 auf 118.500 ab. Zugleich verkürzte sich der Klinik-Aufenthalt von zehn auf 7,2 Tage.

Der Pflegebereich hielt mit den gestiegenen Patientenzahlen offenbar nicht Schritt. Das Personal stieg hier nur um knapp 3000 auf rund 102.700 Beschäftigte, während die Zahl der Ärzte im gleichen Zeitraum um 17.000 auf rund 42.200 zunahm.

Bemerkenswerte Zahlen lieferten die Statistiker auch aus anderen Lebensbereichen:
– 484 Verkehrstote bedeuteten im vergangenen Jahr den zweitniedrigsten Stand, der bislang erhoben wurde. Rechnerisch kam auf den NRW-Straßen alle 18 Stunden ein Mensch bei einem Unfall ums Leben. 1968 waren es mit 4324 neunmal so viele.

– Im September 2018 kostete in NRW ein Pfund Butter 85,1 Prozent mehr als 2010. Auch Sahne (74,1 Prozent) und Zitrusfrüchte (52,7 Prozent) waren deutlich teurer. Tomaten hingegen waren 13,6 Prozent günstiger.

– Im vergangenen Jahr wurde in NRW alle drei Minuten ein Kind geboren; die Geburtenzahl erreichte mit 171.984 das zweithöchste Ergebnis seit dem Jahr 2000 (damals: 175.144). Das Rekordergebnis von 1964 (300.425 Neugeborene) bleibt aber in weiter Ferne.

– Ende März 2017 saßen rund 10.000 Häftlinge im Gefängnis. Davon war nur knapp jeder 16. weiblich.

– Im letzten Jahr traten 38.277 Personen aus der katholischen und 31.780 aus der evangelischen Kirche aus. Ende 2017 hatten die (Erz-)Diözesen 6,86 Millionen und die evangelischen Landeskirchen 4,37 Millionen Kirchenmitglieder.

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