Statistik

Polizeistatistik sieht mehr Jugendkriminalität bei „Sexting“

Symbolbild. Jugendkriminalität zeigt sich zum größten Teil in Diebstahlsdelikten. Doch Straftaten im Zusammenhang mit dem Internet, etwa im Bereich Cyber Mobbing oder Sexting, steigen bei Jugendlichen an.

Symbolbild. Jugendkriminalität zeigt sich zum größten Teil in Diebstahlsdelikten. Doch Straftaten im Zusammenhang mit dem Internet, etwa im Bereich Cyber Mobbing oder Sexting, steigen bei Jugendlichen an.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Düsseldorf.  Die Statistik zur Jugendkriminalität zeigt eine positive Entwicklung. Aber auch eine negative: Im Bereich Jugendpornografie steigen die Zahlen.

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Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren ist in NRW im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf 99.389 Personen gesunken. Mit 21,7 Prozent entspricht das etwa jedem fünften der insgesamt 457.275 Tatverdächtigen. Das geht aus dem Lagebild Jugendkriminalität und Jugendgefährdung vor, das jetzt vom Landeskriminalamt (LKA) veröffentlicht wurde.

Von insgesamt 457 275 Tatverdächtigen waren laut dem Lagebild 15.356 Kinder unter 14 Jahren, 41.997 Jugendliche unter 18 Jahren und 42.036 Heranwachsende unter 21 Jahren. In den meisten Fällen ging es um Diebstahl (31.502 Verdächtige), Körperverletzung (25.375) oder Drogen (15.006).

Sexting wird zu einem wachsenden kriminellen Problem

Während die Zahlen in diesen Bereichen durchgehend rückläufig waren, stieg die Zahl der Verdächtigen bei Straftaten mit dem „Tatmittel Internet“ in fast allen Kategorien an - darunter bei Gewaltdarstellung, Erpressung oder Kinder- beziehungsweise Jugendpornografie.

Im Fall der jugendpornografischen Fälle waren die Tatverdächtigen in 76,1 Prozent unter 21 Jahren alt. Das war der einzige Bereich, in dem Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende häufiger verdächtig wurden als Erwachsene.

Laut einem LKA-Sprecher betrifft Jugendpornografie 14- bis 18-Jährige Opfer. Das Jugendliche intime Fotos von Gleichaltrigen zum Beispiel in Chats teilten - das sogenannte Sexting -, sei inzwischen leider ein weit verbreitetes Phänomen. (dpa)

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