Christentum

NRW-Heimatministerin fordert Bekenntnis zu Sankt Martin

Darum gibt es an Sankt Martin Laternenumzüge

Darum gibt es an Sankt Martin Laternenumzüge
Fr, 10.11.2017, 14.37 Uhr

Darum gibt es an Sankt Martin Laternenumzüge

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Düsseldorf.   Ina Scharrenbach fordert stärkeres Bekenntnis zu religiösen Wurzeln. Beim Martinszug solle deshalb nicht nur "Laterne, Laterne" gesungen werden.

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NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) fordert ein stärkeres Bekenntnis zu den religiösen Wurzeln des heutigen Sankt-Martin-Festes. „Christliche Traditionen sind fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Für mich zählt dazu auch, dass bei Martinszügen nicht nur ,Laterne, Laterne‘, sondern auch ,Sankt Martin‘ gesungen wird“, sagte Scharrenbach der WAZ. Sie habe persönlich kein Verständnis dafür, „wenn aus vermeintlicher Rücksichtnahme christliche Lieder zum Tabu erklärt werden“.

Immer wieder gibt es in Schulen und Kindertagesstätten Diskussionen, ob muslimischen oder ungetauften Kindern die christliche Sankt-Martins-Tradition aufgedrängt werden dürfe. In Düsseldorf hatten vor zwei Jahren mehrere Kitas angekündigt, aus Rücksichtnahme nur noch „Sonne, Mond und Sterne“-Feste zu veranstalten – ohne Sankt Martin.

„Lichterfest“ - Linker entfachte Sturm der Entrüstung

2013 hatte der Linke-Politiker Rüdiger Sagel einen Sturm der Entrüstung geerntet, als er eine strikte Trennung von Kirche und Staat sowie die Umbenennung in „Lichterfest“ forderte. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek, betonte damals, für Muslime sei der Bezug auf den Heiligen gar kein Problem. „Das Leben des heiligen Martin ist doch geradezu vorbildlich, auch für Muslime“, so Mazyek.

Heimatministerin Scharrenbach erklärte am Freitag, sie glaube nicht, „dass Kinder sich darüber freuen, wenn die Feiern aus weltanschaulichen Gründen eingeschränkt werden“. Letztlich werde über die Ausgestaltung der Martinsfeiern nicht von der Landesregierung, sondern von den Eltern in Kindertageseinrichtungen und Schulen entschieden. „Ich finde, dass christliche Lieder alle einschließen. Wir stehen für eine Weltanschauung, die sich auf das Erbe einer jahrhundertealten christlich-jüdischen-abendländischen Wertebasis gründet“, sagte Scharrenbach.

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