Alkoholkonsum

Landwirtschaftsministerin lehnt Mindestpreis für Alkohol ab

Mindestpreis für Whiskey und Wein in Schottland

In Schottland gilt fortan ein gesetzlicher Mindestpreis für alkoholische Getränke wie Whisky oder Wein. Pro zehn Milliliter purem Alkohol werden mindestens 50 Pence, umgerechnet 57 Cent, fällig....

In Schottland gilt fortan ein gesetzlicher Mindestpreis für alkoholische Getränke wie Whisky oder Wein. Pro zehn Milliliter purem Alkohol werden mindestens 50 Pence, umgerechnet 57 Cent, fällig....

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Berlin  In Schottland gelten seit einem Monat Mindestpreise für Alkohol. Doch Julia Klöckner hält dies in Deutschland aber für nicht sinnvoll.

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat Forderungen von Suchtexperten zurückgewiesen, Deutschland solle dem schottischen Beispiel folgen und einen Mindestpreis für Alkohol einführen. „Wein zum Beispiel schadet der Gesundheit nicht – wenn man ihn maßvoll genießt“, sagte die CDU-Politikerin unserer Redaktion. Auf der anderen Seite könne einseitige vegane Ernährung zu Mangelerscheinungen führen, gerade bei Kindern. „Die Frage ist doch: Was ist genau in welcher Dosis schädlich?“

Sie setze auf „Verbraucherinformation, klare Kennzeichnung und Ernährungsbildung“, sagte die Ministerin. Dann könne jeder frei entscheiden, was er esse. „Ich bin nicht die Geschmacksgouvernante der Nation.“

Entscheidend sei, den richtigen Umgang mit Ernährung und auch mit Alkohol zu lernen, so Klöckner. „Nur so können wir als Verbraucher verantwortungsbewusst Entscheidungen treffen und Missbrauch vermeiden.“

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In Schottland gilt seit einigen Wochen ein Mindestpreis für alkoholische Getränke wie Whisky oder Wein . Mit einer Untergrenze von 50 Pence (57 Cent) pro zehn Milliliter purem Alkohol soll die Zahl der Alkoholtoten gesenkt werden. Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon forderte andere Länder auf, dem schottischen Beispiel zu folgen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen und der AOK-Bundesverband plädierten bereits für höhere Verkaufspreise auch hierzulande. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), zeige ebenfalls Sympathie für das schottische Modell. (FMG)

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