Regierungsgespräche

Laschet: Große Koalition als Chance für Industrieland NRW

Einer großen Koalition von Union und SPD ist der NRW-Ministerpräsident Laschet nicht abgeneigt.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Einer großen Koalition von Union und SPD ist der NRW-Ministerpräsident Laschet nicht abgeneigt. Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Ministerpräsident Laschet sieht für NRW Chancen in einer großen Koalition. Er will die Interessen von Tausenden Industriearbeitern wahren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) steht einer GroKo-Neuauflage offen gegenüber: "Eine neue Große Koalition im Bund kann eine Chance für das Energie- und Industrieland Nordrhein-Westfalen sein", sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

"Mit der SPD können wir bei möglichen Gesprächen für die Versöhnung von Ökologie und Ökonomie, von Nachhaltigkeit und sozialem Ausgleich bei Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit eintreten", betonte der CDU-Bundesvize, der in NRW seit Sommer eine CDU-FDP-Regierung führt.

SPD-Bundesspitze will ergebnisoffene Gespräche

Er hoffe, "dass es mit der nordrhein-westfälischen SPD leichter wird als mit den Grünen, die Interessen von Hunderttausenden Industriearbeitern unseres Landes in Berlin zu vertreten", sagte Laschet. Nötig sei "eine Wirtschaftspolitik, die auch den energieintensiven Industriesparten Stahl, Aluminium, Chemie, Glas und Papier einen zukunftssicheren Standort" biete. "Dabei dürfen wir die Ziele zum Schutz von Klima und Umwelt nicht aus den Augen verlieren."

Die SPD-Bundesspitze hatte entschieden, nun doch mit der Union ergebnisoffene Gespräche über eine mögliche Regierungsbildung zu führen. Ein SPD-Parteitag ab Donnerstag muss dafür aber noch grünes Licht geben.

Laschet fordert absolute Versorgungssicherheit

Laschet war bei den - später gescheiterten - Jamaika-Sondierungen CDU-Verhandlungsführer für Energie, Klima und Umwelt. Er ist gegen ein festes Datum für den Ausstieg aus der Kohleverstromung und fordert für NRW oberste Priorität für die Bezahlbarkeit von Strom und für eine absolute Versorgungssicherheit. (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (5) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik