Waffenlieferungen

Nach Putin-Rede: Melnyk fordert endlich schweres Kriegsgerät

Putin lässt mit Teilmobilmachung Konflikt in der Ukraine weiter eskalieren

Putin lässt mit Teilmobilmachung Konflikt in der Ukraine weiter eskalieren

Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine Teilmobilmachung der Russen im wehrfähigen Alter angekündigt und dem Westen gedroht. 300.000 Reservisten sollen die russischen und separatistischen Kräfte im Süden und Osten der Ukraine verstärken.

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Berlin.  Der ukrainische Botschafter nennt Putins Rede „fette Quittung“ für den Kanzler und die „viel zu ängstliche und zaghafte Politik“.

Nach der Ankündigung einer russischen Teilmobilisierung fordert der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, die Bundesregierung auf, endlich Kampfpanzer und anderes Kriegsgerät in die Ukraine zu schaffen.

Die „Wutrede“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin, „mit Wiederholung von atomaren Drohungen ist eine fette Quittung an die Ampel-Regierung und den Bundeskanzler für ihre immer viel zu ängstliche und zaghafte Politik bezüglich Waffenlieferungen für die Ukraine“, sagte Melnyk unserer Redaktion.

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Ukraine-Krieg: Melnyk will breite Allianz

Die Bundesregierung solle sofort „das gesamte schwere Kriegsgerät, das nur geht, liefern“. Deutschland solle zudem „eine breite europäische Allianz der Gleichgesinnten anführen, um einen erheblichen Teil von 2000 Leopard-2-Panzern an die ukrainische Armee ohne Verzögerung abzugeben“, so der Botschafter.

Melnyk, der im Oktober den Botschafter-Posten in Berlin verlässt und nach Kiew zurückkehrt, sprach vom „höchsten Gebot der Stunde“. Die offensichtliche deutsche Haltung, „Russland doch nicht zu viel zu provozieren, doch nicht in Enge zu treiben und einen ,Raum für Diplomatie‘ zu schaffen“, habe nicht funktioniert.

Melnyk ruft auf, „nicht in Schreckstarre zu verfallen“

Spätestens jetzt sei deutlich geworden: „Die unschlüssige Strategie Berlins ist verkracht“. Der Botschafter gibt sich überzeugt: „Die einzig richtige Antwort der Ampel müsste es jetzt sein, nicht in Schreckstarre zu verfallen, sondern endlich energisch zu handeln ohne jegliche Rücksicht auf neue Putinsche Faseleien.“

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Dieser Text erschien zuerst auf morgenpost.de.

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