Friday for Future

Schulministerium warnt: Klima-Schwänzen kommt aufs Zeugnis

Unter dem Motto „Fridays for future“ schwänzten am Freitag auch wieder in NRW viele junge Leute die Schule, um gegen  den Klimawandel zu demonstrieren.

Unter dem Motto „Fridays for future“ schwänzten am Freitag auch wieder in NRW viele junge Leute die Schule, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

Foto: Sebastian Gollnow

Düsseldorf   Auch in NRW greift Greta Thunbergs „Friday for Future“ um sich. Doch die Schüler-Demo könnte Folgen haben.

Schulschwänzer, die sich im Rahmen der Aktion „Fridays for Future“ an Streiks für besseres Klima beteiligen, müssen mit Konsequenzen rechnen. Das hat das NRW-Schulministerium am Freitag noch einmal klargestellt.

„Schülerstreiks sind unzulässig“

„Die Teilnahme an Schülerstreiks während der Unterrichtszeit darf nicht auf Kosten des Schulbesuchs gehen und ist daher unzulässig“, erklärte ein Sprecher von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) auf Anfrage. Eine Verletzung der Schulpflicht könne verschiedene erzieherische Maßnahmen nach sich ziehen. Unentschuldigtes Fehlen werde auf dem Zeugnis dokumentiert.

Schulleitung könnte vom Unterricht befreien

Das Schulministerium machte deutlich, dass man zwar grundsätzlich zivilgesellschaftliches Engagement von Schülern begrüße und das frühzeitige Einüben demokratischer Kompetenzen fördern wolle. Doch das Recht auf Teilnahme an Demonstrationen finde „seine Schranken im staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag“. Grundsätzlich könnten zwar die Schulleitungen in eigener Verantwortung die Teilnahme an Demonstrationen im Einzelfall ermöglichen. Gründe für eine solche reguläre Befreiung vom Unterricht könne das Schulministerium jedoch nicht erkennen.

Bunter Protest vor dem Landtag

Am Freitagvormittag während der Unterrichtszeit versammelten sich in mindestens neun NRW-Städten wieder Schüler zu „Streiks für das Klima“. Sie wollen damit gegen die aktuelle Klimapolitik und für einen schnellen Ausstieg aus dem Kohleabbau demonstrieren. Vor dem Düsseldorfer Landtag versammelten sich wieder etwa 200 Schüler mit Transparenten. Vor 14 Tagen hatte eigens Grünen-Fraktionschefin Monika Düker zu den schwänzenden Schülern in der Bannmeile des Parlaments gesprochen und sie ermuntert, weiter die Stimme zu erheben.

Vorbild Greta Thunberg aus Schweden

Die Aktionen folgen dem Beispiel der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament gegen die Klimapolitik protestiert. Seit Mitte Dezember finden in mehreren Ländern wöchentlich solche Schulstreiks statt.

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