Hambacher Forst

Räumung im Hambacher Forst ist vorerst abgesagt

Die Baumhäuser im Hambacher Forst (Archivbild) werden vorerst nicht geräumt.

Die Baumhäuser im Hambacher Forst (Archivbild) werden vorerst nicht geräumt.

Foto: Christophe Gateau/dpa

Kerpen.  Die Polizei wird den Hambacher Forst vorerst nicht räumen. Zunächst sollen die Baumhäuser jetzt noch einmal geprüft werden.

Der für die kommenden Tage geplante Großeinsatz der Polizei zur erneuten Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst ist verschoben worden. Das wurde unserer Redaktion aus Regierungskreisen bestätigt.

Das NRW-Bauministerium teilte offiziell mit, man müsse zunächst die bei einem Vor-Ort-Termin in dem Rheinischen Braunkohlegebiet festgestellten 49 neuen Baumhäuser von Waldbesetzern baurechtlich überprüfen. Die beteiligten Behörden seien zu einem Austausch geladen. Hintergrund des Räumungsstopps ist dem Vernehmen nach jedoch, dass Ministerpräsident Armin Laschet ein für den 15. Januar geplantes Spitzentreffen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) zur Zukunft der Braunkohle nicht unnötig belasten will.

Eigentlich waren die Stadt Kerpen und der Kreis Düren jüngst in einem Erlass des Bauministeriums zur neuerlichen Baumhaus-Räumung aufgefordert worden. Die NRW-Polizei hatte sich bereits auf einen weiteren Großeinsatz vorbereitet. Das Bauministerium hatte erstmals im Herbst 2018 mit großem Polizei-Aufwand mehr als 80 Baumhäuser räumen lassen. Ein Zusammenhang mit der beabsichtigten Rodung des 200 Hektar großen Waldes durch den Energiekonzern RWE für die Erweiterung des Tagebaus wurde seitens der Landesregierung immer heftig bestritten.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben