Steuerschätzung

NRW nimmt bis 2023 rund 20,7 Milliarden weniger Steuern ein

NRW muss wegen der Corona-Krise in den nächsten Jahren mit deutlich weniger Steuereinnahmen auskommen.

NRW muss wegen der Corona-Krise in den nächsten Jahren mit deutlich weniger Steuereinnahmen auskommen.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Düsseldorf.  Corona-Krise reißt ein tiefes Loch in den NRW-Haushalt: Steuerschätzer sagen bis 2023 rund 20,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen voraus.

Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat in Bund und Ländern milliardenschwere Hilfspakete nach sich gezogen. Jetzt haben Steuerschätzer Kassensturz gemacht: Auch für NRW sagen sie gewaltige Einnahme-Ausfälle voraus.

Das bevölkerungsreichste Bundesland muss in Folge der Pandemie bis einschließlich 2023 mit insgesamt rund 20,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen. Das teilte das Finanzministerium in Düsseldorf am Dienstag zur regionalisierten Steuerschätzung mit.

Bund, Länder und Kommunen: Allein 2021 mit 19,6 Milliarden Euro weniger Steuern

Vergangene Woche hatte bereits der Arbeitskreis Steuerschätzung die bundesweite Prognose vorgestellt. Demnach sind Bund, Länder und Kommunen in erheblichem Ausmaß betroffen: Insgesamt müssen sie allein 2021 mit 19,6 Milliarden Euro weniger Steuern auskommen als noch im Mai erwartet. Dass die Corona-Krise mit milliardenschweren Hilfspaketen in diesem Jahr riesige Löcher in die Staatskassen reißen würde, war bereits klar.

Der Arbeitskreis Steuerschätzung kommt eigentlich zweimal im Jahr zusammen - im Frühjahr und Herbst. Weil die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Frühjahr allerdings noch schlecht abzuschätzen waren, wurde eine außerordentliche Sitzung eingeschoben. Das soll präzisere Haushaltsplanungen für die kommenden Jahre ermöglichen.

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